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Komponist Giuseppe Verdi
Mit deutschen und englischen Übertiteln

Montag, 15. Februar 2010
19.00 Uhr – 22.10 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 10 Minuten · 1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.35 - 21.00 Uhr)

Freier Verkauf

Premiere am 02. Oktober 2008

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Besetzung

Musikalische Leitung
Paolo Carignani
Regie
Martin Kušej
Bühne
Martin Zehetgruber
Kostüme
Werner Fritz
Licht
Reinhard Traub
Chor
Sören Eckhoff
Dramaturgie
Olaf A. Schmitt
Dramaturgie
Sebastian Huber

Macbeth
Franco Vassallo
Banco
Ain Anger
Lady Macbeth
Tatiana Serjan
Dama di Lady Macbeth
Lana Kos
Macduff
Joseph Calleja
Malcolm
Fabrizio Mercurio
Arzt
Christoph Stephinger
Diener
Rüdiger Trebes
Mörder
Christian Rieger
Erscheinung 1
Il Hong
Erscheinung 2
Solist/en des Tölzer Knabenchors
Erscheinung 3
Evgeniya Sotnikova

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Mehr dazu

In den schönsten Tönen offenbaren uns Macbeth und seine Lady ihre leidenschaftlichen und unheimlichen Gefühle. Doch hinter dieser Schönheit liegt ein Abgrund, den Verdi mit einem der grausamsten Dramen der Weltliteratur enthüllt. Um zur Macht zu gelangen und um sie, da sie einmal erreicht ist, zu bewahren, begehen Macbeth und seine Lady einen Mord nach dem anderen. Die Unbedingtheit ihres Verlangens verleiht ihrer Liebe eine Radikalität, die bis dahin in der Oper undenkbar war. „Das Sujet der Oper ist weder politisch noch religiös: Es ist phantastisch“, schrieb Verdi und rückte Shakespeares Vorlage damit einer „romantischen“ Lesart näher. Und tatsächlich lassen sich Hexen, Geister und Erscheinungen, lässt sich das Unheimliche, das den Gesang und die szenischen Vorgänge, mithin die ganze Welt dieser Oper beherrscht, als äußeres Bild für die inneren Zustände seiner Protagonisten verstehen.

 

1. Akt
Macbeth und Banco begegnen Hexen, die Macbeth als Than von Cawdor und künftigen König von Schottland begrüßen. Banco prophezeien sie, er werde Vater von Königen sein. Als Boten König Duncans von der Hinrichtung des Than von Cawdor berichten und Macbeth zu dessen Nachfolger erklären, hat sich eine Prophezeiung bereits erfüllt.

Lady Macbeth erfährt aus einem Brief ihres Gatten von den Voraussagen der Hexen und drängt ihren Mann, den Weg zur Macht über Leichen einzuschlagen. Noch in derselben Nacht tötet Macbeth König Duncan, schreckt aber davor zurück, die Mordwaffe neben die schlafenden Wachen zu legen und so den Verdacht auf sie zu lenken. Die Lady führt diesen Teil ihres Plans deshalb selbst aus. Bei Tagesanbruch wird der Mord entdeckt. Macbeth und seine Lady stimmen in den Trauergesang ein.


2. Akt
Macbeth ist neuer König. Ihn beunruhigt die Prophezeiung, Bancos Nachkommen würden Könige. Er beauftragt Mörder, Banco und dessen Sohn Fleance zu töten. Banco wird in der Nacht von dunklen Vorahnungen erfasst.

Macbeth und seine Lady veranstalten ein großes Fest, der König kündigt ein Trinklied seiner Frau an. Macbeth wird die Ermordung Bancos und die Flucht Fleances gemeldet, kurz darauf erscheint ihm der Geist Bancos. Die Verwirrung des Gastgebers versetzt die Festgesellschaft in Aufruhr. Die Lady zweifelt an der Männlichkeit ihres Gatten und beschimpft ihn als Schwächling. Macduff ahnt die Wahrheit und verlässt das Fest, um den geflohenen Sohn Duncans, Malcolm, nach Schottland zurückzuholen.

Pause

3. Akt
Erneut befragt Macbeth die Hexen, die mit einem schaurigen „namenlosen Werk“ beschäftigt sind. Die Hexen lassen deshalb Erscheinungen auftreten, die Macbeth antworten. Die erste warnt den König vor Macduff. Die zweite bekräftigt seine Mordlust; kein Mensch, der von einer Frau geboren sei, könne ihm schaden. Als drittes erscheint ein gekröntes Kind, das ihm Unbesiegbarkeit vorhersagt, bis er den Wald von Birnam auf sich zukommen sehe. Als letztes nimmt Macbeth acht Könige wahr, den letzten in Gestalt Bancos. Macbeth wird ohnmächtig und von tanzenden Luftgeistern wieder erweckt.

Lady Macbeth erfährt von ihrem Mann die neuen Weissagungen. Das Königspaar beschwört seine Mordlust und beschließt, Macduffs Burg niederzubrennen und Bancos Sohn töten zu lassen.


4. Akt
Schottische Flüchtlinge beklagen das Leid ihres Landes, das ihren Kindern ein Grab geworden ist. Macduff trauert um seine von Macbeth ermordeten Frau und Kinder. Malcolm trifft mit englischen Soldaten im Wald von Birnam unweit von Macbeths Schloss ein und tarnt sein Heer mit abgerissenen Zweigen aus dem Wald.

Die Kammerfrau und ein Arzt beobachten Lady Macbeth, die im Schlaf wandelt und von den begangenen Verbrechen spricht.

Macbeth macht sich Mut für den bevorstehenden Kampf, die Nachricht vom Tod der Lady hält ihn nicht davon ab. Es ereilt ihn die Meldung, der Wald von Birnam bewege sich auf sein Schloss zu. Im Kampf tötet Macduff Macbeth. Erneut bewahrheitet sich die Weissagung, denn Macduff wurde aus dem Leib seiner Mutter geschnitten. Malcolm wird als neuer König von Schottland bejubelt.


© Bayerische Staatsoper

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Biografien

Paolo Carignani, geboren in Mailand, studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Komposition, Orgel, Klavier und Orchesterdirektion. Zudem nahm er an der International Conductor Masterclass in Hilversum teil. Seither dirigierte er u. a. an den Opernhäusern von New York, Toronto, Tokio, Brüssel, Barcelona, Paris, Wien, Berlin, London, Kopenhagen, Rom, Bologna, Neapel und Genua sowie bei den Bregenzer Festspielen, beim Glyndebourne Festival und beim Rossini Festival in Pesaro. Von 1999 bis 2008 war er Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt. Zuletzt leitete er etwa Macbeth am Théâtre Royal de La Monnaie in Brüssel und Otello an der Staatsoper Hamburg und am New National Theatre in Tokio. An der Bayerischen Staatsoper dirigierte er bisher u. a. La traviata, Macbeth und Nabucco. (Stand 2017)

 

 

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