3. Academy Concert: Vladimir Jurowski
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3. Academy Concert: Vladimir Jurowski

Ein Fest für Streicher und zugleich ein Manifest gegen den Krieg hat Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski für das dritte Akademiekonzert zusammengestellt. In unmittelbarer Reaktion auf den Zweiten Weltkrieg schrieb Arthur Honegger seine dritte Sinfonie – ein Werk in enger Verbindung zu den Schrecken des Krieges und dem ausdrücklichen Wunsch nach Frieden, was sich in den Satzüberschriften wiederfinden lässt: Dies Irae („Tag des Zorns“) aus der Totenmesse, De profundis clamavi („Aus der Tiefe rufe ich“) aus Psalm 130 (129) und Dona nobis pacem („Gib uns Frieden“) aus dem Messordinarium. Dem voran steht Samuel Barbers Adagio for Strings, mit dem der amerikanische Komponist quasi über Nacht berühmt und welches schnell auch über die Klassikbranche hinaus populär wurde: In zahlreichen Filmen, darunter Der große Diktator und Der Soldat James Ryan, aber auch zu Trauerfeiern wie für Opfer der Terroranschläge am 11. September 2001 wurde es gespielt. Ein zart-schmerzliches, maximal wehmütiges Werk, das bis heute nichts an seiner Gefühlskraft eingebüßt hat. Der erste Teil des Abends widmet sich ganz den Streichinstrumenten: Mit Frank Peter Zimmermann kehrt ein ausgewiesener Hindemith-Experte zum Bayerischen Staatsorchester zurück. Er interpretiert Paul Hindemiths 1939 im schweizerischen Exil entstandenes Violinkonzert. Hier zeigt sich der Vertreter der Neuen Sachlichkeit auf ungewohnt lyrischen, klassisch-romantischen Wegen. Eingeleitet wird der Abend von Sergej Prokofjews Andante für Streichorchester – eigentlich der dritte Satz seines ersten Streichquartetts, aber vom Komponisten so sehr geschätzt, dass er sein Lieblingsstück zu einem eigenständigen Werk für Streichorchester umgearbeitet hat.
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