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Oper in fünf Akten (15 Bildern)

Komponist Claude Debussy · Libretto nach dem gleichnamigen Schauspiel von Maurice Maeterlinck
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Münchner Opernfestspiele
Mittwoch, 01. Juli 2015
19.00 Uhr – 22.15 Uhr
Prinzregententheater

Dauer ca. 3 Stunden 15 Minuten · 1 Pause zwischen 1. - 3. Akt und 4. + 5. Akt (ca. 20.30 - 21.00 Uhr)

Einführung: 18.00 Uhr

Preise PB, € 132 /104 /- /- /-

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Premiere am 28. Juni 2015

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Besetzung

Musikalische Leitung
Constantinos Carydis
Inszenierung
Christiane Pohle
Bühne
Maria-Alice Bahra
Kostüme
Sara Kittelmann
Licht
Benedikt Zehm
Mitarbeit Regie
Malte Ubenauf
Produktionsdramaturgie
Benedikt Stampfli
Chor
Sören Eckhoff

Arkel
Alastair Miles
Geneviève
Okka von der Damerau
Pelléas
Elliot Madore
Golaud
Markus Eiche
Mélisande
Elena Tsallagova
Yniold
Solist/en des Tölzer Knabenchors
Ein Arzt
Peter Lobert
Ein Hirt
Evgenij Kachurovsky
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper
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Golaud findet Mélisande, eine märchenhafte Gestalt, in einem finsteren Wald auf. Als er sie anspricht, zuckt sie zusammen und singt ihre ersten Worte fast ohne Stimme: „Rührt mich nicht an!“ Ihre Zerbrechlichkeit ist unüberhörbar. Herkunft und Identität bleiben ein Rätsel. Ein anderer intimer Moment verändert die Zukunft. Nur ein einziger Augen-Blick zwischen Pelléas und Mélisande – und ihr Schicksal verschmilzt ineinander: eine verbotene Liebe, wie bei Tristan und Isolde, weil Golaud inzwischen mit Mélisande verheiratet ist. Bei Debussys tiefenpsychologischen Klängen blickt man nach innen, ins Vage und erfindet sich dadurch eine neue Welt. So leise der erste Akt von Debussys einzig vollendeter Oper beginnt, so laut war der Nachhall dieses Werkes im 20. Jahrhundert.

 

Erster Akt
Auf der Jagd verirrt sich Golaud, Enkel des Königs Arkel von Allemonde, im Wald und findet per Zufall das junge Mädchen Mélisande. Unsicher und angstvoll folgt sie dem fremden Mann. Geneviève, Mutter von Golaud und Pelléas, liest Arkel einen Brief vor, in dem Golaud seinem Halbbruder Pelléas von seiner Heirat mit Mélisande berichtet. Zugleich erhält Pelléas einen Brief von einem Freund, der im Sterben liegt. Arkel rät Pelléas davon ab, diesen zu besuchen, weil er befürchtet, dass Pelléas Vater auch bald sterben könnte. Mélisande beschwert sich bei Geneviève über die Dunkelheit, die rund um das Haus herrscht.

Zweiter Akt
Pelléas und Mélisande spielen mit Mélisandes Hochzeitsring. Dabei geht dieser verloren. Golaud, der sich auf der Jagd bei einem Sturz verletzt hat, bemerkt, dass Mélisande den Hochzeitsring, den er ihr geschenkt hat, nicht mehr trägt und stellt sie zur Rede. Sie weicht seiner Frage mit einer Lüge aus. Daraufhin schickt Golaud Mélisande zusammen mit Pelléas fort, um den Ring wiederzufinden.

Dritter Akt
Mélisande lockt Pelléas mit ihrem Gesang an: doch dieser verkündet ihr seine Abreise. In diesem Moment entdeckt Golaud die beiden und ist eifersüchtig, weil er eine Liebesbeziehung zwischen seinem Halbbruder und seiner Frau vermutet. Golaud meint zu wissen, wo der Ring sich befinde und zwingt Pelléas, ihm dorthin zu folgen. Sie können den Ring aber nicht finden. Pelléas wird von Golaud gebeten, die inzwischen schwangere Mélisande zu meiden. Von Yniold, seinem Sohn aus erster Ehe, will Golaud wissen, was Pelléas und Mélisande zusammen treiben. Yniold weiß jedoch keine Antwort und ist von Golauds Verhör verängstigt.

Vierter Akt
Pelléas berichtet Mélisande, dass sein Vater genesen sei, weshalb er nun definitiv abreisen werde. Arkel ist erfreut, dass in sein Haus das Leben zurückkehrt. Yniold spielt und beobachtet dabei einen Hirten. Vor seiner Abreise gestehen sich Pelléas und Mélisande gegenseitig ihre Liebe. Golaud überrascht die beiden und tötet Pelléas.

Fünfter Akt
Mélisande ist schwer erkrankt. Doch auch der herbeigerufene Arzt kann keine klare Diagnose stellen. Golaud verhört sie auf dem Sterbebett, weil er genau wissen will, was zwischen ihr und Pelléas geschehen ist. Mélisandes Lebenskräfte entschwinden und sie stirbt. Arkel versucht, seinen Enkel Golaud zu trösten.

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Biografien

Constantinos Carydis wurde in Athen geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Theater München. Nach einer Neuproduktion von Carmen an der Oper Frankfurt 2016 dirigierte er im selben Jahr erstmals bei den Salzburger Festspielen. 2017 folgte mit Händels Serse dann eine weitere Neuproduktion an der Oper Frankfurt. Er dirigierte u. a. am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Komischen Oper und der Staatsoper Berlin, der Wiener Staatsoper, der Nederlandse Opera in Amsterdam, der Staatsoper Athen, der Oper Frankfurt und der Opéra Lyon sowie bei den Festivals in Edinburgh und Athen. Im Jahr 2011 wurde ihm der Carlos Kleiber-Preis der Bayerischen Staatsoper verliehen. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2017/18: Le nozze di Figaro. (Stand: 2017)

 

 

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