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Zweiter Tag des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“

Komponist Richard Wagner · Dichtung vom Komponisten
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Montag, 16. März 2015
17.00 Uhr – 22.30 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 5 Stunden und 30 Minuten · Pausen zwischen 1. Aufzug und 2. Aufzug (ca. 18.20 - 19.00 Uhr) zwischen 2. Aufzug und 3. Aufzug (ca. 20.15 - 20.55 Uhr)

Freier Verkauf · Serie 10

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Besetzung

Musikalische Leitung
Kirill Petrenko
Inszenierung
Andreas Kriegenburg
Bühne
Harald B. Thor
Kostüme
Andrea Schraad
Licht
Stefan Bolliger
Choreographie
Zenta Haerter
Dramaturgie
Marion Tiedtke
Dramaturgie
Olaf A. Schmitt

Siegfried
Stephen Gould
Mime
Andreas Conrad
Der Wanderer
Thomas J. Mayer
Alberich
Tomasz Konieczny
Fafner
Christof Fischesser
Erda
Qiu Lin Zhang
Brünnhilde
Catherine Naglestad
Stimme eines Waldvogels
Iulia Maria Dan
  • Bayerisches Staatsorchester

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Mehr dazu

Nur ein Furchtloser kann Mimes naiven Traum ausführen: das zerbrochene Schwert neu schmieden, Fafner töten, diesem den Ring wegnehmen, Mime ins offene Messer laufen – und die Macht gehörte Mime. Doch der fürchtet sich selbst zu sehr: vor dem Wanderer, bei dessen Rätselspiel er seinen Kopf verliert; vor dem Drachen, den ihm der Ziehsohn erschlagen soll; vor seinem Bruder, den er im Wald trifft; vor dem furchtlosen Siegfried, der sich dank Vogelstimme den Ring holt und Mime erschlägt.

Auch Wotans Plan vom freien Helden geht nicht auf: Mit dem Schwert zerschlägt ihm Siegfried seinen Speer und steht furchtlos vor Brünnhilde. Ihr Körper lässt ihn erschauern und: fürchten. Im Sonnenglanz finden sie ihre Liebe.

Felsenhöhle, Wald, Wildnis, Felsenhöhe: Der Zweite Tag des Werks gehört der Natur. Doch die Gestalt des harmlosen, naturverbundenen Wanderers schützt den Göttervater nicht vor seinem Fluch.

 

Vorgeschichte

Der mit der Weltherrschaft verbundene Ring, den der Nibelung Alberich aus dem geraubten Rheingold geschmiedet hat, wird vom Riesen Fafner in Drachengestalt gehütet. Alberichs Bruder Mime, ein Schmied, sinnt darauf, sich diesen Ring mit Hilfe seines Ziehsohns Siegfried zu gewinnen. Den Sohn des Wälsungenpaars Siegmund und Sieglinde hat ihm dessen sterbende Mutter anvertraut, sie hinterlässt ihm lediglich den Namen Siegfried und die Stücke von Siegmunds zerschlagenem Schwert Nothung. Laut Mimes Plan soll der unwissende Siegfried den Drachen töten und ihm den Ring beschaffen.

Das Schwert hatte Wotan mit seinem Speer zerschlagen, damit Siegmund im Kampf gegen Hunding falle. Da seine Tochter, die Walküre Brünnhilde, Siegmund jedoch schützen wollte, bannte Wotan sie in Schlaf. Auf Brünnhildes Drängen wurde der Fels von Feuer umgeben, das nur ein furchtloser Held durchschreiten könne.

Erster Aufzug

Mime versucht verzweifelt, ein Schwert zu schmieden, das für Siegfried taugt. Als dieser aus dem Wald mit einem Bären zurückkommt, um Mime zu erschrecken, zerschlägt ihm Siegfried das neue Schwert. Erst auf die drängenden Fragen nach seiner Herkunft erzählt ihm Mime die Geschichte seiner Geburt und zeigt ihm die Stücke des zerschlagenen Schwerts Nothung. Siegfried fordert Mime auf, daraus für ihn ein neues schmieden.

