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Scènes de ballet / Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan / Frühlingsstimmen / Das Lied von der Erde

Freitag, 08. Februar 2013
19.30 Uhr – 22.00 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten · Scènes de ballet, Isadora, Frühlingsstimmen (ca. 19.30 - 20.15 Uhr) · Pause (ca. 20.15 - 20.45 Uhr) · Lied von der Erde (ca. 20.45 - 21.45 Uhr)

Preise F

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Besetzung

Musikalische Leitung
Ryusuke Numajiri

Scènes de ballet

Choreographie
Frederick Ashton
Musik
Igor Strawinsky
Bühne und Kostüme
André Beaurepaire
Licht
John B. Read

Solistin
Daria Sukhorukova
Solist
Maxim Chashchegorov

Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan

Choreographie
Frederick Ashton
Musik
Johannes Brahms

Solistin
Stephanie Hancox
Klavier
Maria Babanina

Frühlingsstimmen

Choreographie
Frederick Ashton
Musik
Johann Strauß

Solistin
Katherina Markowskaja
Solist
Javier Amo

Das Lied von der Erde

Choreographie
Kenneth MacMillan
Musik
Gustav Mahler
Bühne und Kostüme
Nicholas Georgiadis
Licht
John B. Read

Die Frau
Lucia Lacarra
Der Mann
Marlon Dino
Der Ewige
Tigran Mikayelyan
Von der Jugend
Giuliana Bottino
Von der Schönheit
Séverine Ferrolier
Mezzosopran
Okka von der Damerau
Tenor
Herbert Lippert
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Medien

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Mehr dazu

Einig war sich die Kritik nach der Premiere dieses Abends, der eine "Very British!?" überschriebenen Saison eröffnete, über den künstlerischen Rang der Choreographen: "Hier der grandseigneurale, edwardianisch elegante, mit spitzer Lippe und trockenem Witz seine luftigen Tanzkringel ziehende Ashton, und da der proletarische, mitunter depressive, meist dramatisch furiose, erdenschwere MacMillan – die beiden wichtigsten englischen Choreographen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verkörpern auf der Insel zwei gegensätzliche, aber eben auch sich passgenau ergänzende Tendenzen, in Nachfolge von Ninette Valois beim zunächst klassisch russisch orientierten Royal Ballet und von Marie Rambert als Brennspiegel aller frühmodernen Strömungen." (Die Welt).

Unterschiedlich war naturgemäß der persönliche sinnliche und intellektuelle Genuss an den Balletten des Abends. Während die einen im geistreich-blitzenden Formenspiel der Scènes de ballet ein zu wenig an Emotion bemängelten, beklagten die anderen dort in den dunklen seelischen Abgründen des Liedes von der Erde ein Übermaß an Gefühl. Es bleibt ein Abend hohen musikalischen und choreographischen Anspruchs, der sich dadurch nicht die Freude an der Unterhaltung mindern lassen will. Nicht zuletzt stehen zwischen den beiden Gipfelwerken des englischen Repertoires zwei kostbare leichtgewichtige Miniaturen von Ashton: Sein walzerseliges Zurückträumen in die Zeiten von Anna Pavlova und ihrem modernen Pendant, Isadora Duncan. Hier barfüßig, ekstatisch die kürzeste Darstellungen von Revolution, Kraft und Seligkeit. Und dort mit Frühlingsstimmen ein Pas de deux, der seinen musikalischen Titel interpretiert –in Gala-Laune übermütig hingeworfen von einem choreographischen Genie - nicht mehr und nicht weniger.

 

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Biografien

Erste Solistin

Die gebürtige Russin Daria Sukhorukova absolvierte ihre Tanzausbildung an der Waganowa-Akademie in ihrer Heimatstadt St. Petersburg.

Nach ihrem Diplom 2001 wurde sie direkt an das Ensemble des Marijinsky Theaters übernommen und während der sechs Jahre ihrer Tänzerkarriere mit zahlreichen solistischen Aufgaben betraut, so etwa mit der weiblichen Titelpartie aus Romeo und Julia, verschiedenen Feenvariationen aus Dornröschen und Soli in Les Sylphides (M. Fokine), Jewels (G. Balanchine) und La Sylphide (nach F. Taglioni).

Zum Beginn der Spielzeit 2007/2008 trat Daria Sukhorukova als Solistin dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts bei und wurde zur Spielzeit 2010/2011 zur Ersten Solistin ernannt. Ende der Spielzeit 2015/2016 hat Daria Sukhorukova das Bayerische Staatsballett verlassen.

Ihr Münchner Debüt gab sie im Herbst 2007 als eine der drei Odalisken in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška).

Debut 2007/2008
Medora und Odaliske in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Odette/Odile in Schwanensee (R. Barra)
Solopaar im 2. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Nikija in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)
Manon Lescaut in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Die Erste Nymphe in L'Après-midi d'un faune (V. Nijinsky)

Debut 2009/2010
Titelpartie in Raymonda (M. Petipa)
Die Dame im blauen Samtwams in Les Biches (B. Nijinska)
Zobéide in Shéhérazade (M. Fokine)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)

Debut 2010/2011
Woman 1 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Topas in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška)
Prinzessin Odette in Illusionen - wie Schwanesee (J. Neumeier)
Prinzessin Natalia in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Prinzessin Aurora in Dornröschen (M. Petipa/ I.Liška)
Erste Traum-Variation in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa/A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Louise in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Erste Solistin in Scènes de ballet (F. Ashton)

Debut 2013/2014
Hermia in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Choreartium (L. Massine), Kreation
Mütterliche Gestalt in Le Sacre du printemps (M. Wigman)

Debut 2014/2015
Marguerite in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Paquita in Paquita (M. Petipa/A. Ratmansky)
Tatjana in Onegin (J. Cranko)

Debut 2015/16
In A Landscape (R. Siegal)
Solistin 2. und 4. Satz in Sinfonie in C (G. Balanchine)

Debut 2015/2016
Für die Kinder von gestern, heute und morgen. Ein Stück von Pina Bausch (P. Bausch)

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