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Musik-Drama in einem Aufzug nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung (1905)

Komponist Richard Strauss
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Donnerstag, 27. Juni 2019
19.00 Uhr
Nationaltheater

Freier Verkauf · Serie 44

Preise S, € 243 / 213 / 183 / 143 / 102 / 67 / 21 / 16

Karten

Premiere am 27. Juni 2019

Die Premiere wird live auf BR-KLASSIK übertragen.

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Kirill Petrenko
Inszenierung
Krzysztof Warlikowski
Mitarbeit Inszenierung
Marielle Kahn
Bühne und Kostüme
Małgorzata Szczęśniak
Video
Denis Guéguin
Licht
Felice Ross
Choreographie
Claude Bardouil

Herodes
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
Herodias
Michaela Schuster
Salome
Marlis Petersen
Jochanaan
Wolfgang Koch
Narraboth
Pavol Breslik
Ein Page der Herodias
Rachael Wilson
Erster Jude
Scott MacAllister
Zweiter Jude
Michael Porter
Dritter Jude
Kristofer Lundin
Vierter Jude
Kevin Conners
Fünfter Jude
Peter Lobert
Erster Nazarener
Callum Thorpe
Zweiter Nazarener
Ulrich Reß
Erster Soldat
Kristof Klorek
Zweiter Soldat
Alexander Milev
Ein Cappadocier
Milan Siljanov
Eine Sklavin
Mirjam Mesak
  • Bayerisches Staatsorchester

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Mediathek

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Mehr dazu

„Wie schön ist die Prinzessin Salome heute nacht!“ Oscar Wildes französisches Drama, vom Komponisten selbst als Operntext eingerichtet, war ein Geniestreich des Fin de siècle, ein Skandal zum einen und andererseits voll im Trend, ein künstlerischer und auch finanzieller Erfolg, von dem sich Richard Strauss seine Villa in Garmisch leisten konnte. Den Kopf des Propheten Jochanaan, der sie abgewiesen hat, wünscht sich Salome von ihrem lüsternen Stiefvater – und er kann ihr, da ihn sein Schwur bindet, den Wunsch nicht abschlagen. So stirbt der eifernde Mahner, und mit ihm geht auch die Prinzessin zugrunde – „Man töte dieses Weib!“ Krzysztof Warlikowski, ist überzeugt, dass Salome viel von den Widersprüchen der Entstehungszeit erzählt, dass in diesem Stück aber auch viel von dem aufgehoben ist, was damals noch Zukunft war: „Es ist nicht nur wichtig, was im Kunstwerk selbst steckt, sei es nun Oscar Wilde oder Richard Strauss, sondern auch der ganze Kontext, den das Christentum und die Geschichte des 20. Jahrhunderts diesem Werk hinzufügen.“

 

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Biografien

Kirill Petrenko wurde 1972 in Omsk geboren und studierte dort an der Musikfachschule Klavier. Mit elf Jahren trat er als Pianist zum ersten Mal mit dem dortigen Symphonieorchester öffentlich auf. 1990 übersiedelte die Familie (Vater Geiger, Mutter Musikwissenschaftlerin) nach Vorarlberg, wo der Vater eine Stelle als Orchestermusiker und Musiklehrer annahm. Kirill Petrenko studierte zuerst weiter in Feldkirch und dann Dirigieren an der Musikuniversität in Wien. 

Direkt nach dem Abschluss engagierte ihn Nikolaus Bachler an die  Wiener Volksoper. Von 1999 bis 2002 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor am Meininger Theater. Mit seinem Dirigat von Wagners Der Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Christine Mielitz und in der Ausstattung von Alfred Hrdlicka erregte er 2001 zum ersten Mal internationales Aufsehen. Im Jahr 2002 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin an, wo er bis 2007 eine Reihe von prägenden Produktionen leitete.

Parallel zu seinen Positionen in Meiningen und Berlin entwickelte sich sehr rasch seine internationale Karriere. Im Jahre 2000 debütierte Kirill Petrenko beim Maggio Musicale Fiorentino, 2001 an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden, 2003 am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Opéra National de Paris, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Bayerischen Staatsoper sowie an der Metropolitan Opera in New York und 2005 an der Oper Frankfurt. Von 2006 bis 2008 erarbeitete er gemeinsam mit Peter Stein in Lyon Inszenierungen der drei Puschkin-Opern Tschaikowskys (Mazeppa, Eugen Onegin und Pique Dame), die im Frühjahr 2010 auch als Zyklus gezeigt wurden.

Seit seinem Weggang von der Komischen Oper Berlin war Kirill Petrenko als Dirigent freischaffend tätig. In dieser Zeit leitete er unter anderem 2009 an der Bayerischen Staatsoper die Neuproduktion von Janáčeks Jenůfa (Inszenierung: Barbara Frey). In Frankfurt interpretierte er Pfitzners Palestrina (Inszenierung: Harry Kupfer) und Puccinis Tosca (Inszenierung: Andreas Kriegenburg). Im Jahr 2011 folgten dann zwei Neuproduktionen von Tristan und Isolde, zuerst an der Opéra National de Lyon und dann bei der Ruhrtriennale.

Zu den wichtigsten Orchestern, die Kirill Petrenko bisher geleitet hat, gehören die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das Sinfonieorchester des WDR Köln, die Hamburger Philharmoniker und das NDR-Sinfonieorchester Hamburg, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Radio-Symphonieorchester Wien, die Wiener Symphoniker, das Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Orchestra Santa Cecilia in Rom, das Orchester der RAI Turin und das Israel Philharmonic Orchestra. Außerdem dirigierte Kirill Petrenko Konzerte bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen. Von 2013 bis 2015 leitete er Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen.


Im Herbst 2013 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, das er bis Ende der Spielzeit 2019/20 innehaben wird. Seither hat er die Premieren von Die Frau ohne SchattenLa clemenza di TitoDie Soldaten, Lucia di LammermoorLulu, Die Meistersinger von Nürnberg, Lady Macbeth von Mzensk und Tannhäuser geleitet, im Januar 2016 erarbeitete er die Uraufführung von Miroslav Srnkas South Pole.

 

Kirill Petrenko wurde im Juni 2015 zum zukünftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gewählt; diese Position wird er im Herbst 2019 antreten. In der Spielzeit 2017/18 leitet Kirill Petrenko die Neuinszenierungen von Il trittico und Parisfal. Außerdem dirigiert er die Wiederaufnahme von Der Rosenkavalier, drei komplette Ring-Zyklen, sowie drei Akademiekonzerte.

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