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Ballett in drei Akten nach William Shakespeare

Choreographie John Cranko · Komponist Sergej Prokofjew

Dienstag, 28. Februar 2017
19.30 Uhr – 22.15 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 45 Minuten · 1. Akt (ca. 19.30 - 20.30 Uhr) · Pause (ca. 20.30 - 21.00 Uhr) · 2. Akt (ca. 21.00 - 21.40 Uhr) · 3. Akt (ca. 21.40 - 22.14 Uhr)

Preise G

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Besetzung

Musikalische Leitung
Robertas Šervenikas
Choreographie
John Cranko
Inszenierung
John Cranko
Einstudierung
Georgette Tsinguirides
Bühne und Kostüme
Jürgen Rose

Tybalt
Tigran Mikayelyan
Julias Amme
Elaine Underwood
Pater Lorenzo
Peter Jolesch
Julia
Ksenia Ryzhkova
Romeo
Jonah Cook
Graf Paris
Matteo Dilaghi
Mercutio
Alexey Popov
Benvolio
Alexander Omelchenko
Graf Capulet
Norbert Graf
Gräfin Capulet
Séverine Ferrolier
Zigeunerin
Luiza Bernardes Bertho, Evgenia Dolmatova, Mia Rudic
Faschingsprinz
Wentao Li
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Medien

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Crankos Romeo und Julia zeichnet sich durch eine ganz unverschlüsselt geradlinige, musikalische Handlungsführung aus, die das Geschehen für jeden auch ohne Programmheft-Erläuterungen verständlich erzählt. Seine geniale choreographische Handschrift verwandelt jede seelische Regung in eine spezifische tänzerische Bewegung.

Crankos Vokabular ist klassisch. Es vereinigt jedoch Einflüsse der bis ins Akrobatische gehenden Virtuosität des sowjetischen Balletts mit der Subtilität der englischen Schule, ganz besonders in seinen unerreichten Liebes-Pas de deux. Seit 1968 steht dieses Ballett unverändert auf dem Spielplan im Nationaltheater und es gibt keinen Grund, dass es nicht für viele weitere Jahre dort getanzt werden sollte.





 

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1. Akt

1.Szene: Morgendämmerung in Verona. Romeo erklärt der schönen Rosalinde seine Liebe. Als die Stadt erwacht, füllt sich der Marktplatz mit Leuten, und ein Kampf entbrennt zwischen den beiden rivalisierenden Familien Capulet und Montague. Der Herzog von Verona warnt die Familien: wenn weiter Unfrieden zwischen ihnen herrscht, werde er sie bestrafen müssen, selbst mit dem Tode.

2. Szene: Julia erhält von ihrer Mutter, der Gräfin Capulet, ihr erstes Ballkleid. Morgen wird sie ihren Verlobten, den Grafen Paris, zu ersten Mal treffen. Nun muss sie von ihrer Kindheit Abschied nehmen.

3. Szene: Die Capulets geben ein großes Ballfest. Die Gäste erscheinen, unter ihnen Rosalinde. Romeo, der Sohn des Grafen Montague, und seine Freunde Benvolio und Mercutio folgen ihr – verkleidet und maskiert – zu der Gesellschaft.

4. Szene: Auf dem Ball trifft Julia den Grafen Paris und tanzt mit ihm. Dort sieht sie auch Romeo und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn, obwohl sie nur einige Augenblicke zusammen sind. Tybalt, ein Neffe der Gräfin Capulet, argwöhnt Romeos Identität und versucht, eine Auseinandersetzung herbeizuführen. Er wird aber von Julias Vater daran gehindert.

5. Szene: Julia träumt auf dem Balkon von Romeo; da stiehlt sich der Geliebte in den Garten. Sie erklären sich ihre Liebe und versprechen sich ewige Treue.

2. Akt

1. Szene: Erntezeit. Ein großer Karneval ist in Gange, doch Romeo hat wenig Lust auf das Fest. Julias Amme bringt ihm einen Brief, in dem Julia ihn bittet, zu Pater Lorenzos Klause zu kommen.

2. Szene: Romeo und Julia werden von Pater Lorenzo getraut.

3. Szene: Der Karneval geht weiter, als Romeo von der Hochzeit zurückkehrt. Tybalt fordert ihn heraus, doch Romeo hält sich zurück. Aber Mercutio beginnt ein Duell mit Tybalt und wird von ihm hinterhältig getötet. Um Mercutio zu rächen, tötet Romeo Tybalt.

