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Ingeborg Hallstein

Die in München geborene Koloratursopranistin Ingeborg Hallstein begann ihre Ausbildung bei ihrer Mutter und schloss sie an der Hochschule für Musik und Theater München ab. 1958 debütierte sie am Landestheater Niederbayern als Musetta (La bohème), es folgten Engagements am Theater Basel und am Gärtnerplatztheater in München. Nach einem Intermezzo am Wiener Burgtheater entwickelte sich eine internationale Bühnenkarriere; sie sang u. a. an der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen, der Stuttgarter und der Wiener Staatsoper, am Teatro La Fenice in Venedig und am Teatro Colón in Buenos Aires, am Royal Opera House Covent Garden in London und am Theater an der Wien. Zu ihrem Repertoire gehören die großen Partien des Sopranfachs wie Konstanze (Die Entführung aus dem Serail), Gilda (Rigoletto), Susanna (Le nozze di Figaro), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Aminta (Die schweigsame Frau), Olympia (Les Contes d’Hoffmann), Isabella (L'Italiana in Algeri), Marzelline (Fidelio), Despina (Così fan tutte) und Adele (Die Fledermaus) sowie ihre Paraderolle, die Königin der Nacht (Die Zauberflöte). 1966 sang sie Autonoe in der Uraufführung von Henzes Die Bassariden bei den Salzburger Festspielen. Neben ihrer Tätigkeit als Opernsängerin wirkte sie an zahlreichen Fernsehproduktionen von Operetten und Opern mit und trat auch in Unterhaltungsshows im Fernsehen auf.  An der Bayerischen Staatsoper war sie von 1961 an 12 Jahre lang Mitglied des Ensembles und hier in vielen Dutzend Aufführungen zu erleben, u. a. als Musetta (La bohème), Violetta Valéry (La traviata) und Sophie (Der Rosenkavalier) sowie in Erst- und Uraufführungen als Dorcas Bellboys (Bennetts Napoleon kommt) und Nicolette (Bialasʼ Die Geschichte von Aucassin und Nicolette). Von 1979 an widmete sie sich zunehmend der Ausbildung junger Stimmen und war Professorin für Gesang in Würzburg. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens.