Frosch, Fuchs und Esel

Zu Geschichte und Bedeutung der Tierfabel


Albert Gier


Foto: Jack Hamilton

„Die Anfänge der Fabel verbinden sich mit dem Beginn von Literatur“, liest man in einem neueren literaturwissenschaftlichen Lexikon. Im 19. Jahrhundert wurde z. T. erbittert darum gestritten, ob die Fabel „orientalischen“ (speziell indischen) oder griechischen Ursprungs sei, aber diese Frage scheint müßig: Offenbar bilden sich Geschichten von Tieren, die wie Menschen sprechen und handeln, in allen frühen Hochkulturen unabhängig voneinander aus. Was eine Tierfabel sei, hat Gotthold Ephraim Lessing in seinen Abhandlungen über die Fabel (1759) prägnant beschrieben:

Wenn wir einen allgemeinen moralischen Satz auf einen bestimmten Fall zurückführen, diesem bestimmten Fall die Wirklichkeit erteilen und eine Geschichte daraus dichten, in welcher man den allgemeinen Satz anschauend erkennt: so heißt diese Erdichtung eine Fabel.

Die „Geschichte“ ist also nicht um ihrer selbst willen, sondern nur zur Illustration des „allgemeinen moralischen Satzes“ da. Daher ist die Fabel in der Antike nicht Gegenstand der Poetik, sondern der Rhetorik, weil Politiker und Juristen Fabeln in ihren Reden als Argumentationsstrategie gebrauchten.

LITERATUR ALS LÖSUNGSMITTEL

In Europa sind die Anfänge der Fabel mit dem Namen Aesop verknüpft. Er war angeblich ein (später freigelassener) Sklave, der aus Thrakien stammte und im 6. Jahrhundert vor Christus auf Samos lebte; er sei klug und schlagfertig gewesen und habe als alter Mann seine (meist sehr kurzen) Geschichten erfunden, um Lösungen für schwierige Probleme anzubieten. In der überlieferten Fassung folgt auf jede Fabel das Epimythion, ein Satz, der die Lehre, die der Leser (oder Hörer) aus der Geschichte ziehen soll, formuliert; es scheint denkbar, dass diese Epimythia nicht auf Aesop, sondern auf den Kompilator der Sammlung (Demetrios von Phaleron, ca. 360–280 v. Chr.) zurückgehen.

Dass Aesop nicht von Menschen, sondern von Tieren erzählte, mag Vorsicht gewesen sein, um keinen Anstoß zu erregen: Der immer noch gebräuchliche Begriff „Löwenanteil“ geht auf eine Fabel zurück, in der Löwe, Fuchs und Esel gemeinsam auf die Jagd gehen. Sie sind erfolgreich, und der Löwe fordert den Esel auf, die Beute zu verteilen; als der drei gleiche Teile daraus macht, gerät der Löwe in Wut, zerreißt den Esel und fordert den Fuchs zur Teilung auf; dieser gibt dem Löwen fast die ganze Beute und begnügt sich mit wenigen kleinen Stücken. Die Botschaft ist klar: Schwächere sollten sich nicht mit Stärkeren anlegen. Wenn sich das auf einen Streitfall auf Samos bezog, musste Aesop vermeiden, dass sich der Starke (und Unverschämte) in seiner Erzählung wiedererkannte, denn das hätte gefährlich werden können. Ist es ein Löwe, der sich so ungerecht und willkürlich verhält, entschärft das die Geschichte zumindest ein wenig.
Den Fabeltieren werden klar definierte, verhältnismäßig konstante Eigenschaften zugeschrieben: Als König der Tiere ist der Löwe ein Tyrann und jähzornig. Es gibt allerdings auch Tiere, die sowohl positive wie negative Eigenschaften haben: Der Wolf ist im Allgemeinen ein übler Geselle, räuberisch, boshaft und niederträchtig. Dass er seine Unabhängigkeit liebt und nicht mit dem Hofhund tauschen will, der täglich gefüttert wird, aber an der Kette liegt, verdient freilich Respekt. Der Fuchs ist vor allem listig und verschlagen; manchmal allerdings zieht er den Kürzeren: Um eine Taube (oder Meise) von einem Baum herunter zu locken, damit er sie fressen kann, behauptet er, der König der Tiere hätte Frieden zwischen allen Geschöpfen ausrufen lassen, sie hätte von ihm also nichts mehr zu befürchten. Als sich ein Jäger mit Hunden nähert, sucht er schnell das Weite; auf die (ironische) Bemerkung des Vogels, dafür gebe es doch keinen Grund, antwortet er, die Hunde hätten vielleicht noch nichts von der Friedensproklamation gehört. Dennoch: einen ausgesprochen dummen Fuchs wird man in der Fabel ebenso wenig finden wie einen klugen Esel.
 
In einigen wenigen Fabeln des Aesop-Corpus interagieren Tiere mit Menschen (oder gar mit dem Gott Jupiter), allerdings ist im Unterschied zur Alltagswelt sprachliche Kommunikation zwischen Tier und Mensch (oder Gott) problemlos möglich. Eine einzige Fabel Aesops handelt von einem Streit zwischen zwei Pflanzen (Schilfrohr und Ölbaum). Spätere Fabeldichter werden gelegentlich auch unbelebten Gegenständen die Gabe der Rede verleihen.

ANDERTHALB JAHRTAUSENDE SCHULLEKTÜRE

Die Fabeln sind kurz, sie sind in Prosa verfasst, die Sprache ist verhältnismäßig einfach; Zielgruppe sind nicht die Gebildeten, sondern die einfachen Leute, die in der Regel nicht lesen und schreiben konnten. Sie sind aber auch bestens geeignet als Schullektüre für Anfänger, denen es sicher Spaß machte, Geschichten von sprechenden Tieren zu lesen. Mehr als anderthalb Jahrtausende fanden sie im Schulunterricht Verwendung, erst in Griechenland, dann in lateinischen Übersetzungen im Römischen Reich und später in ganz Westeuropa. Auf den tieferen Sinn, die „allgemeinen moralischen Sätze“, von denen Lessing spricht, werden die Lehrer bei den Erstklässlern wohl eher selten eingegangen sein.

Aesops Fabeln waren auch in Rom bekannt (gebildete Römer lasen und sprachen gewöhnlich Griechisch). Der erste römische Fabeldichter war der Grieche Phaedrus (ca. 15 v. Chr.–ca. 50 n. Chr.), möglicherweise ein später freigelassener Sklave des Augustus. 126 Stücke seiner Sammlung haben sich erhalten. Er schreibt in Versen, aber der jambische Senar, den er verwendet (der Sprechvers der römischen Tragödie und Komödie) kann so frei behandelt werden, dass er von Prosa kaum zu unterscheiden ist. Nur knapp zwei Drittel der überlieferten Stücke sind als Fabeln zu bezeichnen, die Sammlung enthält auch Anekdoten und manches andere.

Phaedrus war die wichtigste Quelle für eine unter dem Namen Romulus bekannte Sammlung lateinischer Fabeln in Prosa (wohl 100 Stücke; 5. Jahrhundert), die als Vorlage für mittelalterliche Sammlungen diente; die Edition der Fabulistes latins, der lateinischen Fabeldichter, die Léopold Hervieux Ende des 19. Jahrhunderts veröffentlichte, umfasst vier voluminöse Textbände.

In der Literatur des Mittelalters kommen Fabeln als Beispielerzählungen in ganz unterschiedlichen Gattungen, manchmal auch in Predigten, vor; die erste Fabelsammlung in einer Volkssprache ist der französische Esope der Marie de France (102 Fabeln; ca. 1180, nach einer lateinischen oder englischen Vorlage, entstanden). Fabeln in der deutschen Literatur folgen den bekannten lateinischen (seit Ende des 12. Jahrhunderts gelegentlich auch arabischen) Quellen, deutsche Fabelsammlungen gibt es seit dem 14. Jahrhundert. Von besonderer Bedeutung ist der zweisprachige (lateinisch-deutsche) Esopus von Heinrich Steinhöwel (ca. 1476/77), der auf der Grundlage der spätantiken und mittelalterlichen Überlieferung Leben und Werk Aesops darstellt. Die zweisprachige Version und weit häufiger noch die deutsche Übersetzung wurden bis ins 19. Jahrhundert immer wieder gedruckt und auch in andere Sprachen übersetzt.

EIN MISSVERSTANDENER KLASSIKER

Im Schulunterricht blieben Fabeln bis ins 19. Jahrhundert beliebte Anfänger-Lektüre. Da es bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts keine eigens für Kinder geschriebene unterhaltende Literatur gab, boten sich Fabelsammlungen als Surrogat an; sprechende Tiere kannten die Kinder ja aus den Märchen, die ihnen die Amme (oder die Großmutter) erzählt hatte. (Märchen waren zunächst nicht für Kinder, sondern für Erwachsene bestimmt; in französischen oder italienischen Märchen spielt Erotik eine große Rolle. Sie illustrieren keine moralische „Lehre“, sondern machen den im Leben zu kurz Gekommenen Hoffnung, dass sie wie der Märchenheld irgendwann doch ihr Glück finden werden.) In Frankreich wurden vor allem die Fabeln La Fontaines als kindgemäß missverstanden; schon der Reichtum seines Vokabulars, und erst recht die durchgängige Ironie müssen die kleinen Leser überfordert haben.

In seinem Roman Émile oder über die Erziehung (1762) warnt Jean-Jacques Rousseau ausdrücklich davor, Kindern zu früh La Fontaines Fabeln in die Hand zu geben: Sie könnten den zugrundeliegenden „moralischen Satz“ noch nicht verstehen und müssten deshalb falsche Schlussfolgerungen ziehen. Die „Moral“ der Fabel von der Grille und der Ameise, die am Anfang von La Fontaines Fabelbuch steht, kann nur lauten: Spare in der Zeit, so hast du in der Not: Eine Grille hat den ganzen Sommer über musiziert, ohne an den Winter zu denken; ihre Nachbarin, eine Ameise, hat dagegen Vorräte gesammelt, wie es ihrer Natur entspricht. Wenn die bise, der kalte Nordostwind, einsetzt, findet die Grille kein Futter mehr und bittet die Nachbarin, ihr etwas Korn zu leihen. Die Ameise lehnt nicht nur ab, sie verhöhnt die Grille obendrein: „Gesungen haben Sie? Nun, dann tanzen Sie jetzt!“ Die Hartherzigkeit der Ameise stößt ab; aber sie hat zu fressen, während die Grille Hungers sterben muss. Rousseau befürchtet, Kinder könnten aus der Fabel falsche Schlüsse ziehen und sich die Ameise zum Vorbild nehmen.

La Fontaine erzählt seine Fabeln mit einer gewissen Behaglichkeit, die selbst in diesem ungewöhnlich kurzen Stück (22 Verse zu sieben Silben) deutlich wird. Er vermenschlicht die Tiere weit stärker als Aesop und seine Nachahmer: Seine Ameise ist eine mürrische alte Jungfer oder Witwe. Solitär lebende Ameisen gibt es nicht, außerhalb des Ameisen„staates“ könnten sie nicht überleben; das hat der Dichter (ein Stadtmensch!) entweder nicht gewusst, oder es hat ihn ,nicht interessiert. Grillen brauchen sich wegen des harten Winters keine Sorgen zu machen, denn Feldgrillen leben sehr selten länger als zwei bis drei Monate, was La Fontaine (wie auch schon Aesop) ebenfalls ignoriert.

