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Komponist Giuseppe Verdi

Dienstag, 18. Dezember 2007
19.00 Uhr – 22.15 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 15 Minuten · 1. + 2. Akt (ca. 19.00 - 20.40 Uhr) · Pause (ca. 20.40 - 21.20 Uhr) · 3. Akt (ca. 21.20 - 22.15 Uhr)

Preise K

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Besetzung

Musikalische Leitung
Marco Armiliato
Nach einer Produktion von
Tom Cairns
Nach einer Produktion von
Aletta Collins
Nach einer Produktion von
Wolfgang Goebbel
Spielleitung
Elisabetta Boccaserva
Chöre
Andrés Máspero

Gustavo III
Massimiliano Pisapia
Renato Graf Anckarström
Franco Vassallo
Amelia
Violeta Urmana
Ulrica Arvidson
Jane Henschel
Oscar
Lana Kos
Christiano
Christian Rieger
Graf Ribbing
Steven Humes
Graf Horn
Rüdiger Trebes
Oberster Richter
Kevin Conners
Diener Amelias
Michael McBride
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Mehr dazu

Furchtbar tragisch: Es gibt kein Kraut gegen die Liebe. Das erfährt Amelia, als sie die Wahrsagerin Ulrica aufsucht. Bei ihr sucht sie ein Mittel gegen ihre Liebe zum König. Noch tragischer: Ein Königsmord während eines Maskenballs. Diese fulminante Verwicklungsstory zeigt Verdi at his best! Ist "scherzo od è follia", ist "Scherz oder Wahnsinn".

 

I. Akt, 1. Bild
Bei einer morgendlichen Audienz im Hause König Gustavos sind Anhänger und Gegner des Herrschers versammelt. Der Page Oscar überreicht seinem Herrn eine Liste. Sie enthält die zu einem Maskenball geladenen Gäste. Gustavo entdeckt unter ihnen den Namen Amelias, der heimlich von ihm geliebten Gattin seines ihm treu ergebenen Freundes Renato Graf Anckarström. Als dieser eintrifft, glaubt sich Gustavo zunächst entdeckt. Doch Anckarström ahnt nichts von den Gefühlen seines Herrn. Stattdessen warnt er ihn vor einer Verschwörung. Gustavo ist erleichtert; er will die Namen der Anführer nicht erfahren.

Der Richter legt dem König ein Verbannungsurteil gegen die Wahrsagerin Ulrica Arvedson vor. Nach Oscars Verteidigungsrede beschließen Gustavo und sein Gefolge, Ulrica verkleidet aufzusuchen.

I. Akt, 2. Bild
Die von Frauen umringte Wahrsagerin Ulrica ruft Luzifer an, sie zu erleuchten. Gustavo, als Fischer verkleidet, bleibt unerkannt. Inzwischen hat sich der Matrose Christian vorgedrängt, um sich von Ulrica wahrsagen zu lassen: Nach fünfzehn Jahren Dienst hat er noch immer keine angemessene Anerkennung erfahren. Ulrica sagt ihm baldigen Reichtum und eine Beförderung voraus. Gustavo steckt ihm daraufhin heimlich eine Rolle mit Münzen zu. Auf ihr hat er Christianos Beförderung zum Offizier notiert. Die Prophezeiung Ulricas wird damit sofort erfüllt.

Ein Diener Amelias bittet Ulrica um eine private Unterredung für seine Herrin. Unter dem Vorwand, sich mit Luzifer beraten zu wollen, schickt Ulrica alle Besucher weg und empfängt, dabei heimlich von Gustavo belauscht, die verzweifelte Amelia. Sie hofft, ihre unerfüllbare Liebe zum König durch Ulricas Zauberkräfte überwinden zu können. Die Wahrsagerin nennt ihr ein Kraut, das sie um Mitternacht an der Hinrichtungsstätte außerhalb der Stadt pflücken soll.

