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Melodramma tragico in zwei Akten

Komponist Gioachino Rossini · Libretto von Gaetano Rossi nach "Sémiramis" von Voltaire
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Samstag, 02. Juni 2018
18.00 Uhr
Nationaltheater

1 Pause zwischen 1. Akt und 2. Akt (ca. 19.55 - 20.25 Uhr)

Freier Verkauf · Serie 13

Preise K, € 132 / 115 / 95 / 74 / 52 / 30 / 14 / 10

Karten

Premiere am 12. Februar 2017

  • Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden, London

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Riccardo Frizza
Inszenierung
David Alden
Bühne
Paul Steinberg
Kostüme
Buki Shiff
Video
Robert Pflanz
Choreographie
Beate Vollack
Licht
Michael Bauer
Regiemitarbeit
Frauke Meyer
Dramaturgie
Daniel Menne
Chor
Stellario Fagone

Semiramide
Albina Shagimuratova
Assur
Alex Esposito
Arsace
Daniela Barcellona
Idreno
Michele Angelini
Azema
Elsa Benoit
Oroe
Bálint Szabó
Mitrane
Galeano Salas
L'ombra di Nino
Oleg Davydov

Besetzung für alle Termine

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Mediathek

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Mehr dazu

Die Herrscherin Semiramide wird von den Schatten ihrer Vergangenheit verfolgt: Gemeinsam mit ihrem Geliebten Assur hatte sie einst ihren Ehemann, König Nino, ermordet - eine Schuld, die seitdem schwer auf ihr lastet. Von einer Heirat mit Arsace erhofft sie sich Seelenfrieden, doch sie hat sich in den Falschen verliebt: Arsace liebt nicht nur eine andere, er ist auch, wie sich herausstellt, Semiramides und Ninos tot geglaubter Sohn. Dieser sieht sich vor die Entscheidung gestellt: Soll er den Tod des Vaters rächen - und dadurch zum Muttermörder werden? 

Gioachino Rossinis letzte Opera seria, im 19. Jahrhundert eines seiner meistgespielten Werke, zeigt seine Protagonisten bei ihren verzweifelten Versuchen, der unerbittlichen Macht des Schicksals zu entkommen, die Kontrolle über die Folgen des eigenen Handelns zu behalten und sich aus den undurchschaubaren Verstrickungen aus Macht, Gewalt und Leidenschaft zu lösen.

 

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Die Handlung

Vorgeschichte
Anderthalb Jahrzehnte zuvor hat die babylonische Königin Semiramide gemeinsam mit ihrem damaligen Geliebten Assur ihren Gemahl, König Nino, vergiftet. Semiramide herrscht seitdem allein über Babylon. Im Tumult des Attentats verschwand Semiramides und Ninos gemeinsamer Sohn Ninia, der seit diesem Tag verschollen ist.

1. Akt
Im Tempel des Baal gerät der Oberpriester Oroe während des Gebets in den Zustand der Ekstase: Die Gottheit gibt ihm ein, dass der Augenblick der Rache und der Gerechtigkeit nicht mehr fern sei. Die Babylonier sowie Herrscher und Völker anderer Länder, darunter der indische Prinz Idreno mit seinem Gefolge, strömen in den Tempel: Sie alle erwarten von Semiramide, dass sie an diesem Tag endlich den Thronfolger bestimmt. Assur ist davon überzeugt, dass sie ihn aufgrund seiner langjährigen Treue zum König ernennt. Semiramide versucht die Wahl hinauszuzögern, denn sie erwartet die Ankunft des jungen Feldherrn Arsace, den sie nach Babylon beordert hat, um ihm die Krone aufzusetzen. Die Menge drängt sie jedoch zu einer sofortigen Entscheidung. Als sie den Namen des zukünftigen Königs aussprechen will, fährt ein greller Blitz nieder und das heilige Altarfeuer erlischt. Alle Anwesenden sehen hierin ein Zeichen des Unheils für Babylon.

Arsace kommt in Babylon an. Er ist voller Sehnsucht nach Prinzessin Azema, die er liebt, seit er ihr einst das Leben gerettet hat. Oroe offenbart Arsace, dass König Nino einst Opfer eines Verrats geworden ist.

Arsace und Assur erkennen in einem heftigen Schlagabtausch, dass sie beide um die Hand Azemas konkurrieren. Sie werfen sich gegenseitig vor, es in Wahrheit lediglich auf den Thron abgesehen zu haben. Ein Dritter wirbt ebenfalls um Azema: der indische Prinz Idreno. Azema jedoch ist in Arsace verliebt.