Mime wird von Wotan in Gestalt eines Wanderers aufgesucht, der ihn in eine Wissenswette verwickelt, deren Pfand der Kopf des anderen ist. Mühelos beantwortet der Wanderer Mimes Fragen nach den Bewohnern der Erdentiefe, der Erde und der wolkigen Höhen. Mime kann die Fragen nach dem Wälsungengeschlecht und dem Namen des Schwerts Nothung, mit dem Siegfried Fafner erschlagen muss, lösen. Die dritte Frage, wer Nothung neu schmiedet, kann Mime nicht beantworten und verliert damit die Wette. Nur ein furchtloser Held sei dazu fähig, erklärt ihm der Wanderer und vermacht diesem Helden Mimes Kopf. Der verängstigte Mime befragt Siegfried, ob er je das Fürchten erfahren habe, was diesem jedoch fremd ist. Mime hofft, dass Siegfried es von Fafner lernen wird. Mimes Unfähigkeit vor Augen, schmiedet sich Siegfried das Schwert entgegen aller Regeln des Handwerks selbst. Mime mischt währenddessen ein Getränk, mit dessen Hilfe er Siegfried töten möchte, nachdem dieser den Ring besorgt haben wird.

Zweiter Aufzug

Alberich lauert vor Fafners Höhle, um sich nach dessen Tod den Ring zurückzuerobern. Er erkennt die wahre Gestalt des auftauchenden Wanderers, der ihn vor Mime und Siegfried warnt. Dem vom Wanderer erweckten Fafner bietet Alberich an, die Mordabsichten Siegfrieds abzuwenden und als Lohn den Ring zu erhalten, was der gähnende Drache ablehnt.

Mime hat Siegfried zu Fafners Höhle geführt und lässt ihn dort mit dem Mordauftrag zurück. Allein im Wald sehnt sich Siegfried nach seiner unbekannten Mutter. Ein singender Waldvogel erweckt seine Aufmerksamkeit, es gelingt ihm aber nicht, mit seinem Horn dessen Melodie aufzugreifen. Stattdessen hat er mit seinem Hornruf Fafner geweckt. Siegfried tötet ihn mit seinem Schwert. Nachdem er das Blut des Drachen auf seinen Lippen geschmeckt hat, kann er den Waldvogel verstehen. Er rät ihm, sich Ring und Tarnhelm aus der Höhle zu holen, und warnt ihn vor Mime.

Alberich weist Mimes Angebot, den von Siegfried erbeuteten Schatz zu teilen, erzürnt zurück und versteckt sich. Als Siegfried mit der Beute zurückkommt, bietet Mime ihm seinen Gifttrunk zur Erfrischung an. Das Drachenblut hat Siegfried jedoch befähigt, Mimes wahre Absichten zu durchschauen. Er tötet seinen Ziehvater. Erneut vernimmt er die Stimme des Waldvogels, der ihm den Weg zu Brünnhildes Felsen weist, wo er die schlafende Frau wecken soll.

Dritter Aufzug

Der Wanderer weckt Erda aus tiefem Schlaf, die ihn einst vor seinem eigenen Untergang gewarnt und mit der er Brünnhilde gezeugt hat. Zunächst auf ihr Wissen sinnend, wie er das prophezeite Ende abwenden könne, sieht er ihre Weisheit zu Ende gehen. Er erzählt ihr von seinem Plan mit Siegfried, der schon bald gemeinsam mit der erweckten Brünnhilde die Welt erlösen werde, und schickt sie in den ewigen Schlaf.

Vom Waldvogel geleitet, trifft Siegfried auf den Wanderer, der ihn nicht zum Brünnhildenfelsen vorlassen will. Stattdessen prüft er, wie viel Siegfried über seine Sendung weiß. Als er dessen Furchtlosigkeit bemerkt, hält er ihm seinen Speer entgegen. Siegfried erkennt den Mörder seines Vaters und zerschlägt mit seinem Schwert den Speer. Der Wanderer verschwindet, der Weg ist jetzt frei. Das Feuer durchschreitend, findet Siegfried die schlafende Brünnhilde. Zum ersten Mal in seinem Leben erblickt er eine Frau, als er Brünnhilde ihres Schilds entkleidet. Er hält sein Gefühl für Furcht und weckt Brünnhilde mit einem Kuss. Sie sieht in ihm den Helden, mit dem sie Wotans Wille, den Untergang der Götter, ausführen kann. Siegfried überwältigt sie mit seiner Liebe, der sich beide hingeben.

