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Oper in fünf Akten (15 Bildern)

Komponist Claude Debussy · Libretto nach dem gleichnamigen Schauspiel von Maurice Maeterlinck
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Münchner Opernfestspiele
Sonntag, 28. Juni 2015
18.00 Uhr – 19.10 Uhr
Alte Kongresshalle

Dauer ca. 1 Stunden 10 Minuten · 1. - 3. Akt (ca. 18.00 - 19.30 Uhr) · Pause (ca. 19.30 - 20.00 Uhr) · 4. + 5. Akt (ca. 20.00 - 21.15 Uhr)

Junges Publikum

Premiere am 28. Juni 2015

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Besetzung

Regie
Andreas Weirich
Raum
Marie Pons
Dramaturgie
Rainer Karlitschek
Musikalische Leitung
Oksana Lyniv
Kostüme
Claudia Gall
Licht
Christian Kass

Selma Jezková
Ausrine Stundyte
Bill Houston
Nathaniel Webster
Kathy
Tara Erraught
Norman
Nathaniel Webster
Brenda
Tara Erraught
District Attorney
Kevin Conners
Guard 1
Nathaniel Webster
Guard 2
Kevin Conners
Oldrich Novy
Norbert Graf
Gene
Patrick von Kleist
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper
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Medien

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Mehr dazu

Golaud findet Mélisande, eine märchenhafte Gestalt, in einem finsteren Wald auf. Als er sie anspricht, zuckt sie zusammen und singt ihre ersten Worte fast ohne Stimme: „Rührt mich nicht an!“ Ihre Zerbrechlichkeit ist unüberhörbar. Herkunft und Identität bleiben ein Rätsel. Ein anderer intimer Moment verändert die Zukunft. Nur ein einziger Augen-Blick zwischen Pelléas und Mélisande – und ihr Schicksal verschmilzt ineinander: eine verbotene Liebe, wie bei Tristan und Isolde, weil Golaud inzwischen mit Mélisande verheiratet ist. Bei Debussys tiefenpsychologischen Klängen blickt man nach innen, ins Vage und erfindet sich dadurch eine neue Welt. So leise der erste Akt von Debussys einzig vollendeter Oper beginnt, so laut war der Nachhall dieses Werkes im 20. Jahrhundert.

 

Erster Akt
Auf der Jagd verirrt sich Golaud, Enkel des Königs Arkel von Allemonde, im Wald und findet per Zufall das junge Mädchen Mélisande. Unsicher und angstvoll folgt sie dem fremden Mann. Geneviève, Mutter von Golaud und Pelléas, liest Arkel einen Brief vor, in dem Golaud seinem Halbbruder Pelléas von seiner Heirat mit Mélisande berichtet. Zugleich erhält Pelléas einen Brief von einem Freund, der im Sterben liegt. Arkel rät Pelléas davon ab, diesen zu besuchen, weil er befürchtet, dass Pelléas Vater auch bald sterben könnte. Mélisande beschwert sich bei Geneviève über die Dunkelheit, die rund um das Haus herrscht.

Zweiter Akt
Pelléas und Mélisande spielen mit Mélisandes Hochzeitsring. Dabei geht dieser verloren. Golaud, der sich auf der Jagd bei einem Sturz verletzt hat, bemerkt, dass Mélisande den Hochzeitsring, den er ihr geschenkt hat, nicht mehr trägt und stellt sie zur Rede. Sie weicht seiner Frage mit einer Lüge aus. Daraufhin schickt Golaud Mélisande zusammen mit Pelléas fort, um den Ring wiederzufinden.

Dritter Akt
Mélisande lockt Pelléas mit ihrem Gesang an: doch dieser verkündet ihr seine Abreise. In diesem Moment entdeckt Golaud die beiden und ist eifersüchtig, weil er eine Liebesbeziehung zwischen seinem Halbbruder und seiner Frau vermutet. Golaud meint zu wissen, wo der Ring sich befinde und zwingt Pelléas, ihm dorthin zu folgen. Sie können den Ring aber nicht finden. Pelléas wird von Golaud gebeten, die inzwischen schwangere Mélisande zu meiden. Von Yniold, seinem Sohn aus erster Ehe, will Golaud wissen, was Pelléas und Mélisande zusammen treiben. Yniold weiß jedoch keine Antwort und ist von Golauds Verhör verängstigt.

Vierter Akt
Pelléas berichtet Mélisande, dass sein Vater genesen sei, weshalb er nun definitiv abreisen werde. Arkel ist erfreut, dass in sein Haus das Leben zurückkehrt. Yniold spielt und beobachtet dabei einen Hirten. Vor seiner Abreise gestehen sich Pelléas und Mélisande gegenseitig ihre Liebe. Golaud überrascht die beiden und tötet Pelléas.

Fünfter Akt
Mélisande ist schwer erkrankt. Doch auch der herbeigerufene Arzt kann keine klare Diagnose stellen. Golaud verhört sie auf dem Sterbebett, weil er genau wissen will, was zwischen ihr und Pelléas geschehen ist. Mélisandes Lebenskräfte entschwinden und sie stirbt. Arkel versucht, seinen Enkel Golaud zu trösten.

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Biografien

Andreas Weirich ist seit 2008 Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper, wo er mit Regisseuren wie Andreas Kriegenburg, Christof Loy und Dmitri Tcherniakov zusammenarbeitete. 2010 inszenierte er hier Nepomuks Nacht. Er zeichnete für die Wiederaufnahmen von Christof Loys Lucrezia Borgia an der Göteborger Oper und Andreas Kriegenburgs Rigoletto am New National Theatre verantwortlich. 2013 inszenierte er Peter Maxwell Davies’ Eight Songs for a Mad King im Cuvilliéstheater, 2015 Selma Ježková bei den Münchner Opernfestspielen. In der Spielzeit 2015/16 führte er an der Bayerischen Staatsoper Regie bei der Neueinstudierung von Die Fledermaus. Inszenierung hier 2017/18: Der zerbrochene Krug (Opernstudio). (Stand: 2017)

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„Mein Herz schnürt mir fast die Kehle zu... Komm!“

„Pelléas et Mélisande“ gilt bis heute als Inbegriff des Geheimnisvollen und Rätselhaften. Eine Annäherung von Benedikt Stampfli und Probenbilder von Wilfried Hösl. mehr lesen

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