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Dramma lirico in drei Akten (fünf Bildern)

Komponist Giacomo Puccini · Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Samstag, 03. Dezember 2016
19.00 Uhr
Mertingen

Aula der Antonius-von-Steichele-Schule

Pausen zwischen I. Akt und II. Akt (ca. 19.30 - 20.00 Uhr) zwischen II. Akt und III. Akt (ca. 20.45 - 21.10 Uhr)

Karten über die Gemeinde Mertingen, T +49.(0)9078.96 00 18 und an der Abendkasse

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Termine & Karten

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Besetzung

Solist I
Anna El-Khashem
Solist II
Joshua Owen Mills
Solist III
Milan Siljanov
Solist IV
Selene Zanetti
Solist V
Johannes Kammler
Solist VI
Niamh O’Sullivan
Solist VII
Igor Tsarkov
Pianist/-in
André Callegaro
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor, Extrachor und Kinderchor der Bayerischen Staatsoper

Besetzung für alle Termine

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Medien

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Mehr dazu

Das Volk im Blutrausch: Die öffentliche Köpfung eines weiteren Freiers der Herrscherin steht bevor. Denn Prinzessin Turandot will niemals einem Mann gehören. Darum muss jeder, der sie heiraten will, drei Rätsel lösen. Wer dies nicht schafft, bezahlt mit seinem Leben. Ein unbekannter Prinz, abgestoßen von Turandots Grausamkeit, doch angezogen von ihrer Schönheit, geht dieses lebensgefährliche Risiko erneut ein – und löst die Rätsel. Doch hat er dadurch die eiskalte, männermordende Herrscherin zur Liebe erweckt und den Grausamkeiten ein Ende gesetzt?

Turandot ist Giacomo Puccinis letzte Oper. Er starb zu einem Zeitpunkt, an dem er über ein bis dahin ungelöstes dramaturgisches Problem mit der Komposition ins Stocken geraten war: Die Prinzessin sollte ein Gegenentwurf zum Antifeminismus des Fin de siècle werden. Doch wie sollte er die Verwandlung der Männermordenden zur Liebenden umsetzen? Puccini hinterließ die finale Liebesszene zwischen Turandot und Calaf unvollendet.

Programm:

Exsultate Jubilate – Anna El-Khashem

aus Le nozze di Figaro
La vendetta – Igor Tsarkov
Via resti servita, madama brillante – Anna El-Khashem, Niamh O’Sullivan
Se vuol ballare – Milan Siljanov
Cosa sento – Anna El-Khashem, Joshua Owen Mills, Johannes Kammler
Porgi amor – Selene Zanetti
Voi che sapete – Niamh O’Sullivan
Susanna, or via sortite – Selene Zanetti, Anna El-Khashem, Johannes Kammler
Hai gia vinta la causa – Johannes Kammler
Riconosci in questo amplesso – Anna El-Khashem, Niamh O’Sullivan, Joshua Owen Mills, Johannes Kammler, Milan Siljanov, Igor Tsarkov

----------PAUSE----------

aus Die Zauberflöte
Bei Männern welche Liebe fühlen – Selene Zanetti, Johannes Kammler
Dies Bildnis ist bezaubernd schön – Joshua Owen Mills
Der Vogelfänger bin ich ja – Johannes Kammler
Pa-pa-pa – Anna El-Khashem, Johannes Kammler

aus Don Giovanni
Madamina, il catalogo è questo – Igor Tsarkov
Deh, vieni alla finestra – Johannes Kammler
La ci darem la mano – Anna El-Khashem, Johannes Kammler

aus Cosí fan tutte

Prenderò quel brunettino – Selene Zanetti, Niamh O’Sullivan
Alla bella despinetta – Selene Zanetti, Niamh O’Sullivan, Anna El-Khashem, Joshua Owen Mills, Johannes Kammler, Milan Siljanov

Am Klavier: André Callegaro

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Turandot, Prinzessin aus Eis

Im Jahr 2046 steht das ehemals wohlhabende Europa ganz unter Chinas Herrschaft. Vor mehr als 30 Jahren hatte China Europa aus einer finanziellen Krise gerettet, indem es die Schulden, den Besitz und die natürlichen Ressourcen Europas komplett aufkaufte. China ist jetzt die neue Weltmacht.

Turandot, die Prinzessin aus Eis, kontrolliert gleich Big Brother jeden europäischen Bürger: Sie sollen auch den letzten Cent zurückzahlen und die Verschuldung ihrer Elterngeneration begleichen.