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Biografien

Kirill Petrenko wurde 1972 in Omsk geboren und studierte dort an der Musikfachschule Klavier. Mit elf Jahren trat er als Pianist zum ersten Mal mit dem dortigen Symphonieorchester öffentlich auf. 1990 übersiedelte die Familie (Vater Geiger, Mutter Musikwissenschaftlerin) nach Vorarlberg, wo der Vater eine Stelle als Orchestermusiker und Musiklehrer annahm. Kirill Petrenko studierte zuerst weiter in Feldkirch und dann Dirigieren an der Musikuniversität in Wien. 

Direkt nach dem Abschluss engagierte ihn Nikolaus Bachler an die  Wiener Volksoper. Von 1999 bis 2002 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor am Meininger Theater. Mit seinem Dirigat von Wagners Der Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Christine Mielitz und in der Ausstattung von Alfred Hrdlicka erregte er 2001 zum ersten Mal internationales Aufsehen. Im Jahr 2002 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin an, wo er bis 2007 eine Reihe von prägenden Produktionen leitete.

Parallel zu seinen Positionen in Meiningen und Berlin entwickelte sich sehr rasch seine internationale Karriere. Im Jahre 2000 debütierte Kirill Petrenko beim Maggio Musicale Fiorentino, 2001 an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden, 2003 am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Opéra National de Paris, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Bayerischen Staatsoper sowie an der Metropolitan Opera in New York und 2005 an der Oper Frankfurt. Von 2006 bis 2008 erarbeitete er gemeinsam mit Peter Stein in Lyon Inszenierungen der drei Puschkin-Opern Tschaikowskys (Mazeppa, Eugen Onegin und Pique Dame), die im Frühjahr 2010 auch als Zyklus gezeigt wurden.

Seit seinem Weggang von der Komischen Oper Berlin war Kirill Petrenko als Dirigent freischaffend tätig. In dieser Zeit leitete er unter anderem 2009 an der Bayerischen Staatsoper die Neuproduktion von Janáčeks Jenůfa (Inszenierung: Barbara Frey). In Frankfurt interpretierte er Pfitzners Palestrina (Inszenierung: Harry Kupfer) und Puccinis Tosca (Inszenierung: Andreas Kriegenburg). Im Jahr 2011 folgten dann zwei Neuproduktionen von Tristan und Isolde, zuerst an der Opéra National de Lyon und dann bei der Ruhrtriennale.

Zu den wichtigsten Orchestern, die Kirill Petrenko bisher geleitet hat, gehören die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das Sinfonieorchester des WDR Köln, die Hamburger Philharmoniker und das NDR-Sinfonieorchester Hamburg, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Radio-Symphonieorchester Wien, die Wiener Symphoniker, das Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Orchestra Santa Cecilia in Rom, das Orchester der RAI Turin und das Israel Philharmonic Orchestra. Außerdem dirigierte Kirill Petrenko Konzerte bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen. Von 2013 bis 2015 leitete er Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen.

Im Herbst 2013 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, das er bis Ende der Spielzeit 2019/20 innehaben wird. Seither hat er die Premieren von Die Frau ohne Schatten, La clemenza di Tito, Die Soldaten, Lucia di Lammermoor, Lulu, South Pole und Die Meistersinger von Nürnberg geleitet und unter anderem die Wiederaufnahme von Der Ring des Nibelungen dirigiert. 

Kirill Petrenko wurde im Juni 2015 zum zukünftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gewählt; diese Position wird er im Herbst 2019 antreten. In der Spielzeit 2016/17 leitet Kirill Petrenko die Neuinszenierungen von Lady Macbeth von Mzensk und Tannhäuser. Außerdem dirigiert er ein breites Repertoire: Die Meistersinger von Nürnberg, Der Rosenkavalier, South Pole, Die Fledermaus, Die Frau ohne Schatten, sowie drei Akademiekonzerte.

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Vorher-Nachher-Bilder

Natürlich: Im Mittelpunkt jeder Opernaufführung steht der singende und agierende Mensch. Wie viel jedoch zu jeder Aufführung Bühnenbild, Licht, Kostüm, Maske und so viele andere Elemente beitragen, wollen wir Ihnen in dieser kleinen Fotogalerie zeigen: Den Bildern aus der Probenphase von Richard Wagners „Siegfried“ haben wir die Aufführungsfotos gegenüber gestellt. mehr lesen

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