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Kairos / Sunyata / Borderlands

Choreographie Wayne McGregor · Komponist Joel Cadbury, Kaija Saariaho, Paul Stoney, Max Richter | Neuproduktion

Samstag, 14. April 2018
19.30 Uhr – 22.00 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten · Pausen zwischen Kairos und Sunyata (ca. 20.05 - 20.35 Uhr) zwischen Sunyata und Borderlands (ca. 21.05 - 21.35 Uhr)

BallettFestwoche 2018

Freier Verkauf · Serie 44

Premiere am 14. April 2018

Uraufführung · "Sunyata" - Uraufführung am 14. April 2018

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  • Partner des Bayerischen Staatsballetts

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Besetzung

Musikalische Leitung
Koen Kessels
Choreographie
Wayne McGregor


Borderlands

Choreographie
Wayne McGregor
Musik
Joel Cadbury, Paul Stoney
Bühne
Lucy Carter, Wayne McGregor
Kostüme
Wayne McGregor
Licht
Lucy Carter

Tänzer/innen
Javier Amo, Ziyue Liu, Dukin Seo, Freya Thomas, Vera Segova , Marina Duarte, Alexey Popov, Osiel Gouneo, Prisca Zeisel, Ksenia Ryzhkova, Dmitrii Vyskubenko, Jinhao Zhang


Sunyata

Choreographie
Wayne McGregor
Musik
Kaija Saariaho
Bühne
Wayne McGregor
Kostüme
Moritz Junge
Licht
Lucy Carter

Tänzer/innen
Erik Murzagaliyev, Dukin Seo, Ksenia Ryzhkova, Ivy Amista, Jonah Cook, Laurretta Summerscales, Yonah Acosta, Elvina Ibraimova


Kairos

Choreographie
Wayne McGregor
Musik
Max Richter
Bühne
Idris Khan
Kostüme
Moritz Junge
Licht
Lucy Carter

Tänzer/innen
Ariel Merkuri, Laurretta Summerscales, Shuai Li, Kristina Lind, Séverine Ferrolier, Jonah Cook, Alejandro Virelles Gonzalez, Sergio Navarro, Yonah Acosta, Ivy Amista
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester

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Ein abenteuerlustiger Experimentierer, ein von Neugier getriebener Geist, der in seiner Arbeit am liebsten die technologischen Entwicklungen aller Gebiete in die Kunst integrieren will – um zu zeigen, wie sich das Leben und die Welt, wir und nicht zuletzt die Kunst selbst durch diese Entwicklungen verändern. Das ist Wayne McGregor.

1970 im britischen Stockport geboren, entdeckte er, inspiriert von Filmen wie Grease und Saturday Night Fever, früh seine Liebe zum Tanz. Er studierte zunächst Choreographie und Semiotik und bildete sich anschließend in New York an der José Limon-Schule fort. 1992 gründete er die Company Random Dance, die sich rasch zu einer ästhetischen Forschungsstation entwickelte, dem Studio Wayne McGregor. Inspirationen aus Kunst, Musik, Philosophie und wissenschaftlicher Forschung verschmelzen dort zu einem interdisziplinären Ganzen. Seit 2006 ist er zudem choreographer in residence beim Royal Ballet London und damit der erste Choreograph aus der freien Szene, der auf diese Position berufen wurde. Er choreographierte inzwischen fünfzehn Arbeiten für das Royal Ballet, in denen er auf der Basis des klassischen Balletts seine Bewegungsforschungen weitertrieb in Arbeiten wie dem frühen Chroma von 2006 bis zum abendfüllenden Woolf Works von 2015. Sein vielseitiges Oeuvre umfasst Kreationen für die großen Compagnien der Welt, darunter das Ballet de l‘Opéra de Paris, das New York City Ballet, das Ballett des Bolschoi-Theaters Moskau und das San Francisco Ballet.

