Barbara Wysocka
Barbara Wysocka, geboren in Warschau, studierte zunächst Violine an der Hochschule für Musik Freiburg und dann Regie und Schauspiel an der Theaterhochschule Krakau. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin in Theater und Film, u. a. als Ensemblemitglied am Teatr Powszechny in Warschau, arbeitet sie seit 2007 als Regisseurin an den großen Theatern Polens und in ganz Europa. Bereits ihr Deutschland-Debüt an den Münchner Kammerspielen mit Woyzeck / Wozzeck 2012 erregte Aufsehen, und ihr Abend Chopin ohne Klavier wurde mit den wichtigsten polnischen Theaterpreisen ausgezeichnet. Sie inszenierte u. a. Glassʼ The Fall of the House of Usher, Dusapins Medeamaterial, die Uraufführung von Eugeniusz Knapiks Moby Dick, Tosca und La bohème an der Nationaloper in Warschau. Weiterhin war sie u. a. für Don Giovanni bei den Bregenzer Festspielen, Quartett von Luca Francesconi an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, Kát’a Kabanová an der Opéra national de Lyon und Roméo et Juliette an der Semperoper Dresden verantwortlich. Für das Schauspielhaus Wien und die Komische Oper Berlin hat sie Audio- und Video-Arbeiten gestaltet. 2019/20 war sie Cornell Distinguished International Visiting Professor in Theatre am Swarthmore College in Philadelphia (USA) und hielt dort einen Kurs über Shakespeare und Müller ab. 2015 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper mit Lucia di Lammermoor und kehrt 2026 mit der Neuproduktion von Rigoletto wieder hierher zurück. (Stand: 2026)