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Komponist Bohuslav Martinů · Libretto vom Komponisten nach Carlo Goldoni

Mittwoch, 09. Juli 2003
19.00 Uhr – 22.57 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 57 Minuten · 1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.20 - 20.40 Uhr)

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Besetzung

Musikalische Leitung
Ivor Bolton
Choreographische Mitarbeit
Beate Vollack
Inszenierung
David Alden
Bühne
Paul Steinberg
Kostüme
Buki Shiff
Licht
Pat Collins

Rodelinda
Dorothea Röschmann
Bertarido
Michael Chance
Grimoaldo
Paul Nilon
Eduige
Felicity Palmer
Unulfo
Christopher Robson
Garibaldo
Umberto Chiummo

Opernstudio der Bayerischen Staatsoper

Bayerisches Staatsorchester

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Mediathek

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Mehr dazu

Noch bevor Mirandolina die Bühne betritt, gibt es einen Streit zwischen dem Marchese und dem Conte: Beide sind in die attraktive Wirtin verliebt. Mirandolina lässt aber sowohl die Protektion des Marchese als auch das Geld des Conte kühl. Sie fühlt sich vielmehr hingezogen zu einem Frauenhasser, dem Cavaliere. Seine abweisende Haltung gegenüber allen Frauen fasziniert sie - am Ende kommt aber dennoch alles anders.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts komponierte Bohuslav Martinů seine einzige Oper in italienischer Sprache nach einer Komödie von Carlo Goldoni, die ziemlich genau 200 Jahre davor ihre Uraufführung erlebte. Mit Hilfe von raffinierten Effekten und einer genau kalkulierten Orchestrierung zeichnet Martinů hier seinen unverkennbaren, eigenen Stil.

 

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1. Akt

Der Marchese und der Conte wohnen in Mirandolinas Hotel. Sie streiten ständig, welcher von beiden mehr Geld besitzt. Dahinter steckt, dass beide in die äußerst attraktive Wirtin verliebt sind. Der Cavaliere, der sich auch im Hotel aufhält, will schlichten. Als Frauenhasser findet er es völlig lächerlich, sich wegen einer Frau zu streiten. Als Mirandolina putzend in der Eingangshalle umherschweift, verschlägt es angesichts ihrer Schönheit allen Dreien die Sprache. Der treue Kellner Fabrizio verrichtet schon seit Jahren zuverlässig seine Arbeit und ist stets eifersüchtig, wie seine Chefin die männlichen Gäste bezirzt. Trotzdem erledigt er ehrlich seine Aufgaben.

2. Akt

Zwei vornehme Damen, Ortensia und Deianira, wollen bei Fabrizio ein Zimmer buchen. Doch die schlaue Mirandolina demaskiert die beiden Damen – als Flittchen. Der Marchese versucht anhand eines gefälschten Seidentuchs die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Mirandolina lässt es sich nicht nehmen, den Cavaliere persönlich zu bedienen und verführt ihn dabei. Der ruppige Cavaliere lässt sich um den Finger wickeln. Nach dem Essen singen die beiden ein heiteres Trinklied und es wird immer intimer... Mirandolina greift zu ihrer letzten Waffe: einer fiktiven Ohnmacht. Die übrigen Hotelgäste eilen herbei und lachen den Cavaliere als unglaubwürdig aus.

3. Akt

Mirandolina ist mit der Wäsche beschäftigt. Fabrizio bringt ihr das Bügeleisen. Als der Cavaliere sich erkundigen will, ob sich die Wirtin erholt hat, entdeckt er, wie Mirandolina sich allmählich mehr für den Diener Fabrizio interessiert und wird daher wütend. Er will handgreiflich werden, doch Fabrizio schützt heldenhaft seine Chefin. Als die stets schaulustigen Gäste die Szene beobachten wollen, verkündet Mirandolina ihre Heirat mit Fabrizio. Der Cavaliere stürzt rasend hinaus.

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Biografien

Ivor Bolton studierte an der Cambridge University, am Royal College of Music und am National Opera Studio in London. Anschließend war er Musikdirektor der English Touring Opera, der Glyndebourne Touring Opera und Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra. Gastdirigate führten ihn u. a. nach Wien, Zürich, Frankfurt, Paris, London, New York, Amsterdam, Dresden, Leipzig, San Francisco, Buenos Aires und Barcelona sowie zu den Festspielen in Glyndebourne, Aix-en-Provence und seit 2000 jährlich nach Salzburg. 2004 wurde er Chefdirigent des Mozarteum-Orchesters Salzburg. Seit dessen Gründung im Jahr 2012 ist er musikalischer Leiter des Dresdner Festspielorchesters, seit 2015 außerdem Musikdirektor am Teatro Real in Madrid.

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