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Komponist Bohuslav Martinů · Libretto vom Komponisten nach Carlo Goldoni

Dienstag, 02. Dezember 2014
19.30 Uhr
Aschaffenburg

1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.50 - 21.10 Uhr)

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Besetzung

Musikalische Leitung
Oksana Lyniv
Inszenierung
Christian Stückl
Ausstattung
Stefan Hageneier
Licht
Thomas Wendt
Produktionsdramaturgie
Benedikt Stampfli

Mirandolina
Elsa Benoit
Cavaliere
Andrea Borghini
Ortensia
Marzia Marzo
Deianira
Rachael Wilson
Conte
Joshua Stewart
Fabrizio
Matthew Grills
Marchese
Leonard Bernad
Servitore
Petr Nekoranec

Opernstudio der Bayerischen Staatsoper

Bayerisches Staatsorchester

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Mediathek

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Mehr dazu

Noch bevor Mirandolina die Bühne betritt, gibt es einen Streit zwischen dem Marchese und dem Conte: Beide sind in die attraktive Wirtin verliebt. Mirandolina lässt aber sowohl die Protektion des Marchese als auch das Geld des Conte kühl. Sie fühlt sich vielmehr hingezogen zu einem Frauenhasser, dem Cavaliere. Seine abweisende Haltung gegenüber allen Frauen fasziniert sie - am Ende kommt aber dennoch alles anders.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts komponierte Bohuslav Martinů seine einzige Oper in italienischer Sprache nach einer Komödie von Carlo Goldoni, die ziemlich genau 200 Jahre davor ihre Uraufführung erlebte. Mit Hilfe von raffinierten Effekten und einer genau kalkulierten Orchestrierung zeichnet Martinů hier seinen unverkennbaren, eigenen Stil.

 

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1. Akt

Der Marchese und der Conte wohnen in Mirandolinas Hotel. Sie streiten ständig, welcher von beiden mehr Geld besitzt. Dahinter steckt, dass beide in die äußerst attraktive Wirtin verliebt sind. Der Cavaliere, der sich auch im Hotel aufhält, will schlichten. Als Frauenhasser findet er es völlig lächerlich, sich wegen einer Frau zu streiten. Als Mirandolina putzend in der Eingangshalle umherschweift, verschlägt es angesichts ihrer Schönheit allen Dreien die Sprache. Der treue Kellner Fabrizio verrichtet schon seit Jahren zuverlässig seine Arbeit und ist stets eifersüchtig, wie seine Chefin die männlichen Gäste bezirzt. Trotzdem erledigt er ehrlich seine Aufgaben.

2. Akt

Zwei vornehme Damen, Ortensia und Deianira, wollen bei Fabrizio ein Zimmer buchen. Doch die schlaue Mirandolina demaskiert die beiden Damen – als Flittchen. Der Marchese versucht anhand eines gefälschten Seidentuchs die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Mirandolina lässt es sich nicht nehmen, den Cavaliere persönlich zu bedienen und verführt ihn dabei. Der ruppige Cavaliere lässt sich um den Finger wickeln. Nach dem Essen singen die beiden ein heiteres Trinklied und es wird immer intimer... Mirandolina greift zu ihrer letzten Waffe: einer fiktiven Ohnmacht. Die übrigen Hotelgäste eilen herbei und lachen den Cavaliere als unglaubwürdig aus.

3. Akt

Mirandolina ist mit der Wäsche beschäftigt. Fabrizio bringt ihr das Bügeleisen. Als der Cavaliere sich erkundigen will, ob sich die Wirtin erholt hat, entdeckt er, wie Mirandolina sich allmählich mehr für den Diener Fabrizio interessiert und wird daher wütend. Er will handgreiflich werden, doch Fabrizio schützt heldenhaft seine Chefin. Als die stets schaulustigen Gäste die Szene beobachten wollen, verkündet Mirandolina ihre Heirat mit Fabrizio. Der Cavaliere stürzt rasend hinaus.

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Biografien

Oksana Lyniv absolvierte von 2005 bis 2009 ein Aufbau- und Meisterklassenstudium an der Dresdner Musikhochschule. Von 2008 bis 2013 war sie stellvertretende Chefdirigentin am Odessa National Academic Opera and Ballet Theater. Als Dirigentin leitete sie u. a. Opernaufführungen an der Estnischen Nationaloper, der Oper Bonn und der Königlichen Oper in Stockholm. Seit der Spielzeit 2013/14 ist sie an der Bayerischen Staatsoper als Assistentin des Generalmusikdirektors Kirill Petrenko engagiert. Hier dirigierte sie u. a. Boris Blachers Die Flut sowie La clemenza di Tito und La traviata. Für die Neuproduktionen von Selma Jezkova und Le Comte Ory wurde sie mit dem Festspielpreis der Münchner Opernfestspiele sowie mit dem „Stern des Jahres 2015“ im Bereich Klassik ausgezeichnet.

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