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Ballett in drei Akten nach William Shakespeare

Choreographie John Cranko · Komponist Sergej Prokofjew

Sonntag, 09. November 2008
15.00 Uhr – 17.45 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 45 Minuten · 1. Akt (ca. 15.00 - 16.00 Uhr) · Pause (ca. 16.00 - 16.30 Uhr) · 2. Akt (ca. 16.30 - 17.10 Uhr) · 3. Akt (ca. 17.10 - 17.44 Uhr)

Preise G

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Besetzung

Musikalische Leitung
Valery Ovsyanikov
Inszenierung
John Cranko
Choreographie
John Cranko
Einstudierung
Stefan Erler
Bühne und Kostüme
Jürgen Rose

Julia
Ilana Werner
Romeo
Karen Azatyan
Tybalt
Cyril Pierre
Graf Paris
Maxim Chashchegorov
Mercutio
Tigran Mikayelyan
Benvolio
Javier Amo
Graf Capulet
Vincent Loermans
Gräfin Capulet
Silvia Confalonieri
Faschingsprinz
Grégory Mislin
Julias Amme
Irene Steinbeißer
Pater Lorenzo
Peter Jolesch
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Medien

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Crankos Romeo und Julia zeichnet sich durch eine ganz unverschlüsselt geradlinige, musikalische Handlungsführung aus, die das Geschehen für jeden auch ohne Programmheft-Erläuterungen verständlich erzählt. Seine geniale choreographische Handschrift verwandelt jede seelische Regung in eine spezifische tänzerische Bewegung.

Crankos Vokabular ist klassisch. Es vereinigt jedoch Einflüsse der bis ins Akrobatische gehenden Virtuosität des sowjetischen Balletts mit der Subtilität der englischen Schule, ganz besonders in seinen unerreichten Liebes-Pas de deux. Seit 1968 steht dieses Ballett unverändert auf dem Spielplan im Nationaltheater und es gibt keinen Grund, dass es nicht für viele weitere Jahre dort getanzt werden sollte.





 

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1. Akt

1.Szene: Morgendämmerung in Verona. Romeo erklärt der schönen Rosalinde seine Liebe. Als die Stadt erwacht, füllt sich der Marktplatz mit Leuten, und ein Kampf entbrennt zwischen den beiden rivalisierenden Familien Capulet und Montague. Der Herzog von Verona warnt die Familien: wenn weiter Unfrieden zwischen ihnen herrscht, werde er sie bestrafen müssen, selbst mit dem Tode.

2. Szene: Julia erhält von ihrer Mutter, der Gräfin Capulet, ihr erstes Ballkleid. Morgen wird sie ihren Verlobten, den Grafen Paris, zu ersten Mal treffen. Nun muss sie von ihrer Kindheit Abschied nehmen.

3. Szene: Die Capulets geben ein großes Ballfest. Die Gäste erscheinen, unter ihnen Rosalinde. Romeo, der Sohn des Grafen Montague, und seine Freunde Benvolio und Mercutio folgen ihr – verkleidet und maskiert – zu der Gesellschaft.

4. Szene: Auf dem Ball trifft Julia den Grafen Paris und tanzt mit ihm. Dort sieht sie auch Romeo und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn, obwohl sie nur einige Augenblicke zusammen sind. Tybalt, ein Neffe der Gräfin Capulet, argwöhnt Romeos Identität und versucht, eine Auseinandersetzung herbeizuführen. Er wird aber von Julias Vater daran gehindert.

5. Szene: Julia träumt auf dem Balkon von Romeo; da stiehlt sich der Geliebte in den Garten. Sie erklären sich ihre Liebe und versprechen sich ewige Treue.

2. Akt

1. Szene: Erntezeit. Ein großer Karneval ist in Gange, doch Romeo hat wenig Lust auf das Fest. Julias Amme bringt ihm einen Brief, in dem Julia ihn bittet, zu Pater Lorenzos Klause zu kommen.

2. Szene: Romeo und Julia werden von Pater Lorenzo getraut.

3. Szene: Der Karneval geht weiter, als Romeo von der Hochzeit zurückkehrt. Tybalt fordert ihn heraus, doch Romeo hält sich zurück. Aber Mercutio beginnt ein Duell mit Tybalt und wird von ihm hinterhältig getötet. Um Mercutio zu rächen, tötet Romeo Tybalt.

3. Akt

1. Szene: Romeo und Julia waren die ganze Nacht zusammen. Nun, bei Sonnenaufgang, muss Romeo Verona verlassen. Graf und Gräfin Capulet stellen Graf Paris ihre Tochter vor. Julia weigert sich, ihn zu heiraten.

2. Szene: In ihrer Not eilt Julia zu Pater Lorenzo. Er gibt ihr einen Schlaftrunk, der sie in Scheintod versetzen wird. Der Plan ist, dass sie in die Familiengruft gebracht wird und dort Romeo zu ihr kommen und mit ihr fliehen kann.

3. Szene: Julia gibt vor, in die Heirat mit Graf Paris einzuwilligen; dann nimmt sie den Schlaftrunk. Man findet sie, scheinbar tot, an dem Tag, der ihr Hochzeitstag hätte werden sollen.

4. Szene: Romeo hat von Pater Lorenzo nichts gehört. Als er erfährt, dass Julia tot sei, glaubt er die schreckliche Nachricht. Er eilt zur Gruft der Capulets, findet dort den trauernden Paris und tötet ihn. Dann stößt sich Romeo selbst den Dolch ins Herz und stirbt neben der aufgebahrten Geliebten. Julia erwacht und findet Romeo tot neben sich. Unfähig, das Leben ohne ihn zu ertragen, tötet sie sich und stirbt, ihren Gatten umarmend.

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Biografien

1960 in Moskau geboren, wurde nach seinem Studium am St. Petersburger Konservatorium bei Prof. W. A. Fjedotow Dirigent am dortigen Mariinski-Theater.

Er ist häufiger Gastdirigent des Royal Ballet London, des Königlich Schwedischen Balletts in Stockholm und des Finnischen Nationalballetts. Dazu kommen Konzertverpflichtungen bei zahlreichen Orchestern, u.a. Symphonie San José, Philharmonie Rochester, Pacific SO, Mexico City PO, in Turin, Ankara, Madrid, Frankfurt, Helsinki.

Valery Ovsynanikov obliegt die musikalische Leitung der Waganova Ballettakademie in St. Petersburg.

Zu seinem Ballettrepertoire zählen
Schwanensee, Dornröschen, Der Nussknacker, La Bayadère, Le Corsaire, Don Quijote, Giselle, Romeo und Julia, Cinderella, La Sylphide (Løvenskiold), La Fille mal gardée, Symphonie in C, Apollon Musaget. und viele andere große Werke. 

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