NIMM DIE WELT, WIE SIE IST

Die „Moral“, die Lehre, die man aus den Geschichten ziehen kann, macht La Fontaine durchaus explizit (meist wird sie von einem der Tiere selbst ausgesprochen), aber sie scheint nicht unbedingt wichtiger als die Erzählung. Das haben Lessing, der seine Prosafabeln so knapp wie nur möglich erzählt, und andere La Fontaine und seinen Nachahmern oft zum Vorwurf gemacht. In der Fabel gilt das Recht des Stärkeren: Schon Aesop erzählt die Geschichte vom Lamm und dem Wolf, die beide, in einiger Entfernung voneinander, aus einem Bach trinken. Der Wolf, der das Lamm fressen will, wirft ihm vor, das Wasser zu trüben; das Lamm weist darauf hin, dass der Wolf näher an der Quelle steht, das Wasser also von ihm zum Lamm fließt. Daraufhin behauptet der Wolf, das Lämmchen wäre vor einem halben Jahr dabei gewesen, als sein Vater ihn beleidigte und deshalb gefressen wurde; das Lamm wäre ihm entkommen, aber es verweist darauf, dass es erst vier Wochen alt ist! Natürlich macht das keinen Eindruck auf den Wolf: Er frisst das Lamm, das sich nicht wehren kann. Diese Fabel ist ein gutes Beispiel für das, was man als die  „Sklavenmoral“ der Gattung bezeichnet hat; die „Moral“ kann nur lauten: Die Welt ist halt so, wie sie ist; wenn du es mit einem Wolf zu tun bekommst, lauf weg, solange noch Zeit ist, sonst bist du verloren! Wenn die Fabel eine solch pessimistische Botschaft verkündet, stabilisiert sie die hierarchische Ordnung des Ancien Régime.

Fabeln, die optimistischer auf die Welt schauen, sind seltener, aber es gibt sie doch: Schon Aesop erzählt von den zwei Fröschen, die in eine Schüssel Milch gesprungen waren; als sie getrunken hatten, kamen sie nicht mehr heraus, die Wand der Schüssel war zu glatt. Der eine Frosch resignierte und ertrank; der andere strampelte weiter, bis die Milch unter seinen Füßen zu Butter wurde, damit hatte er festen Grund und konnte aus der Schüssel hüpfen. Die Lehre (die hier nicht explizit formuliert wird) ist klar: Man soll nie aufgeben!

VON DER FABEL ZUR PARABEL

Im 20. Jahrhundert haben vor allem linke Autoren Fabeln erfunden, die die Welt als veränderbar darstellen, wie in Bertolt Brechts Gedicht Der Fisch Fasch: Dieser Fasch ist ein Parasit (er steht für die alte Oberschicht): Er arbeitet nicht und wäre dazu auch nicht in der Lage; einzig sein „weißer Asch“ zeichnet ihn aus. „Die Leute“ betrachten ihn anscheinend als eine Art Hofnarren und lassen ihn an ihrem Tisch mitessen. Wenn aber eine Hungersnot ausbricht, ist das nicht mehr möglich: Alle bringen, was sie noch an Vorräten haben, nur der Fisch Fasch bringt nichts. Daraufhin werfen ihn die Leute „mal ganz rasch durch die Eichentür und verhauten ihm draußen / seinen weißen Asch“.

Im 20. Jahrhundert verschwimmt die Grenze zwischen Fabel und Parabel (ebenfalls eine Beispielerzählung, die aber anders als die Fabel den zugrundeliegenden „moralischen Satz“ nicht formuliert, sondern es dem Leser aufgibt, die Bedeutung zu finden), z. B. bei Franz Kafka. Traditionelle Fabeln werden ironisiert, vor allem bei James Thurber (Rotkäppchen verrät dem Wolf, dass sie zu ihrer Großmutter geht, der Wolf frisst die Großmutter und legt sich in ihr Bett; aber das Mädchen erkennt ihn, holt eine Pistole aus ihrem Korb und erschießt ihn; Moral: Kleine Mädchen sind nicht mehr so leicht zu täuschen wie früher), in der deutschen Literatur bei Wolfdietrich Schnurre. In den mehr als zweieinhalb Jahrtausenden ihrer Geschichte hat die Tierfabel viele Entwicklungen und Wandlungen erfahren; auch heute noch lädt sie Autoren dazu ein, die Tradition neu zu befragen und weiterzudenken.

