Brett Dean
Nachdem Brett Dean in Australien studiert hatte, ging er nach Deutschland und wurde 1985 Bratscher bei den Berliner Philharmonikern. Neben seiner Orchestertätigkeit trat er auch als Solist auf und bestritt dabei zahlreiche Ur- und Erstaufführungen. 1988 begann er zu komponieren, anfangs überwiegend als Arrangeur, und sammelte Erfahrung im Improvisieren bei Radio- und Filmprojekten in Australien. Durch weltweite Aufführungen seiner Ballettmusik One of a Kind (Nederlands Dans Theater, Choreographie: Jiří Kylián) sowie mit dem Klarinettenkonzert Ariel’s Music, das vom UNESCO International Rostrum of Composers ausgezeichnet wurde, etablierte er sich als Komponist von Rang. Seine Musik ist häufig von literarischen und visuellen Impulsen inspiriert, in seinem Schaffen finden sich auch Verweise auf politische und zeitgeschichtliche Ereignisse, mit denen er sich kritisch auseinandersetzt. Seiner ersten Oper Bliss (Sydney 2010) folgte sieben Jahre später die Shakespeare-Vertonung Hamlet, die unter der Leitung von Vladimir Jurowski beim Glyndebourne Festival uraufgeführt und auch an der Bayerischen Staatsoper gezeigt wurde. Zu den Interpreten seiner Musik zählen unter anderem Sir Simon Rattle, Markus Stenz, Simone Young, Frank Peter Zimmermann und Daniel Harding. (Stand: 2026)