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Opera in due illusioni - 2020

Komponist Luca Francesconi · Libretto von Luca Francesconi nach William Shakespeares gleichnamigem Schauspiel
In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln | Neuproduktion

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Termine & Karten

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Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Kent Nagano
Inszenierung
Andreas Kriegenburg
Bühne
Harald B. Thor
Kostüme
Andrea Schraad
Licht
Michael Bauer
Chöre
Stellario Fagone
Dramaturgie
Malte Krasting

Timon
Toby Spence
Flavius
Adrian Angelico
Apemantus
Jochen Kupfer
Alcibiades
Nikolai Schukoff
Timandra
Mirjam Mesak
Alcibiades' Lieutenant
Milan Siljanov
Senator
Callum Thorpe
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor und Kinderchor der Bayerischen Staatsoper

Neue Vocalsolisten

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Medien

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Mehr dazu

Glück kann man nicht kaufen. Aber der Athener Timon genießt den Rausch der Wohltätigkeit: Er gibt sein Geld in vollen Zügen aus, hilft anderen aus der Klemme, kauft Sachen, die er nicht braucht, lädt ein zu opulenten Festen, und alle sind sie seine Freunde. Und dann ist das Geld weg, keiner will ihn mehr kennen, und von einem Moment zum anderen wird aus dem Menschenfreund ein Menschenhasser, vorher wie nachher ohne Maß und Mittel. Shakespeares rätselhaftes, fragmentartiges Drama spielt mit trügerischem Idealismus und ideologischer Verblendung. Der Mailänder Luca Francesconi – einst Schüler von Luciano Berio und Karlheinz Stockhausen, künstlerischer Leiter der Musik-Biennale in Venedig, hochproduktiver und weltweit gespielter Komponist – schöpft in seiner zehnten Oper lustvoll und furchtlos alle klanglichen Möglichkeiten von Stille bis Krach aus, zwischen Flüstern und Schreien, Summen und Singen: mit großem Ensemble, Orchester und Chor, Live-Elektronik und Zuspielungen bis hin zu einer doppelt besetzten Titelpartie. Aus dem unbehauenen Schauspieltext macht er ein wuchtiges, weit ausgreifendes Musiktheaterstück: „Timon enthüllt durch seinen irrsinnigen Egoismus ein allgemeingültiges Korruptionsprinzip, und der Ausdruck seines Epitaphs hinterlässt der Zukunft eine ungemütliche, brutale Wahrheit.“ (Luca Francesconi)

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Biografien

Kent Nagano, geboren in Kalifornien, war Musikdirektor des Berkeley Symphony Orchestra, der Opéra National de Lyon, des Hallé Orchestra und der Los Angeles Opera sowie künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Deutschen Symphonieorchesters Berlin. Von 2006 bis 2013 war er Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Seit der Spielzeit 2015/16 ist er Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper sowie Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. In seiner Zeit an der Bayerischen Staatsoper leitete er zahlreiche Neuproduktionen, darunter Billy Budd, Chowanschtschina, Eugen Onegin, Idomeneo, Ariadne auf Naxos, Wozzeck, Lohengrin, Die schweigsame Frau, Saint François d’Assise sowie die Uraufführungen von Wolfgang Rihms Das Gehege, Unsuk Chins Alice in Wonderland, Minas Borboudakis’ liebe.nur liebe und Jörg Widmanns Babylon. (Stand: 2020)

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