Im Rahmen der BallettFestwoche 2018 waren erstmals Werke von Wayne McGregors beim Bayerischen Staatsballett zu sehen. Ballettdirektor Igor Zelensky nimmt mit Borderlands (San Francisco Ballet, 2013) und Kairos (Ballett Zürich, 2014) zwei erfolgreiche Stücke der jüngeren Vergangenheit ins Repertoire. Beide sind damit auch erstmals in Deutschland zu sehen. Außerdem steht beim dreiteiligen Abend Portrait Wayne McGregor eine neue Kreation für das Bayerische Staatsballett auf dem Programm: „Es ist interessant, mit Tänzern zu arbeiten, die bereits existierende Stücke neu interpretieren, und zu sehen, wie sie sich dieses Material zu eigen machen und mit dem Publikum teilen. Und gleichzeitig habe ich die Gelegenheit, mit den Tänzern gemeinsam etwas völlig Neues zu kreieren. Ich freue mich sehr darauf, mit den Tänzern des Staatsballetts an einer Neukreation zu arbeiten“, so McGregor über seine Uraufführung. Die Neukreation trägt den Titel Sunyata. Während McGregor Kairos als eher lyrisches, harmonisches Werk bezeichnet und Borderlands mit seiner sehr elektrischen, aufgeladenen Atmosphäre fesselt, bildet Sunyata einen Mittelpunkt der Ruhe und positiven Leere als Mittelteil zwischen diesen beiden Werken. 

 

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Kairos kommt einerseits mit schwer philosophischem Gepäck: Es geht um den Moment der Entscheidung, um den entscheidenden Augenblick und die darin enthaltene spezifisch gegenwärtige Zeiterfahrung. Andererseits meint der Begriff in aller Schlichtheit das Wetter. In Max Richters Bearbeitung von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ werden beide Kontexte eingeschmolzen. Gemeinsam mit dem Bühnenbild des Bildenden Künstlers Idris Khan entsteht ein Raum, der den Bewegungen der Tänzer ein kraftvolles Echo bietet. Die Choreographie McGregors dehnt den Körper als Augenblick, entzieht sich zuweilen den Blicken des Publikums und setzt scharf synchronisierte Sequenzen gegen ins Chaos tendierende Bewegungsbilder.

Sunyata, das McGregor am Bayerischen Staatsballett kreiert hat, arbeitet mit der Musik der zeitgenössischen finnischen Komponistin Kaija Saariaho. „Circle Map“ ist eine sowohl sphärisch verträumte als auch physisch konkrete Komposition, die auf sechs Gedichten des persischen Sufi-Mystikers Rumi basiert. Die vierzeiligen Gedichte inspirierten die Musik und schlagen sich auch in der Besetzung nieder: Sunyata ist ein Stück für je vier Tänzerinnen und Tänzer. Der Titel bezieht sich auf ein buddhistisches Konzept, das von einer positiv konnotierten Idee von Leere ausgeht. Es geht um einen Raum, in dem sich alles gegenseitig bedingt, in dem alles aber auch nichts ist – ein Nichts, in dem das Potenzial zur Kreation steckt. 

Borderlands ist das Ergebnis von Wayne McGregors Auseinandersetzung mit dem Bauhaus-Künstler Josef Albers, dessen farbenfrohe, geometrische Bilder mit der optischen Wahrnehmung des Betrachters spielen. McGregors Interesse gilt besonders dem liminalen Status zwischen zwei Farbbereichen und wie man diesen physisch umsetzen und erlebbar machen kann. Das Verhältnis von Tanz und Bildender Kunst ist dabei kein abbildendes – durch das Zusammenspiel von Licht, Kostüm und Musik, besonders aber durch seine choreographischen Übersetzungen gelingt McGregor ein temporeiches, hoch virtuoses Spiel mit der Wahrnehmung. Körper werden zu Gliedmaßen, Übergänge zu Transformationen, Oben wird Unten, und die Schwerkraft scheint es nicht mehr zu geben.

„Deine Sinne tricksen dich aus“

aus: MAX JOSEPH No. 3: Einstecken?, Interview: Sabine Leucht

Man nennt ihn „The Brain“, „Tanz-Maschine“ oder „Choreograph für die Generation Spielkonsole“, dabei bewegt sich der britische Choreograph Wayne McGregor so gewandt zwischen Tanz und Wissenschaft, Kunst und Technik, dass jedes Etikett sogleich von ihm abfällt. Im Interview spricht er über seinen Forscherdrang und das Portrait Wayne McGregor, das die diesjährige BallettFestwoche eröffnet.

