Marc-André Hamelin
Marc-André Hamelin zählt zu den bedeutendsten Pianisten unserer Zeit. Selten gespielte und besonders schwierige Werke von komponierenden Pianisten wie Leopold Godowsky, Charles-Valentin Alkan, Kaikhosru Sorabji, Nikolai Kapustin, Franz Liszt, Nikolai Medtner und Frederic Rzewski bilden einen Schwerpunkt in seinem Repertoire, aber auch das Schaffen der großen klassisch-romantischen Komponisten führt er regelmäßig auf. Marc-André Hamelin wurde bereits als Neunjähriger beim Kanadischen Musikwettbewerb ausgezeichnet und gewann 1985 den Carnegie Hall Competition. Seine Ausbildung absolvierte er an der École Vincent d’Indy in seiner Heimatstadt Montreal sowie an der Temple University in Philadelphia, wo er unter anderem von Yvonne Hubert, Harvey Wedeen und Russell Sherman unterrichtet wurde. Der Pianist, der auch als Komponist und Bearbeiter sehr erfolgreich ist, gastiert regelmäßig bei bedeutenden Festivals und in international renommierten Konzerthäusern wie der Wigmore Hall in London, dem Concertgebouw in Amsterdam, der Carnegie Hall in New York und der Alten Oper Frankfurt. Als Konzertsolist trat er zum Beispiel mit dem New York Philharmonic, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem Los Angeles Chamber Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Budapest Festival Orchester, dem Orchestra Filarmonica della Scala und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin auf. Das für ihn geschriebene Klavierkonzert von Mark-Anthony Turnage brachte er 2013 mit dem Philharmonischen Orchester Rotterdam zur Uraufführung. Seit 2003 ist er Officer of the Order of Canada und seit 2004 Mitglied der Royal Society of Canada. 2006 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und 2015 aufgrund seiner umfangreichen Diskographie in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen. Sein Debüt beim Bayerischen Staatsorchester gab er im 4. Akademiekonzert 2016/17 mit dem Klavierkonzert Nr. 2 von Nikolai Medtner; Dirigent war Kirill Petrenko. Heute tritt er zum zweiten Mal mit dem Staatsorchester auf.