Fabeln erzählen meist von wild lebenden Tieren; Haustiere kommen allenfalls als Kontrast zu ihren in Freiheit lebenden Vettern vor wie in der bereits erwähnten Fabel vom freien Wolf, der nicht mit dem Kettenhund tauschen will (was übrigens ein bisschen an die weit verbreitete Fabel von der Feldmaus und der Stadtmaus erinnert: Die Feldmaus, die sich mühsam ernährt, beneidet die Stadtmaus, die es viel besser hat, nicht mehr, wenn sie erkennt, welche Gefahren ihr täglich drohen).

Von Katzen ist in der Fabel erstaunlich selten die Rede. Die bekannte Geschichte von den Mäusen, die beschließen, der Katze ein Glöckchen umzuhängen, damit sie hören, wenn sie kommt, und sich in Sicherheit bringen können (was daran scheitert, dass sich keine Maus bereitfindet, diese lebensgefährliche Aufgabe zu übernehmen), ist keine Katzen-, sondern eine Mäusefabel. Das liegt vielleicht daran, dass die Haltung der Menschen gegenüber der unberechenbaren Katze ambivalent ist: Einerseits ist sie sehr nützlich, weil sie Mäuse und Ratten vertilgt, und eine liebe Hausgenossin; andererseits erscheint vor allem die schwarze Katze als dämonisches Tier: Sie ist die Begleiterin der Hexen, die sich oft auch selbst in Katzen verwandeln können. Schon im Mittelalter glaubte man an eine enge Beziehung zwischen Katzen und Frauen, die vielen Männern ja auch nicht so ganz geheuer sind. Wie gesagt stehen die Fabeltiere für bestimmte, klar definierte Eigenschaften; aus dem verwirrend widersprüchlichen Bild der Katze eindeutige Lehren abzuleiten, wäre wohl schwierig gewesen.

Edward Bonds Buch zur Englischen Katze ist keine Fabel im engeren Sinne, aber man kann es als Parabel auffassen, deren Botschaft nicht eindeutig ist. Bonds Buch hat auch eine politische Dimension: Minette und Babette, die Katzen vom Land, und der Streuner Tom leben nach Katzenart von den Mäusen und Ratten, die sie erjagen. Die Londoner Katzen sind degeneriert, sie haben die „Königliche  Gesellschaft für den Schutz der Ratten“ gegründet. Die Mitglieder der K.G.S.R. sind Heuchler wie die philanthropischen Kapitalisten unter den Menschen. Besondere Bedeutung kommt der Figur der Louise zu, jener „Adoptivmaus“, die von der K.G.S.R. vor dem Gefressenwerden gerettet wurde und „miauen gelernt“ hat; der Mord an Tom hat ihr die Augen geöffnet, sie sagt sich von den Katzen los. Mit dieser unerwarteten Schlusswendung seiner Tiergeschichte erweckt Bond eine leise Hoffnung auf eine bessere Welt.

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Albert Gier

Albert Gier, Promotion in Bonn und Habilitation in Heidelberg, ist Professor im Ruhestand für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg. 1994 begründete er dort ein „Dokumentationszentrum für Librettoforschung“, das nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Herbst 2016 dem „Archiv für Textmusikforschung“ am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck eingegliedert wurde. 1998 erschien Das Libretto. Theorie und Geschichte einer musikoliterarischen Gattung, das sofort zum Standardwerk avancierte. Zahlreiche Artikel zum Thema „Libretto“ in überregionalen Zeitungen sowie Beiträge in Programmheften, Rundfunksendungen u. v. m.

DIE ENGLISCHE KATZE