Infos

Montag, 15. Februar 2021
20.15 Uhr – 21.35 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 1 Stunden 20 Minuten

kostenfrei

Diese Vorstellung wird im Rahmen von Staatsoper.TV live im Internet übertragen.

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Besetzung

Musikalische Leitung
Vladimir Jurowski
Choreographie
Norbert Graf

Sprecherin
Dagmar Manzel
Klarinette
Andreas Schablas
Fagott
Holger Schinköthe
Trompete
Andreas Öttl
Posaune
Hans-Ulrich Pförtsch
Schlagzeug
Maxime Pidoux
Violine
David Schultheiß
Kontrabass
Blai Gumí Roca
Tänzer
Carollina Bastos
Tänzer
Nicholas Losada
Tänzer
Ariel Merkuri
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Medien

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Mehr dazu

Unter der musikalischen Leitung des designierten Generalmusikdirektors Vladimir Jurowski spielt ein Kammerensemble des Bayerischen Staatsorchesters Igor Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten. Dabei handelt es sich um ein kongeniales Zusammenspiel der Elemente Musik, Tanz und Sprache: Schauspielerin Dagmar Manzel liest die Erzählung von Charles F. Ramuz und  Norbert Graf entwarf eine choreographische Uraufführung zu Strawinskys Musik.  Die Choreographie für drei Tänzer untermalt die Geschichte, indem sie das Geschehen nicht unmittelbar abbildet, sondern die Stimmungen in atmosphärischen Tanz übersetzt. 

 

Die Geschichte setzt ein, als ein Soldat urlaubshalber nach Hause kehrt. Während einer Rast nimmt er seine Geige hervor und spielt auf ihr ein kleines Stück. In diesem Moment erscheint der Teufel als ein alter Mann. Er möchte die Geige haben, um den Soldaten im Gegenzug ein Buch zu überlassen, das ihm die zukünftigen Börsenkurse vorhersagen kann. Der Soldat geht auf den Tausch ein und folgt sogar der Einladung zu einem Festbankett, obwohl die Mutter und seine Geliebte zuhause auf ihn warten. Als der Soldat endlich in seinem Dorf ankommt, erkennen ihn die dortigen Bewohner nicht mehr und rennen weg. Anstatt einiger Tage, ist der Soldat drei Jahre weggewesen. Er ist verzweifelt und fragt sich, was er jetzt anfangen solle. In diesem Moment erscheint der Teufel abermals, nun in der Gestalt eines Viehhändlers. Er erinnert den Soldaten an das wundersame Buch, womit er ein Vermögen machen könne, was dem Soldaten dann auch gelingt. Aber an einem schönen Maientag wird ihm bewusst, dass er niemanden liebt und von niemandem geliebt wird. Zudem fehlt ihm sein Instrument. Er fühlt sich als ein Toter unter Lebendigen.

Der Soldat wandert weiter als Heimatloser. Er hat das magische Buch in Stücke zerrissen, mit dem er zwar reich geworden war, das ihn aber nicht glücklich gemacht hat. In einem Gasthaus erfährt er, dass die Tochter des Königs krank sei. Wer sie heilen könne, erhalte Preis und Ehre. Der Teufel in Gestalt eines Soldatenkameraden überredet den Protagonisten dazu, die Kranke aufzusuchen und zu heilen. Die Prinzessin ist jedoch eine Marionette des Teufels und gehorcht seinen Befehlen. Der Teufel will mit einem virtuosen Geigenspiel imponieren, das er dem Soldaten abgeschaut hat. Am Königshof angekommen, vertreibt sich der Soldat die Zeit mit einem Kartenspiel. Es gelingt ihm, den Teufel nicht nur in das Spiel zu ziehen, sondern ihn mit Wein abzufüllen. Er nimmt die Geige an sich und beginn darauf zu spielen. Die Prinzessin wird wieder gesund und der Teufel muss zur Musik tanzen. Sie beschließen in die Heimat des Soldaten zu ziehen, aber kurz vor der Dorfgrenze weigert sich die Prinzessin, im weiter zu folgen und kehrt um. Der Soldat setzt seinen Marsch fort, jedoch versperrt ihm der Teufel den Weg. Er hat die Geige in der Hand und treibt den Soldaten vor sich her. Mit dem Triumphmarsch des Teufels und finsteren Schlägen des Schlagzeugers endet das Stück.

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Biografien

Designierter Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper (ab Herbst 2021)

Vladimir Jurowski, geboren in Moskau, begann seine musikalische Ausbildung am dortigen Konservatorium und setzte sie an den Musikhochschulen von Berlin und Dresden fort. Sein internationales Debüt gab er 1995 beim Wexford Festival. Seitdem dirigierte er u. a. an der Metropolitan Opera in New York, am Teatro alla Scala in Mailand, an der Opéra national de Paris, am Bolschoi-Theater in Moskau, an der Semperoper in Dresden sowie bei den Salzburger Festspielen. Von 2001 bis 2013 war er musikalischer Leiter des Glyndebourne Festivals, seit 2007 ist er Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra. Außerdem ist er seit 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Darüber hinaus ist er Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment und Künstlerischer Leiter des Staatlichen Akademischen Symphonieorchesters Russlands. Er gastierte u. a. bei den Berliner und den Wiener Philharmonikern und beim Koninklijk Concertgebouworkest in Amsterdam. Ab Herbst 2021 ist er Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. (Stand: 2021)

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