Marie-Ève Signeyrole

Die französische Regisseurin Marie-Ève Signeyrole machte sich zunächst als Filmregisseurin einen Namen, u. a. 2009 mit dem in Serbien gedrehten Spielfilm Alice au pays s’émerveille mit Emir Kusturica in der Hauptrolle. Gleichzeitig verfolgte sie eine Karriere im Theaterbereich. 2012 brachte sie mit Janáčeks Das schlaue Füchslein ihre erste Operninszenierung auf die Bühne des Opernhauses Montpellier. Ihr Deutschland-Debüt erfolgte 2019 mit ihrer Inszenierung La Damnation de Faust an der Staatsoper Hannover, die mit dem FAUST-Preis nominiert wurde. Sie realisierte zudem eigene, auch partizipative Musikprojekte. So ist sie u. a. Autorin des partizipativen Musikprojektes La Soupe Pop und entwickelte das sinfonische Projekt Baby Doll, das von sieben französischen Orchestern zum Beethoven-Jahr 2020 in Auftrag gegeben wurde. Ihre Arbeit führte sie weiterhin u. a. an der Oper Dortmund für die Deutsche Erstaufführung von Frédégonde, an die Semperoper Dresden für Turandot, für Camille Saint-Saëns’ Samson et Dalila für die Opéra national du Rhin sowie an die Deutsche Oper Berlin für Macbeth. Marie-Eve Signeyrole gab mit der Inszenierung von Haydns L’Infedeltà delusa in der Spielzeit 2021/22 ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper. In der Spielzeit 2026/27 kehrt sie hierher zurück und inszeniert mit Werther erstmals auf der Bühne des Nationaltheaters. (Stand: 2026)