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Dienstag, 22. Juni 2010
19.30 Uhr – 22.00 Uhr
Prinzregententheater

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten

Preise PE

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Besetzung

Choreographie
Terence Kohler
Musik
Philip Glass
Musik
Pierre Jodlowski
Bühne und Kostüme
Jordi Roig

Die Ballerina
Roberta Fernandes
Ihre Rivalin
Ekaterina Petina
Der erste Solist
Tigran Mikayelyan
Der Ballettdirektor
Peter Jolesch
Der Choreograph
Vincent Loermans
Der Detektiv
Alen Bottaini
Die französische Ballerina
Lucia Lacarra
Der französische Solist
Cyril Pierre
Der französische Ballettdirektor
Ivan Liška
Die russische Ballerina
Mia Rudic
Der russische Solist
Maxim Chashchegorov
Der Zar
Norbert Graf
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„Série Noire – Ein choreographischer Krimi“ ist ein Ballett, das der junge Choreograph Terence Kohler für das Münchner Ensemble kreiert hat. Inspiriert durch Krimiklassiker und Agentenfilme setzt Kohler ein kriminalistisches Sujet in eine spannungsgeladene, klassische Choreographie um.

Im Mittelpunkt steht ein fiktives Ballett, das in 150 Jahren nur zweimal aufgeführt worden ist. Bei jeder Premiere kam die Primaballerina auf tragische und ungeklärte Weise zu Tode. Auch die Wiederaufnahme des Stücks zu Beginn des 21. Jahrhunderts umgibt eine bedrohliche Aura: Während der Proben erlebt die ahnungslose Compagnie eine Verkettung merkwürdiger Vorfälle, die bei den beiden früheren Premieren jedes Mal zu dem mysteriösen Tod der Solistin geführt hatten.

In tänzerischen Rückblicken erfahren die Zuschauer mehr über die Hintergründe des verhängnisvollen Geschehens: Die Spurensuche führt auf eine Zeitreise zu den Aufführungsorten der beiden ersten Produktionen – ins Paris des 20. Jahrhunderts und noch weiter zurückliegend nach St. Petersburg ins 19. Jahrhundert.

Terence Kohler kam als Achtzehnjähriger 2002 an die Akademie des Tanzes in Mannheim. Birgit Keil förderte seine tänzerische und choreographische Begabung, nicht zuletzt durch ein Stipendium ihrer Tanzstiftung. Es entstanden Ballette wie „just before falling“ und „Intermezzo for 20“.

Mit Beginn der Spielzeit 2004/2005 wurde Terence Kohler als Tänzer und Choreograph ans Badische Staatstheater engagiert. In den folgenden Jahren wurde er mehrfach ausgezeichnet und gilt als eines der großen choreographischen Talente in Deutschland.

Mit Ende der Spielzeit 2007/2008 löste sich Kohler vom Karlsruher Ensemble und wagte mit der Uraufführung seines Balletts „Once Upon an Ever After“ für das Bayerische Staatsballett den Schritt in eine Karriere als freier Choreograph. Ivan Liška macht ihn jetzt zum Choreographer in residence, was ihm einerseits große künstlerische Freiheit zu anderen Aktivitäten lässt und dazu die Gelegenheit bietet, kontinuierlich mit dem Münchner Ensemble zu arbeiten. „Série Noire – ein choreographischer Krimi“ mit Musik von Philip Glass wurde in zahlreichen Probenphasen im Laufe des ganzen Jahres mit den Münchner Tänzern erarbeitet.

 

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Biografien

Terence Kohler wurde 1984 in Sydney, Australien geboren. Vielseitig musisch interessiert - er erhielt Klavier- und Kompositionsunterricht - verschrieb er sich noch in seiner Heimat Australien ganz dem Tanz und kreierte dort bereits Tanzstücke, mit denen er auf sich aufmerksam macht

Als Achtzehnjähriger kam er 2002 an die Akademie des Tanzes in Mannheim. Hier förderte Birgit Keil nachdrücklich seine tänzerische und choreografische Begabung, nicht zuletzt durch ein Stipendium ihrer Tanzstiftung. Es entstanden eine erste Fassung von just before falling und Intermezzo for 20. Als Ergebnis seiner Zusammenarbeit mit der Tanzstiftung Birgit Keil und dem HypoVereinsbank Media Forum 'Kunst auf der Baustelle' kreierte er 2003 das Ballett Elevation. Im Herbst 2003 erarbeitete er eine erweiterte Fassung seines Balletts just before falling für das Karlsruher Ballettensemble. Im selben Jahr kreierte er sein erstes Handlungsballett Writing the Light - der Lebenstanz für die Mannheimer Akademie des Tanzes.