MAX JOSEPH Die Spielzeit 2017/18 an der Bayerischen Staatsoper ist überschrieben mit „Zeig mir deine Wunde“. Sie selbst waren vor einiger Zeit bei einer Operation am offenen Herzen dabei. Wie haben Sie diesen Moment erlebt?
WAYNE MCGREGOR Wir wollten für ein Stück über das Herz möglichst nah an die Realität dieses Organs herankommen. Dafür haben wir zum Beispiel CT-Bilder vom Herzen gemacht und seitdem weiß
ich, dass mein eigenes Herz sehr lang ist. Dann bekam ich die Einladung zu einer Bypass-Operation
an einem Baby. Ich sah den kleinen Kopf; sah, wie weiter unten das Herz aus dem Brustkorb genommen
wurde. Und mit all dem hatte ich keine Probleme. Womit ich aber nicht gerechnet hatte, war der Geruch. Ich fiel in Ohnmacht. Das finde ich sehr interessant: Deine Sinne tricksen dich aus! Ich hatte erwartet, dass das Blut und die Rohheit des Vorgangs mich vielleicht umwerfen würden. Am Ende war es der Geruch, weil er für mich wie aus heiterem Himmel kam.
MJ Ist diese Erfahrung in das Stück eingeflossen?
WMG Nicht direkt. Aber solche Dinge arbeiten in einem weiter. Und den menschlichen Körper so offen und verletzlich daliegen zu sehen war ein Grund dafür, dass ich Veganer wurde.
MJ Als Choreograph sind Sie unter anderem bekannt für die hyperkinetischen, an Muskelzuckungen
erinnernden und zugleich so präzisen Bewegungen Ihrer Hochleistungstänzer. Wo ist darin Platz für Verletzlichkeit?
WMG Extreme, überstreckte Bewegungen sind nur ein Teil dessen, wonach ich strebe. Dass dennoch so
oft darüber geschrieben wird, mag daran liegen, dass Ballettkritiker darin eine neue Variante der alten Virtuosität zu entdecken meinen. Doch wer mit dem Körper arbeitet, kommt an seiner Verletzlichkeit
nie vorbei. Auch noch die kraftvollste, künstlichste Bewegung entblößt Arterien und andere Zeugnisse unserer physischen Existenz, die man normalerweise nicht sieht.
MJ Zumal Ihre Tänzer meistens wenig anhaben. Interessiert Sie im Tanz gerade das, was den Körper von der Skulptur trennt?
WMG Ja. Jede Bewegung eines Körpers kann man mechanisch beschreiben, sie ist aber immer ein Akt,
in dem Physis, Bewusstsein, Koordination und Emotionalität einer realen Person zusammenwirken.
Genau das ist auch der Grund, warum ich mich so gerne mit Tanz beschäftige.

MJ Sind Sie ein Sezierer des Körpers? Oder interessieren Sie einfach Körper, die sich  anebenbenehmen? „Bodies misbehaving“, wie Sie einmal sagten.
WMG Ich denke nicht in diesen postmodernen Kategorien des Zerlegens und Wiederzusammenfügens. Aber es käme mir sonderbar vor, die unglaublichen technischen Möglichkeiten des menschlichen Körpers
nicht auszuschöpfen. Wir denken in festen Mustern. Mögen, wenn Leute sich bewegen, wie wir es gewohnt sind, mögen Hip-Hop, der wie Hip-Hop aussieht, und Ballett, das aussieht wie Ballett. Warum
sollten fließende Bewegungen erstrebenswerter sein als ruckartig-fragmentierte, wo doch der Körper all
das kann? Ich selbst habe ziemlich lange Gliedmaßen und vermutlich kommt es mir deshalb so vor,
dass die Reise dieses Arms (malt blitzschnell eine spiralig verschlungene und zugleich zackige Bewegung
in die Luft)
interessant ist. Die Multidimensionalität des Körpers und seine Artikulationsmöglichkeiten
zu erkunden ist mein Job. Dabei lasse ich mich nicht von Regeln beschränken. Für mich hat Tanz keine Regeln.
MJ Bei ihrer Arbeit als Choreograph interessieren Sie die neuesten digitalen Technologien und die Erkenntnisse der Semiotik, der Robotik und der Neurowissenschaften. Sie selbst haben viele Jahre lang aktiv Gehirnforschung betrieben. Wozu?
WMG Ich habe fast elf Jahre lang mit einer Reihe von Forschungsstipendien der Universitäten Cambridge, King’s London und San Diego das Verhältnis zwischen Gehirn und Körper untersucht. Denn ich glaube, dass wir uns im Tanz keinen Gefallen tun, wenn wir das Verhältnis zwischen Kopf und Körper
links liegen lassen. Wir fallen sehr schnell in gewohnte Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster
zurück, die Künstler immer schon aufzulösen versuchten. Zum Beispiel Merce Cunningham mit seiner Idee des „Unlearning“. Die Erkenntnisse der Neurowissenschaften helfen uns, die ausgetretenen
Pfade zu entlarven, die unsere Freiheit beschränken. Wir beschreiten sie dann zwar immer noch, aber wir wissen es. Wenn ich Sie jetzt bitte, statt auf meine Worte auf das Zischen in meiner Stimme zu achten, würden Sie plötzlich merken, dass ich recht häufig zische. Mit ähnlichen Verlagerungen der Aufmerksamkeit können wir auch physische und choreographische Gewohnheiten auflösen und Tänzern dabei helfen, etwas ganz Neues zu erfinden.

MJ Sie setzen Ihren Tänzern zum Beispiel prismatische Brillen auf, um ihren Orientierungssinn zu verwirren. Können Sie erläutern, wie Sie in Proben Bewegungen, Gedanken und den Instinkt aktivieren?
WMG Ich arbeite zum Beispiel mit Sonifikation, der Übermittlung von Informationen mittels nicht-sprachlicher Klangereignisse. Das heißt, ich gebe Laute vor wie yah, ooh, ehh, tssssch oder woauuw und der Tänzer antwortet mit einer Bewegung. So kann ich eine ganze Probe leiten, ohne etwas erklären zu
müssen, weil der Körper bei dem Versuch, ein Problem zu lösen, immer vorangeht. Das geschieht
instinktiv, intuitiv, aber auch kognitiv, indem der Mensch auf Erlerntes zurückgreift – und es verschafft
mir als Choreograph eine größere Auswahl an Bewegungsmaterial, als wenn ich den Tänzern  orgefertigte Bewegungsphrasen beibringen würde. Eine andere Methode geht über die Imaginationskraft.
Wenn ich sage: „Stellen wir uns eine Linie vor, die das Innere meines Kopfes mit dem Inneren deines
Kopfes verbindet, und diese Linie vibriert und changiert zwischen Blau und Rot“, dann ist damit ein
mentaler Raum errichtet, in dem Kreativität möglich ist, weil jeder für sich ausarbeiten muss, was
das bedeutet.
MJ Ihre Stücke haben futuristisch klingende Namen wie Aeon, Sulphur 16 oder Millenarium. Dem Stück Autobiography haben Sie Ihren eigenen genetischen Code als Strukturprinzipzugrunde gelegt. Sie lassen Drohnen auf die Bühne, die Erforschung der Künstlichen Intelligenz gilt als Ihre größte Inspirationsquelle.
Wie verträgt sich das mit Körpern aus Fleisch und Blut?
WMG Ich bin in den Siebzigern in Manchester aufgewachsen und habe viel Zeit mit Computerspielen und
Programmieren verbracht. Ich sehe diese Welt nicht getrennt von der realen. Wenn ich über ein neues
Stück nachdenke, denke ich an die Tänzer und ihre Körper, die Musik und die Bühne, aber auch daran, welche technischen Neuerungen wir benutzen oder erfinden können. Ich arbeite dauernd an neuen Erfindungen, einige davon, wie besagte Drohnen, die in Echtzeit auf reale Körper reagieren, finden
Eingang in meine Produktionen, andere werden verworfen. Auch das Verwerfen ist wichtig, um dort
hinzukommen, wo es richtig interessant wird.

MJ Sie werden in München unter anderem die Stücke Kairos und Borderlands zeigen, entstanden
2013 mit dem San Francisco Ballet beziehungsweise 2014 mit dem Ballett Zürich. Warum haben Sie nicht ein Stück Ihrer eigenen Compagnie Wayne McGregor gewählt?
WMG Die Stücke, die ich für meine Compagnie mache, sind in der Regel abendfüllend. Ich wollte mit
den Münchner Tänzern aber nicht nur etwas einstudieren, sondern auch etwas Neues kreieren. Das sind ganz unterschiedliche Herausforderungen. Kairos und Borderlands habe ich ausgesucht, weil ich die Zusammenarbeit mit Künstlern verschiedenster Bereiche so wichtig finde. Mit dem Komponisten Max Richter arbeite ich oft zusammen und ich liebe seine Idee, Vivaldis Vier Jahreszeiten so zu abstrahieren und neu zu rhythmisieren, dass man die bekannten musikalischen Motive eben noch erkennt und dann nicht mehr. Mit der Bühne von Idris Khan ist es ganz ähnlich: Je länger man die Installation anschaut, umso mehr verliert man das Vertrauen in seine Wahrnehmung. Damit bietet Kairos eine gute Einführung
in meine Arbeit. Borderlands dagegen rekurriert auf die Farbtheorie des Bauhaus-Künstlers Josef Albers und ist ganz pur: ein leerer Raum, eine vibrierende Körperlichkeit und eine eher aggressive Musik. Und das Verbindungsstück zwischen diesen beiden wird das neue Werk sein, nach dem Musikstück Circle Map von Kaija Saariaho, einer großartigen finnischen Komponistin, die Gedichte des Sufi-Mystikers Rumi, den Klang des Orchesters und Elektronik kombiniert. Es ist weniger rhythmisch als vielmehr geisterhaft-schräg und in sechs Abschnitte gegliedert, die jeder fast wie ein eigenes Stück wirken.
MJ Sie kommen gerade vom Casting. Worauf achten Sie bei Tänzern, die Sie nicht kennen?
WMG Natürlich sollte das Instrument Körper fantastisch sein. Ich möchte aber auch, dass die Tänzer maximal neugierig und wirklich offen für Herausforderungen sind. Damit kann selbst jemand, der noch
nie ein modernes Stück getanzt hat, die außergewöhnlichsten Dinge zuwege bringen. Für mich ist
immer wichtig, wie Tänzer miteinander und mit mir interagieren. Oft entscheide ich mich dann für
den Tänzer oder die Tänzerin, die beim Hereinkommen „Hallo“ sagt.
MJ So einfach?
WMG So einfach!