3. Akt

1. Szene: Romeo und Julia waren die ganze Nacht zusammen. Nun, bei Sonnenaufgang, muss Romeo Verona verlassen. Graf und Gräfin Capulet stellen Graf Paris ihre Tochter vor. Julia weigert sich, ihn zu heiraten.

2. Szene: In ihrer Not eilt Julia zu Pater Lorenzo. Er gibt ihr einen Schlaftrunk, der sie in Scheintod versetzen wird. Der Plan ist, dass sie in die Familiengruft gebracht wird und dort Romeo zu ihr kommen und mit ihr fliehen kann.

3. Szene: Julia gibt vor, in die Heirat mit Graf Paris einzuwilligen; dann nimmt sie den Schlaftrunk. Man findet sie, scheinbar tot, an dem Tag, der ihr Hochzeitstag hätte werden sollen.

4. Szene: Romeo hat von Pater Lorenzo nichts gehört. Als er erfährt, dass Julia tot sei, glaubt er die schreckliche Nachricht. Er eilt zur Gruft der Capulets, findet dort den trauernden Paris und tötet ihn. Dann stößt sich Romeo selbst den Dolch ins Herz und stirbt neben der aufgebahrten Geliebten. Julia erwacht und findet Romeo tot neben sich. Unfähig, das Leben ohne ihn zu ertragen, tötet sie sich und stirbt, ihren Gatten umarmend.

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Biografien

Erster Solist

Tigran Mikayelyan wurde in Yerewan/Armenien geboren. Hier begann er seine Tanzausbildung 1989 an der Armenischen Ballettschule Yerewan, bevor er 1997 an die Schweizerische Ballettberufsschule SBBS in Zürich wechselte, in der er Stipendiat der Nurejew-Stiftung war. Sein erstes Engagement trat er 1998 beim Zürcher Ballett an, in dem er 1999 zum Halbsolisten und 2003 zum Solisten ernannt wurde. 

Seit der Spielzeit 2005/2006 ist er als Solist beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Sein Debüt gab er im Rahmen des China-Gastspiels im Oktober 2005 in Shanghai als Béranger in Raymonda (R. Barra). Seinen ersten Auftritt im Nationaltheater hatte er als Goldenes Idol in La Bayadère (P. Bart). Zum Beginn der Spielzeit 2007/2008 wurde Tigran Mikayelyan zum Ersten Solisten befördert. Mit der Ende der Spielzeit 2017/18 beendet Tigran Mikayelyan seine aktive Tänzerkarriere und verlässt nach 13 Jahren das Bayerische Staatsballett.

Auszeichnungen

  • Erster Platz beim armenischen Ballettwettbewerb Amadeus
  • Prix Niveau Professional
  • Honored Artist of Armenia
  • Theaterpreis des Münchner Merkurs
  • Nominierung FAUST Theaterpreis für Ali in Le Corsaire

Debüts beim Bayerischen Staatsballett

Elemental (J. Godani)
Limb's Theorem (W. Forsythe)
Prinz Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Ali und Konrad in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)
Der Ewige in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Antonio in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Große Fuge (H. v. Manen)
Solor in La Bayadère (P. Bart)
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)
Vogel-Geister in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Erste Variation in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Des Grieux und Gaston Rieux in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylian), Kreation
Faun in L'Après-midi d'un faune (V. Nijinsky)
Béranger in Raymonda (M. Petipa)
Lenski in Onegin (J. Cranko)
Abderakhman in Raymonda (M. Petipa)
Pas de deux 1 in Artifact (W. Forsythe)
Der Erste Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Man 1 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Briaxis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Prinz Désire in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška)
Der König in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Basilio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Ballettmeister Drosselmeier in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Petrucchio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
3. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Der Freund des Mohren in The Moor's Pavane (José Limón)
2. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Unitxt (R. Siegal), Kreation
Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Anführer des Männertanzes in Le Sacre du printemps (M. Wigman)
Lucien d'Hervilly in Paquita (M. Petipa/A. Ratmansky)
In A Landscape (R. Siegal)
2. Pas de deux in In the Night (J. Robbins)
Tybalt in Romeo und Julia (J. Cranko)
Hortensio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Lewis Carroll / Das weiße Kaninchen in Alice im Wunderland (C. Wheeldon)
Stiwa in Anna Karenina (C. Spuck)

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