Mit Beginn der Spielzeit 2004/2005 wurde Terence Kohler als Tänzer und Choreograf ans Badische Staatstheater engagiert. Im April 2005 kam sein Ballett in the near distance in Karlsruhe zur Uraufführung und im Mai 2005 hatte Intermezzo for 20 im Opernhaus des Badischen Staatstheaters Premiere. Mit diesem Werk gastierte die Company im Oktober desselben Jahres im Rahmen der Terpsichore-Gala V auch beim Bayerischen Staatsballett in München. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Tanzstiftung Birgit Keil kreierte Kohler 2005 das Auftragswerk transcended - in a movement and a half. Mit Anna Karenina, nach dem Roman von Lew N. Tolstoi, kam im Mai 2006 am Badischen Staatstheater sein erstes abendfüllendes Handlungsballett zur Uraufführung; es folgte im Mai 2007 Die Tempeltänzerin, seine Version von La Bayadère nach Marius Petipa. Zur Lichtinstallation der Künstlerin rosalie kreierte Kohler im Oktober 2007 seine Choreografie zu Wolfgang Rihms Étude d’après Séraphin beim Festakt zum zehnjährigen Jubiläum des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Im November desselben Jahres wurde just before falling von der West Australian Performing Arts Academy in Perth aufgeführt. Als Tänzer des Ballettensembles von Karlsruhe wirkte Terence Kohler u.a. in Choreografien von William Forsythe, Jorma Uotinen, Philip Taylor, Peter Wright und Renato Zanella mit und war als Mercutio in Kenneth MacMillans Romeo und Julia zu erleben.

Im April 2007 wurde er mit dem Deutschen Tanzpreis Zukunft für Choreographie ausgezeichnet. Wie bereits im Jahrbuch 2006 der Fachzeitschrift tanz mit einer Nennung, nominierten mit Wiebke Hüster (FAZ), Jochen Schmidt und Bettina Trouwborst im Jahrbuch 2007 nun drei Ballettkritiker Terence Kohler als bemerkenswerten Nachwuchschoreografen.

Mit Ende der Spielzeit 2007/ 2008 löste sich Kohler vom Karlsruher Ensemble und wagte mit der Uraufführung seines Balletts Once Upon an Ever After für das Bayerische Staatsballett – im Dezember 2008 im Rahmen des Abends 100 Jahre Ballets Russes - den Schritt in eine Karriere als freier Choreograph. Der Erfolg war, wenn nicht unerwartet, so doch verblüffend einhellig, die Reaktionen bei Publikum und Presse fielen enthusiastisch aus. Für das Königliche Ballett von Flandern in Antwerpen kreierte er dann 11:11, ein Werk, das ihm eine Nominierung für die beste Choreographie beim Prix Benois 2010 einbrachte.

Ivan Liška schuf mit Beginn der Spielzeit 2009/2010 für Kohler die Position eines 'choreographer in residence', die es ihm ermöglichte, kontinuierlich mit dem Bayerischen Staatsballett zu arbeiten. Kohler wählte als choreographisches Projekt der Saison die Uraufführung der Série Noire – ein choreographischer Krimi und kreierte außerdem ein kürzeres Werk für die Terpsichore-Gala-Abende IX und X im Rahmen der Ballettfestwochen 2010 zum 3. Satz des ersten Klavierkonzertes von Saint-Saens, mit dem Titel ONE:third. Fast parallel dazu schuf er im April 2010 für das Chinesische Nationalballett in Peking Take Your Time zu der Musik Am Rande des Abgrunds von Sofia Gubuidulina und A Cello Prelude von Lera Auerbach.
In der Spielzeit 2010/2011 wurde Terence Kohler eine weitere Uraufführung in die Hände gelegt. Mit Daphnis und Chloé setzte er sich mit der Musik Maurice Ravels auseinander. Für den Auftakt der BallettFestwoche 2013 kreierte Kohler seinen zweiten Abendfüller für das Ensemble des Staatsballetts: Helden

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