Nach Amelias Weggang will Gustavo seine Zukunft erfahren. Ulrica prophezeit ihm seinen baldigen Tod: Derjenige seiner Freunde, der ihm als nächster die Hand reiche, werde ihn ermorden. Als der nichtsahnende Anckarström als erster eintritt und Gustavo mit Handschlag und Namensnennung begrüßt, glaubt niemand mehr, daß sich Ulricas Vorhersage erfüllen wird.

Der verkleidete Gustavo ist jetzt von allen erkannt. Christiano ruft das Volk herbei, das seinem Herrscher huldigt.

II. Akt
Amelia überwindet ihre Furcht und sucht an dem von Ulrica genannten unheimlichen Ort, der Hinrichtungsstätte, nach dem Zauberkraut. Gustavo ist ihr heimlich gefolgt, und sie gestehen sich ihre Liebe. Unerwartet erscheint Anckarström, um seinen Freund vor dem drohenden Anschlag zu warnen. Er beschwört Gustavo, sich in Sicherheit zu bringen, und tauscht mit ihm seinen Mantel. Gustavo nimmt ihm das Versprechen ab, die verschleierte Amelia, die sich ihrem Gatten nicht zu erkennen gibt, in die Stadt zurückzugeleiten.

Von den Verschwörern angehalten und provoziert, zieht Anckarström den Degen. Amelias Schleier fällt; sie wird erkannt. Anckarström, nun dem Spott der Aufrührer ausgesetzt, bestellt diese daraufhin für den nächsten Tag in sein Haus.

III. Akt, 1. Bild
Anckarström fühlt sich von Gustavo und Amelia betrogen. Er will seine Gattin töten und hört nicht auf ihre Unschuldsbeteuerungen. Amelia ist bereit zu sterben, doch bittet sie, ihren Sohn ein letztes Mal sehen zu dürfen. Anckarström erkennt nun, daß seine Rache in Wirklichkeit Gustavo treffen muß.

Die Verschwörer - die Grafen Horn und Ribbing - sind Anckarströms Einladung gefolgt und erfahren seinen Plan, an ihrer Verschwörung teilzunehmen. Jeder beharrt auf seinem Recht, den König zu ermorden. Anckarström zwingt darum die ahnungslose Amelia, aus einer Urne das Los mit dem Namen des Attentäters zu ziehen. Das Los trifft ihn selbst. Die von Oscar überbrachte Einladung zum Maskenball gibt den Anwesenden die Möglichkeit, ihr Vorhaben während dieses Festes in die Tat umzusetzen.

III. Akt, 2. Bild
Gustavo hat sich entschlossen, auf Amelia zu verzichten. Sie soll mit ihrem Gatten in die Heimat zurückkehren. Oscar überbringt eine anonyme Warnung, daß man den König während des Festes ermorden will. Gustavo entschließt sich daraufhin, auf den Ball zu gehen, um nicht feige zu erscheinen.

Auf dem Maskenball gelingt es Anckarström, von Oscar die Maskerade Gustavos zu erfahren. Die Liebenden nehmen Abschied voneinander. Anckarström erschießt den König. Sterbend beteuert dieser Amelias Unschuld und verzeiht seinen Feinden.

© Bayerische Staatsoper

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Biografien

Marco Armiliato studierte Klavier am Paganini-Konservatorium seiner Heimatstadt Genua und begann seine Dirigententätigkeit 1989 mit L’elisir d’amore in Lima/Peru. 1995 debütierte er mit Il barbiere di Siviglia am Teatro La Fenice in Venedig, ein Jahr darauf an der Wiener Staatsoper mit Andrea Chénier und an der San Francisco Opera mit La bohème. Seitdem war er an zahlreichen renommierten Opernhäusern zu erleben, darunter die Metropolitan Opera in New York, die Opéra National de Paris, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, das Royal Opera House Covent Garden in London, das Opernhaus Zürich, die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, das Teatro Real in Madrid, das Teatro dell’Opera in Rom, die Arena di Verona und die Lyric Opera of Chicago. (Stand: 2017)

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