Louis Geisler
Der Dramaturg Louis Geisler, geboren in Nancy, studierte Geschichte und Literatur in Metz, bevor er sich am Institut für politische Studien Sciences-Po in Aix-en-Provence weiterbildete. 2011 kam er zum Festival d’Aix-en-Provence, wo er zunächst mit Bernard Foccroulle und später mit Pierre Audi zusammenarbeitete. Seit September 2020 ist er Dramaturg und Chefredakteur der Opéra national du Rhin. Seine enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur Vincent Huguet führte ihn an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Wiener Staatsoper, die Opéra National de Bordeaux, zum Festival d’Aix-en-Provence sowie ans Bolschoi-Theater in Moskau, zur Philharmonie de Paris und zur Oper von Bilbao. Von 2020 bis 2022 begleitete er den Komponisten Bernard Foccroulle und den Librettisten Matthew Jocelyn bei der Entstehung der Oper Cassandra, die vom Brüsseler Opernhaus La Monnaie in Auftrag gegeben wurde. Im Juli 2025 kehrte er für Louise in der Regie von Christof Loy zum Festival d’Aix-en-Provence zurück. Seit 2022 verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Regisseurin Marie-Eve Signeyrole; als ihr Dramaturg war er an der Uraufführung von Cassandra an der La Monnaie, an Romeo and Juliet am Theater an der Wien, Norma an der Opéra national du Rhin, Macbeth an der Deutschen Oper Berlin, Médée an der Opéra-Comique, Così fan tutte an der Opéra de Lyon und Der fliegende Holländer an der Opéra de Rouen beteiligt. An der Bayerischen Staatsoper ist er in der Spielzeit 2026/27 als Gastdramaturg bei Werther erstmals zu Gast. (Stand: 2026)