5. Akademiekonzert: Stéphane Denève

Drei französische Komponisten und einer, der es im Herzen war: Im fünften Akademiekonzert erklingen in einem vierteiligen Abend drei Suiten und das Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 von Camille Saint-Saëns. Jenes richtungsweisende Werk, das 1873 das Solokonzert mit Violoncello als Gattung etabliert hat. Zuvor erklingt Francis Poulencs Ballettsuite Les Biches – die vor Anspielungen auf Jazz- und Tanzmusik nur so strotzt und dem Komponisten 1924 zum Durchbruch verhalf. Vervollständigt wird das Programm durch zwei weitere Ballettsuiten: Igor Strawinskys Pulcinella-Suite – welche den Beginn seiner neoklassizistischen Periode markiert – sowie Maurice Ravels Suite Nr. 2 aus seinem Ballett Daphnis et Chloé. Ravel zeigt mit aufgestockter Holzbläser-Gruppe und großem Schlagwerk, wie opulent Orchestermusik klingen kann; auffälliger noch ist der Klangfarbenreichtum des Stückes. Musikalisch werden Naturmotive verarbeitet; er selbst bezeichnete es als „ein ausladendes musikalisches Fresko voll Hingabe an das Griechenland meiner Träume“. Das Solo übernimmt der norwegische Cellist Truls Mørk; am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Stéphan Dénève. Der Musikalische Leiter des St. Louis Symphony Orchestra und Künstlerische Leiter der New World Symphony ist bekannt für seine Interpretation des französischen Repertoires und stellt sich erstmals an der Bayerischen Staatsoper vor.
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