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Komponist Bohuslav Martinů · Libretto vom Komponisten nach Carlo Goldoni

Samstag, 08. November 2014
19.30 Uhr – 22.10 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 40 Minuten · 1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.50 - 21.10 Uhr)

Junges Publikum

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Besetzung

Musikalische Leitung
Stefano Ranzani
Inszenierung
Árpád Schilling
Bühne und Kostüme
Márton Ágh
Licht
Christian Kass
Dramaturgie
Miron Hakenbeck
Chor
Stellario Fagone

Rigoletto
Franco Vassallo
Il Duca di Mantova
Yosep Kang
Gilda
Ekaterina Siurina
Sparafucile
Rafał Siwek
Maddalena + Giovanna
Nadia Krasteva
Marullo
Tim Kuypers
Borsa Matteo
Dean Power
Il Conte di Ceprano
Christian Rieger
La Contessa di Ceprano
Mária Celeng
Usciere
John Carpenter
Paggio della Duchessa
Anna Rajah

Opernstudio der Bayerischen Staatsoper

Bayerisches Staatsorchester

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Medien

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Mehr dazu

Noch bevor Mirandolina die Bühne betritt, gibt es einen Streit zwischen dem Marchese und dem Conte: Beide sind in die attraktive Wirtin verliebt. Mirandolina lässt aber sowohl die Protektion des Marchese als auch das Geld des Conte kühl. Sie fühlt sich vielmehr hingezogen zu einem Frauenhasser, dem Cavaliere. Seine abweisende Haltung gegenüber allen Frauen fasziniert sie - am Ende kommt aber dennoch alles anders.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts komponierte Bohuslav Martinů seine einzige Oper in italienischer Sprache nach einer Komödie von Carlo Goldoni, die ziemlich genau 200 Jahre davor ihre Uraufführung erlebte. Mit Hilfe von raffinierten Effekten und einer genau kalkulierten Orchestrierung zeichnet Martinů hier seinen unverkennbaren, eigenen Stil.

 

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1. Akt

Der Marchese und der Conte wohnen in Mirandolinas Hotel. Sie streiten ständig, welcher von beiden mehr Geld besitzt. Dahinter steckt, dass beide in die äußerst attraktive Wirtin verliebt sind. Der Cavaliere, der sich auch im Hotel aufhält, will schlichten. Als Frauenhasser findet er es völlig lächerlich, sich wegen einer Frau zu streiten. Als Mirandolina putzend in der Eingangshalle umherschweift, verschlägt es angesichts ihrer Schönheit allen Dreien die Sprache. Der treue Kellner Fabrizio verrichtet schon seit Jahren zuverlässig seine Arbeit und ist stets eifersüchtig, wie seine Chefin die männlichen Gäste bezirzt. Trotzdem erledigt er ehrlich seine Aufgaben.

2. Akt

Zwei vornehme Damen, Ortensia und Deianira, wollen bei Fabrizio ein Zimmer buchen. Doch die schlaue Mirandolina demaskiert die beiden Damen – als Flittchen. Der Marchese versucht anhand eines gefälschten Seidentuchs die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Mirandolina lässt es sich nicht nehmen, den Cavaliere persönlich zu bedienen und verführt ihn dabei. Der ruppige Cavaliere lässt sich um den Finger wickeln. Nach dem Essen singen die beiden ein heiteres Trinklied und es wird immer intimer... Mirandolina greift zu ihrer letzten Waffe: einer fiktiven Ohnmacht. Die übrigen Hotelgäste eilen herbei und lachen den Cavaliere als unglaubwürdig aus.

3. Akt

Mirandolina ist mit der Wäsche beschäftigt. Fabrizio bringt ihr das Bügeleisen. Als der Cavaliere sich erkundigen will, ob sich die Wirtin erholt hat, entdeckt er, wie Mirandolina sich allmählich mehr für den Diener Fabrizio interessiert und wird daher wütend. Er will handgreiflich werden, doch Fabrizio schützt heldenhaft seine Chefin. Als die stets schaulustigen Gäste die Szene beobachten wollen, verkündet Mirandolina ihre Heirat mit Fabrizio. Der Cavaliere stürzt rasend hinaus.

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Biografien

Stefano Ranzani schloss in seiner Heimatstadt Mailand zunächst ein Violinstudium ab und wurde anschließend im dortigen Orchester als Erster Geiger engagiert. Später studierte er Klavier, Komposition und Dirigieren u. a. bei Leonard Bernstein. 1983 wurde er Assistent bei Gianandrea Gavazzeni. 1987 debütierte er an der Mailänder Scala. Gastengagements führten ihn u. a. an die Hamburgische und die Wiener Staatsoper, das Gran Teatro del Liceu in Barcelona, das Teatro Real in Madrid, die Semperoper Dresden, die Deutsche Oper Berlin, die Metropolitan Opera in New York und das Opernhaus Zürich sowie zum Maggio Musicale Fiorentino und zum Glyndebourne Festival. Von 2007 bis 2008 war er Musikdirektor am Teatro Massimo Bellini in Catania. (Stand: 2018)

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