I. Akt

In einer kalten Eis-Arena warten die Bürger auf das große Spektakel der öffentlichen Hinrichtungen. Der Mandarino, virtueller Vertreter der Turandot, gibt bekannt, dass Prinzessin Turandot nur den Prinzen heiraten werde, der ihre drei Rätsel löst. Da der letzte Kandidat – immerhin der Prinz von Persien – die Rätsel nicht lösen konnte, soll er geköpft werden. Als Appetitanreger für die Hinrichtung wird ein Eishockey-Spiel gegeben. Im Gedränge fällt Timur, ein blinder Alter, zu Boden. Seine Dienerin Liù bittet um Hilfe. Ein Fremder, dessen Namen Calaf niemand weiß, eilt herbei und erkennt in dem Mann seinen eigenen Vater, den ehemaligen König der Tartaren, der fliehen musste und seinen Sohn für tot hielt.
Das Spektakel der Hinrichtung schreitet voran. Nach dem Einzug des Henkers Pu-Tin-Pao und seiner Helfer wird der Prinz von Persien vorgeführt und erregt das Mitleid des Publikums. Die Menschen verhüllen ihre Augen vor Prinzessin Turandot, die ungerührt das Zeichen zur Hinrichtung gibt. Ungeachtet dessen ist Calaf geblendet von der Schönheit der Prinzessin und beschließt trotz der Warnungen von Timur, Liù und den Ministern Ping, Pang und Pong, sich mit drei Gongschlägen als neuer Kandidat anzukündigen.

II. Akt

Ping, Pang und Pong beklagen die Opfer von Turandots Willkür. Unter dem Einfluss von Alkohol ersehnen sie bessere Zeiten und Frieden in ihrer Heimat. Erinnerungen und Sehnsucht an ein warmes und sinnliches Leben treten vor ihr geistiges Auge.

Das Volk, ordentlich und effizient, bereitet das Spektakel der Brautwerbung des neuen Kandidaten vor. Vor dem Eis-Wolkenkratzer des öffentlichen Fernsehens findet eine Parade für den Kaiser statt. Kaiser Altoum versucht erfolglos, den unbekannten Prinzen von seinem Abenteuer abzuhalten. Da erscheint die Prinzessin aus Eis: Sie erzählt die Geschichte ihrer Vorfahrin, Prinzessin Lo-u-ling, die von einem Fremden – wie Calaf – vergewaltigt wurde, und deren Leid sich tief in ihre Seele eingegraben habe. Aus diesem Grund schütze sie sich durch das grausame Werbungsritual und stelle jedem Anwerber vor drei Rätsel. Calaf jedoch löst ein Rätsel nach dem anderen. Die Eishülle der Prinzessin schmilzt. Nachdem der ihr unbekannte Prinz das letzte Rätsel gelöst hat, fordert dieser seinen Preis. Doch Turandot fleht zu ihrem Vater, er möge sein Versprechen brechen und sie nicht dem Fremden ausliefern. Calaf bietet Turandot daraufhin seinerseits ein Rätsel an: Wenn sie bis zum nächsten Morgen seinen Namen errate, ginge er in den Tod.

III. Akt

Niemand schläft in der Stadt. Alle Bürger wollen den Namen des Fremden wissen. Ping, Pang und Pong dringen auf Calaf ein, der sich ihren Bestechungsversuchen widersetzt. Hierauf werden Timur und Liù, die mit dem Fremden zusammen gesehen worden sind, herangeschleppt. Da sie um die wahre Identität des Fremden zu wissen scheinen, fordert Turandot den Namen des erfolgreichen Kandidaten. Liù stellt sich vor Timur und behauptet, nur ihr allein sei der Name bekannt. Der Folterknecht Pu-Tin-Pao wird gerufen, um sie der Bambusfolter zu unterziehen, bei der ein Bambus langsam durch den Körper des Opfers wächst. Doch Liù schweigt und gesteht Turandot, dass die Liebe ihr Kraft für dieses Opfer gebe. Sie bringt sich um, ohne den Namen verraten zu haben.
Doch Liùs Opfer verwandelt die Gesellschaft. Die alte Tao-Philosophie lebt auf, und Turandot versteht die Bedeutung der Liebe.

Hier endet Puccinis Manuskript. Liù ist jetzt Poesie...

Carlus Padrissa
Übersetzung: Esteban Muñoz

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Biografien

Anna El-Khashem, geboren in Russland, studierte am Staatlichen Konservatorium in St. Petersburg und nahm an mehreren Meisterklassen teil. Sie gewann diverse Preise und Auszeichnungen, u. a. den Sergei-Leiferkus-Gesangswettbewerb und 2018 am Mozarteum Salzburg den 1. Preis des Mozartwettbewerbs. Sie debütierte am Theater St. Petersburg als Louisa in Prokofiews Verlobung im Kloster. Weitere Auftritte führten sie u. a. an die St. Petersburger Philharmonie und die Große Konzerthalle im Staatlichen Konservatorium in Moskau. Sie erhielt Stipendien des Russischen Ministeriums für Kultur und der Stiftung Elena Obraztsova. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.

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