 

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Biografien

Dirigent

Koen Kessels, wurde in Oostende Belgien geboren und studierte am Royal Conservatoire in Antwerpen. 2010 wurde er zum Musikdirektor des Birmingham Royal Ballet ernannt. Bereits seit der Saison 2015/16 ist er Musikdirektor des Royal Ballet in London.

Koen Kessels ist häufiger Gastdirigent des Dutch National Ballet, des Wiener Staatsballetts, des Ballet de l’Opéra de Paris und des Théâtre du Capitole in Toulouse. Außerdem dirigierte er bereits für das New York City Ballet, Teatro dell’ Opera di Roma, Teatro Real Madrid, das New National Theatre Tokyo und für La Monnaie/de Munt in Brüssel.

 Sein Ballettrepertoire umfasst: Coppélia, La Source, Sylvia, Giselle, Don Quichote, Cinderella, Romeo und Julia, Der Nußknacker, Schwanensee, Dornröschen, Der Feuervogel, Petruschka, Apollo, Les Noces, Der verlorene Sohn, Jewels, The Prince of the Pagodas, Hurlevent, Carmina Burana, Proust ou l’Intermittence du Coeur, Hommage à Jerôme Robbins, The Two Pigeons, Le Parc, Symphonie in C, M Julie, Bolero, La Valse, Suite en Blanc, L’Arlésienne, Fall River Legend, Alice im Wunderland, After the Rain, Within the Golden Hour, Judas Tree, und die Uraufführungen von World Premieres of Psyche, Untouchable, Flight Patterns, Frankenstein, Symphonic Dances, Strapless, Corybantic Dances, Raven Girl, Woolf Works und Yugen.

DVD Aufnahmen wurden zu folgenden Stücken veröffentlicht: Proust, Cinderella, Coppélia, Hommage à Jerôme Robbins und La Petite Danseuse mit dem Ballet de l’Opéra de Paris, Der Nußknacker, Dornröschen und Frankenstein mit dem Royal Ballet und Cinderella mit dem Birmingham Royal Ballet.

Koen Kessels Opernrepertoire umfasst: Kaija Saariahos L’Amour de loin Opera repertory includes Kaija Saariaho’s L’Amour de loin (Antwerp Opera), Hosokawa’s Hanjo (De Keersmaeker), Lens/Cave/Cherkaoui Shell Shock (La Monnaie, Brussels) und Opern von Mozart, Bizet, Verdi, Puccini, Britten und Maxwell Davies.

Koen Kessels ist Honorarprofessor an der Universität Birmingham, künstlerischer Leiter von Inspiratum und Vorsitzender der künstlerischen Leitung am Royal Conservatory in Antwerpen.

Als künstlerischer Leiter des HERMESensemble hat er bereits mit Komponisten wie Abrahamsen, Bartholomée, Benjamin, Brewaeys, Ferrari, Henderickx, Hosokawa, Van Hove, Zev Gordon, Dusapin, Huber, Maresz, Murail, Pagh-Paan, Van Parys, Saariaho, Talbot und Yared zusammengearbeitet.

Portrait Wayne McGregor ist seine erste Arbeit am Bayerischen Staatsballett. (Stand: März 2018)

 

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