Freudig erwartet Semiramide Arsace, den sie heimlich liebt. Zudem erhofft sie sich von ihm, dass er ihrem schon lange währenden Seelenleiden ein Ende bereiten könne. Sie sieht sich hierin bestärkt durch einen Orakelspruch, demzufolge sie Frieden finden werde bei Arsaces Rückkehr. Semiramide will ihre Gefühle vor Arsace zunächst verbergen. Arsace schwärmt von seiner Liebe zu Azema, ohne jedoch deren Namen zu nennen. Semiramide bezieht diese Liebesbekundungen fälschlicherweise auf sich selbst.

Semiramide gibt eine Audienz im Thronsaal unweit der Grabkammer von König Nino. Sie verkündet zur allgemeinen Überraschung, dass sie Arsace zum neuen König erwählt habe und dass dieser auch ihr Gemahl werden solle. Azema gibt sie Idreno zur Frau. Als Semiramide Oroe gebietet, sie mit Arsace zu vermählen, wird sie erneut durch Donner und Blitz unterbrochen. Die Grabkammer öffnet sich, zu aller Entsetzen tritt Ninos Geist heraus. Er verkündet, dass Arsace herrschen werde. Vorher jedoch müsse eine alte Schuld gesühnt und ein Opfer gebracht werden. Arsace schwört dem Geist, seinen Weisungen Folge zu leisten, und fragt ihn, wen er töten soll. Doch der Geist verschwindet ohne ein weiteres Wort.

2. Akt

Semiramide und Assur weisen sich gegenseitig die Hauptschuld an Ninos Tod zu. Die Königin verdächtigt Assur zudem, ihren Sohn Ninia ermordet zu haben. Assur fordert von Semiramide die Einlösung ihres Versprechens, ihn zum König zu machen. Sie hingegen hält an ihrem Vorhaben fest, Arsace zu heiraten. Assur schwört Rache.

Oroe klärt Arsace über dessen wahre Identität auf: Arsace ist Ninia, der Sohn von Semiramide und Nino. Einem Brief, den der sterbende Nino geschrieben hatte, entnimmt er zudem, dass Nino auf Geheiß von Semiramide ermordet wurde. Arsace (eigentlich also Ninia) ist schockiert. Er erhält von Oroe das frühere Schwert König Ninos, um damit Rache zu üben.

Idreno erfährt von Azema, dass sie immer noch Arsace liebe. Er erinnert sie daran, dass sie ihm von Semiramide zur Frau gegeben worden ist. Azema will sich der Anordnung der Königin fügen. Idreno verheißt ihr, dass sie gemeinsam glücklich werden.

Arsace enthüllt Semiramide, dass er ihr tot geglaubter Sohn ist. Sie erwartet, dass er sie aus Rache für die Ermordung seines Vaters töten werde, doch Arsace vergibt seiner Mutter. Er eilt zu Ninos Grabkammer, um dort Assur zu töten.

Vor der Grabkammer hat Assur eine Schreckensvision: Er wähnt sich in der Gewalt eines furchterregenden Schattens, der ihn zu vernichten droht. Nachdem die Gestalt verschwunden ist, begibt sich Assur in die Grabkammer. Dort stößt er auf Arsace in Begleitung Oroes. Oroe gebietet Arsace, mit dem Schwert zuzustechen, doch im Dunkeln trifft dieser nicht Assur, sondern seine Mutter, die ihrem Sohn gefolgt war. Semiramide stirbt. Auf Befehl Oroes wird Assur abgeführt. Oroe verhindert, dass der verzweifelte Arsace sich selbst tötet. Unterdessen feiert das Volk Arsace als den neuen König von Babylon.

 

 

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Biografien

Riccardo Frizza studierte Dirigieren in Mailand, Pescara, Verona und Siena. Von 1994 bis 2000 war er Dirigent des Symphonieorchesters in Brescia.Gastdirigate führten ihn u.a. an die Metropolitan Opera New York, die Semperoper Dresden und in die Arena von Verona sowie an die Opernhäuser von Paris, Mailand, London, St. Petersburg, San Francisco und Madrid, zum Rossini Opera Festival in Pesaro und zum Festival in Aix-en-Provence. Er dirigierte u.a. das Leipziger Gewandhausorchester, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Mahler Chamber Orchestra und das Orchestra dellʼAccademia Nazionale di Santa Cecilia. Sein Repertoire umfasst vor allem Werke der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts von Rossini bis Verdi. (Stand 2014)

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Die Premiere von „Semiramide“ ist vorbei. Wie fandet Ihr Oper, Sänger, Musik und Inszenierung? Wir haben Eure Meinungen für eine kleine Twitter-Schau gesammelt. mehr lesen

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