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Lyrisches Märchen in drei Akten

Komponist Antonín Dvořák · Libretto von Jaroslav Kvapil
In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Sonntag, 18. Juni 2017
19.00 Uhr – 22.20 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 20 Minuten · 1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.50 - 21.20 Uhr)

Freier Verkauf · Serie 26

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Besetzung

Musikalische Leitung
Andris Nelsons
Inszenierung
Martin Kušej
Bühne
Martin Zehetgruber
Kostüme
Heidi Hackl
Licht
Reinhard Traub
Chor
Sören Eckhoff
Dramaturgie
Olaf A. Schmitt

Der Prinz
Dmytro Popov
Die fremde Fürstin
Nadia Krasteva
Rusalka
Kristine Opolais
Der Wassermann
Günther Groissböck
Die Hexe
Helena Zubanovich
Der Förster
Ulrich Reß
Der Küchenjunge
Tara Erraught
1. Waldnymphe
Evgeniya Sotnikova
2. Waldnymphe
Rachael Wilson
3. Waldnymphe
Alyona Abramowa
Ein Jäger
Sean Michael Plumb
Orchester
Bayerisches Staatsorchester
Chor
Chor der Bayerischen Staatsoper
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Rusalka fühlt sich gefangen in ihrer Welt, aus der sie nicht entkommen kann. Sie ist bereit, ihre Unsterblichkeit für eine menschliche Seele aufzugeben, um die Liebe des Prinzen zu erlangen. Bezahlen muss sie dafür mit ihrer Stimme. Verstummt und befreit aus ihrer dunklen Welt muss sie mit ansehen, wie der Prinz eine fremde Frau ihr vorzieht – zu ihrer beider Verhängnis. Sie kann nicht leben, sie kann nicht sterben und verhilft dem Prinzen am Ende dennoch mit einem „rettenden“ Kuss zu seinem Tod.

Antonín Dvořák und sein Librettist Jaroslav Kvapil vermischen in ihrer 1901 uraufgeführten Oper Rusalka den slawischen Mythos der untoten Rächerin aus dem Wasser mit Märchenfiguren wie Friedrich de la Motte Fouqués Undine und Hans Christian Andersens kleine Seejungfrau vor dem Hintergrund der düsteren Sagen des Dichters Karel Jaromír Erben. Die faszinierenden Klangwelten, die liedhaften und hochdramatischen Momente ließen Rusalka zu einer der erfolgreichsten tschechischen Opern werden.

 

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Die Figuren in Antonín Dvořáks Oper tragen keine eigenen Namen, sie heißen wie ihr Wesen oder ihr Beruf. In der deutschsprachigen Rezeption behalten nur die Rusalka (die Nixe) und die Ježibaba (die Hexe) ihre tschechische Bezeichnung.

Erster Akt

Drei Waldnymphen scherzen mit dem Wassermann, der versucht, eine von ihnen zu fangen. Die Rusalka hingegen sehnt sich danach, der Wasserwelt zu entkommen und eine Seele zu besitzen, um die Liebe eines Menschen zu erfahren. Selbst die Warnungen des Wassermanns können sie nicht umstimmen. Sie fleht die Ježibaba an, aus ihr einen Menschen zu machen. Dafür muss die Rusalka jedoch ihre Stimme opfern. Sollte es ihr nicht gelingen, die Liebe eines Menschen zu erlangen, wird sie dem Fluch der Wassermächte verfallen und auch den Geliebten in Verdammnis ziehen.
Auf der Jagd folgt der Prinz der Spur eines weißen Rehs und trifft auf die Rusalka. Fasziniert nimmt er sie mit zu sich.

Zweiter Akt

Bei den Festvorbereitungen erfährt der Förster vom Küchenjungen, dass der Prinz das „seltsame Wesen“ heiraten wolle, das er eine Woche zuvor aus dem Wald mitgebracht hat. Der Prinz wirft der Rusalka ihre Kühle vor. Die fremde Fürstin fordert den Prinzen auf, sich um seine Gäste zu kümmern. Die Rusalka sieht die beiden miteinander weggehen und bleibt allein zurück. Der Wassermann hat die Rusalka aufgesucht und beklagt ihr Schicksal. In seiner Anwesenheit erhält sie ihre Stimme wieder und sieht sich zwischen Leben und Tod gefangen.

Die fremde Fürstin hat das Herz des Prinzen erobert, der die Rusalka von sich stößt. Die Stimme des Wassermanns droht ihm, ihrer Umarmung nicht entkommen zu können.

Dritter Akt

Verzweifelt sucht die Rusalka erneut Hilfe bei der Ježibaba. Doch nur durch das Blut des Verführers könne sie zurück in die Wasserwelt. Die Rusalka aber weist das ihr gebotene Messer zurück. Daraufhin verstoßen sie die Wassernixen. Der Förster und der Küchenjunge fragen die Ježibaba um Rat für den verwirrten Prinzen. Als sie die Rusalka für seinen Zustand verantwortlich machen, erinnert der Wassermann daran, dass der Prinz sie verlassen hat und schwört Rache.

Der Wassermann klagt den Waldnymphen Los der Rusalka. Der Prinz sucht verzweifelt seine verstoßene Geliebte und erbittet ihren tödlichen Kuss. Die Rusalka fleht um Gnade für seine Seele.

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Biografien

Andris Nelsons, geboren in Riga, war von 2003 bis 2007 Musikalischer Leiter der Lettischen Staatsoper, von 2006 bis 2009 Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und von 2009 bis 2015 Musikdirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra. Seit der Saison 2014/15 steht er dem Boston Symphony Orchestra als deren Musikdirektor vor. Er dirigierte Orchester wie die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, das Royal Concertgebouworkest Amsterdam sowie das Philharmonia Orchestra London und ist designierter Gewandhauskapellmeister. Engagements führten ihn zudem an renommierte Opernhäuser weltweit, darunter die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House Covent Garden in London und die Staatsopern Berlin und Wien sowie zu den Bayreuther Festspielen. (Stand: 2017)

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