Infos

Montag, 22. März 2021
20.15 Uhr – 21.30 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 1 Stunden 15 Minuten

kostenfrei

Premiere am 22. März 2021

Diese Vorstellung wird im Rahmen von Staatsoper.TV live im Internet übertragen.

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Besetzung

Musikalische Leitung
Antonino Fogliani
Regie
Marcus H. Rosenmüller
Kostüme
Claudia Gall
Ausstattung
Christian Blank

Gaudenzio
Misha Kiria
Sofia
Emily Pogorelc
Bruschino; padre
Paolo Bordogna
Bruschino, figlio
Andres Agudelo
Florville
Josh Lovell
Un delegato di Polizia
Andrew Hamilton
Filiberto
Edwin Crossley-Mercer
Marianna
Eliza Boom
  • Bayerisches Staatsorchester
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PROGRAMM

Gioachino Rossini
Il signor Bruschino ossia Il figlio per azzardo (Der Herr Bruschino oder Der Sohn aus Zufall)
Farsa giocosa per musica in un atto di / Lustiger Schwank für Musik in einem Akt von Giuseppe Foppa

Es ist immer wieder dasselbe: Da vereinbaren zwei ältere Herren die Heirat ihrer Kinder, ohne es für nötig zu halten, die jungen Leute vorher nach ihrer Meinung zu fragen. Meist ein fatales Unterfangen, wie auch in Gioachino Rossinis Il Signor Bruschino. Sofia möchte nicht den ihr unbekannten Sohn des Herrn Bruschino zum Mann nehmen, sondern Florville; den kennt sie nicht nur, sie liebt ihn auch. Ihr Vormund Gaudenzio sieht Florvilles Vater aber als seinen Erzfeind an und würde dieser Verbindung nie zustimmen. Als Florvilles Vater jedoch stirbt, hofft sein Sohn, dass man damit auch die alte Fehde begraben wird. Gaudenzio hat in der Zwischenzeit Sofia bereits dem Sohn des Bruschino versprochen. Der vorgesehene Bräutigam häuft letztlich aber derart viele Schulden im Gasthaus an, dass der Wirt ihn im Zimmer einsperrt. Florville witter seine Chance: Er gibt sich als sein eigener Rivale aus und will den alten Herrn eine List unterbreiten.
 
In seiner frühen Oper Il Signor Bruschino, die er 1813 fürs Teatro San Moisè in Venedig komponiert hat, spielt Rossini mit Typen der Commedia dell’arte und schreibt ein witziges Stück über den kreativen Umgang mit der Realität und der Suche junger Menschen nach ihrem Platz in der Welt. Oder, wie Gaudenzio es ausdrückt: „Im großen Welttheater sucht jeder nach seinem Glück. Und mag es ihm noch so gut gehen, der Mensch ist nie zufrieden. Seien wir also frohgemut und genießen wir das, was kommt. Und mögen unsere Herzen in Freude und Vergnügen erstrahlen.“

Marcus H. Rosenmüller, als Regisseur von Kinofilmen, Fernsehdokumentationen und Nockherberg-Singspielen eine Instanz, hat 2015 an der Bayerischen Staatsoper erstmals eine Oper, Le comte Ory mit dem Opernstudio, inszeniert und erarbeitet im Montagsstück XVIII seine zweite Musiktheaterproduktion mit einem bestechenden Belcanto-Gesangsensemble. Die musikalische Leitung hat der Rossini-Kenner Antonio Fogliani. Es singen unter anderem Emily Pogorelc (Sofia), Andres Agudelo (Bruschino figlio), Josh Lovell (Florville) sowie Edwin Crossley-Mercer (Filiberto).

 

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Biografien

Antonino Fogliani schloss sein Dirigierstudium am Giuseppe-Verdi-Konservatorium in Mailand ab und intensivierte es an der Musikakademie in Siena. 2001 gab er sein Debüt beim Rossini Opera Festival in Pesaro mit Il viaggio a Reims. Dirigate führten ihn u. a. an das Teatro alla Scala in Mailand, das Teatro dell’Opera in Rom, das Teatro la Fenice in Venedig, das Gran Teatro del Liceu in Barcelona, die Oper Zürich, die Semperoper Dresden sowie an die Theater in St. Gallen, Verona, Parma, Bergamo und Oslo. 2011 wurde er zum Musikdirektor des Wildbad-Festivals ernannt. Als Konzertdirigent war er u. a. mit dem Orchestra Nazionale dell’Accademia di Santa Cecilia, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo sowie dem Gürzenich-Orchester Köln zu erleben. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er als Erster Gastdirigent an der Deutschen Oper am Rhein engagiert. (Stand: 2021)

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