Infos

Komponist Gian Carlo Menotti · Libretto vom Komponisten

Dienstag, 28. März 2017
19.00 Uhr – 21.00 Uhr
Cuvilliés-Theater

Dauer ca. 2 Stunden

Einführung: 18.00 Uhr

Preise CEE, € 55 /- /- /- /-

Karten kaufen

Premiere am 28. März 2017

  • Dr. Richard Brunner Stiftung zur Förderung des musikalischen Nachwuchses

zur Stücknavigation

Besetzung

Musikalische Leitung
Geoffrey Paterson
Inszenierung
Christiane Lutz
Bühne
Christian Andre Tabakoff
Kostüme
Natascha Maraval
Licht
Benedikt Zehm
Dramaturgie
Daniel Menne

Magda Sorel
Selene Zanetti
Die Sekretärin
Niamh O’Sullivan
Die Mutter
Helena Zubanovich
John Sorel
Johannes Kammler
Agent der Geheimpolizei
Igor Tsarkov
Der Zauberer Nika Magadoff
Joshua Owen Mills
Mr. Kofner
Milan Siljanov
Die Ausländerin
Anna El-Khashem
Anna Gomez
Paula Iancic
Vera Boronel
Alyona Abramowa
Assan
Frederic Jost

Münchener Kammerorchester

Opernstudio der Bayerischen Staatsoper

zur Stücknavigation

Mediathek

zur Stücknavigation

Mehr dazu

John Sorel kämpft im Untergrund gegen den Staat. Für seine politischen Überzeugungen ist er bereit, seine Frau Magda, das gemeinsame Kind und seine Mutter zu verlassen. Magda will John ins Exil folgen und beantragt für sich und ihre Familie auf dem Konsulat die Ausreise. Zum Warten auf den Konsul verdammt, zerbricht Magdas bisheriges Leben vor ihren Augen: Es kommt zu einem Unfall, bei dem Magdas und Johns Sohn stirbt. Überfordert von diesem zweiten Verlust, versucht Magda zunächst, die Realität zu verdrängen. Doch als sie schließlich erkennt, dass ihr Kampf mit der Bürokratie des Konsulats aussichtslos ist, muss Magda eine Entscheidung treffen, in der es um Leben und Tod geht.

Eine Oper über das verzweifelte Warten auf ein Einreisevisum – Gian Carlo Menottis 1950 geschriebener Consul könnte aktueller nicht sein. Das Schicksal von Magda Sorel und ihrer Familie zeigt, wie Individuen an destruktivem politischen Aktionismus und einer unmenschlichen Bürokratie zerbrechen. Menottis eindringlicher Appell für mehr Humanität ist das Stück unserer Tage.

 

Förderer des Opernstudios:
Dr. Arnold und Emma Bahlmann, Rolf und Caroli Dienst, Vera und Volker Doppelfeld-Stiftung, Freunde des Nationaltheaters e.V., Dr. Joachim Feldges, Oliver und Claudia Götz, Dirk und Marlene Ippen, Christine und Marco Janezic, LfA Förderbank Bayern, Ligne Roset FÜNF HÖFE, The Opera Foundation, Eugénie Rohde, Dr. Kurt und Chiona Schwarz, Georg und Swantje von Werz

 

The Consul, Handlung

John Sorel stürzt verwundet in die Wohnung. Er berichtet seiner Frau Magda, dem gemeinsamen Sohn und seiner Mutter, was passiert ist: Eine geheime Versammlung der Gruppe von Freiheitskämpfern, der er angehört, wurde von der Polizei gesprengt. Auf der Flucht ist John angeschossen worden, seine Verfolger sind ihm dicht auf den Fersen. Als die Polizei, angeführt vom Agenten, die Wohnung stürmt, kann sich John gerade noch rechtzeitig verstecken. Der Agent befragt Magda nach ihrem Mann, doch sie gibt vor, ihn seit Wochen nicht gesehen zu haben. Der Agent droht Magda, ihm stünden noch andere Mittel zur Verfügung, sie zum Sprechen zu bringen, und kündigt an wiederzukommen. John will daher versuchen, illegal über die Grenze in ein sichereres Land zu gelangen. Magda trägt er auf, aufs Konsulat zu gehen und für die Familie Visa zu beantragen, damit sie ihm ins Ausland folgen kann.

Im Wartezimmer des Konsulats warten Magda, Mr. Kofner, eine Italienerin, Anna Gomez, der Zauberer Nika Magadoff und Vera Boronel darauf, zum Konsul vorgelassen zu werden, um ein Visum zu erhalten. Mr. Kofner erfährt von der Sekretärin, dass er immer noch nicht alle benötigten Unterlagen beisammen habe. Die Italienerin bittet um ein schnelles Verfahren, da sie zu ihrer todkranken Tochter reisen möchte, doch die Sekretärin kann keine Ausnahme machen: Bis zur Genehmigung der Einreise dauere es mehrere Monate. Auch für Magda Sorel, die der Sekretärin schildert, dass sie in Lebensgefahr sei und Hilfe brauche, ist der Konsul nicht zu sprechen. Die Sekretärin händigt Magda die Formulare für das Visumsverfahren aus. Während Magda noch mit der Sekretärin spricht, kommt ihr Sohn in einem unbeaufsichtigten Moment bei einem Unfall ums Leben.

Johns Mutter versucht, Magda zu trösten. Magda hat eine Schreckensvision: John macht sie für den Tod des Kindes verantwortlich.

In ihrer Wohnung erfährt Magda von dem Boten Assan, dass John sich noch im Gebirge versteckt halte und die Grenze erst überqueren wolle, wenn seine Familie in Sicherheit ist. Der Agent erhöht seinen Druck auf Magda, doch sie verrät ihren Mann nicht. Johns Mutter übergibt der Polizei Informationen über ihren Sohn.

Auf dem Konsulat beantragt Anna Gomez ein Visum, doch die Sekretärin weist sie ab. Magda verfolgt, wie der Zauberer Nika Magadoff die Wartenden zunächst mit kleinen Tricks unterhält und daraufhin das ganze Wartezimmer in Trance versetzt. Magda halluziniert eine albtraumhafte Ballszene.

Ein weiterer Versuch Magdas, zum Konsul vorgelassen zu werden, scheitert an der Sekretärin. Als Magda den Agenten der Geheimpolizei aus dem Zimmer des Konsuls kommen sieht, fällt sie in Ohnmacht.

Die Sekretärin teilt Vera Boronel mit, dass ihr Visumsantrag bewilligt worden sei. Assan berichtet Magda, dass John zu ihr zurückkommen wolle. Magda will das verhindern, da sie befürchtet, dass John bei seiner Rückkehr der Polizei in die Hände fällt. Magda schreibt ihrem Mann eine Nachricht. Sie erläutert Assan, dass diese Nachricht John zeigen werde, dass es für ihn keinen Grund gibt, zu ihr zurückzukehren. Um John zu retten, will Magda sich selbst töten.

Auf der Suche nach Magda betritt John das Konsulat, trifft sie aber nicht mehr an. Er wird von der Polizei festgenommen, auch wenn die Sekretärin protestiert, dass es gegen internationales Recht verstoße, jemanden auf einem Konsulat zu verhaften. Die Sekretärin verspricht John, Magda telefonisch über seine Rückkehr zu informieren.

Magda öffnet in ihrer Wohnung den Gashahn. Im Sterben erscheinen ihr John, dessen Mutter und die Wartenden vom Konsulat ein letztes Mal. Das Telefonklingeln kommt für Magda zu spät.

zur Stücknavigation

Biografien

Geoffrey Paterson studierte Komposition und Dirigieren an der Cambridge University und an der Royal Scottish Academy of Music and Drama. Er arbeitet regelmäßig am Royal Opera House Covent Garden in London, wo er Opern wie Massenets Le Portrait de Manon, Julian Grants Hot House, Julian Philips’ How the Whale Became und Søren Nils Eichbergs Glare dirigierte. Weitere Engagements führten ihn an Häuser wie die Opera North in Leeds und das Königlich Dänische Theater in Kopenhagen sowie an das Iford Arts Festival. Zudem assistierte er Dirigenten wie Kirill Petrenko, Antonio Pappano, Mark Elder, Andris Nelsons und Daniele Gatti und dirigierte Orchester wie die Manchester Camerata, die Hamburger Symphoniker, die London Sinfonietta und das Scottish Chamber Orchestra. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2016/17: The Consul.

zur Stücknavigation

Zurück zur Übersicht