07:00 pm | Nationaltheater

Faust

Charles Gounod

Prices L , € 163 / 142 / 117 / 91 / 64 / 39 / 15 / 11 Subscription-Serie 13

Oper

Oper
#BSOfaust

Faust

Composer Charles Gounod. Libretto von Jules Barbier und Michel Carré.

Oper in fünf Akten (1859)

empfohlen ab 14 Jahren

In französischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. New Production.

Duration est. 3 hours 30 minutes

Akt I est. 07:00 pm - 07:25 pm Akt II est. 07:25 pm - 07:50 pm Akt III est. 07:50 pm - 08:40 pm Interval est. 08:40 pm - 09:15 pm Akt IV est. 09:15 pm - 10:00 pm Akt V est. 10:00 pm - 10:30 pm

Koproduktion mit dem Teatr Wielki - Opera Narodowa, Warschau

Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn im Capriccio-Saal statt. Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.


 

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Der alternde Gelehrte Faust lässt sich auf seiner vergeblichen Suche nach dem Sinn des Lebens auf einen Handel mit dem Teufel ein: Méphistophélès kauft ihm seine Seele ab und verspricht ihm ewige Jugend und Liebe. Faust verliebt sich in Marguerite, verlässt sie aber bald. Nachdem sie das gemeinsame Kind getötet hat, verfällt Marguerite dem Wahnsinn, geht aber als moralisch Überlegene aus der Begegnung mit Faust hervor.

Unter den zahlreichen Vertonungen des berühmtesten Stoffs der deutschen Literaturgeschichte ist die Oper des Franzosen Charles Gounod vermutlich die bekannteste. Die französische Oper entwickelte im 19. Jahrhundert eine große Vorliebe für deutsche Sujets, ging mit diesen bei der Umgestaltung zum Libretto jedoch oft sehr frei vor. Tatsächlich machte das französische Librettisten-Erfolgsduo Michel Carré and Jules Barbier – Autoren auch des Textes von Les Contes d’Hoffmann – aus der Vorlage einen höchst wirkungsvollen Operntext mit einer ausgeprägten Dramaturgie der Kontraste: Trinkszenen sind intime Balladen gegenübergestellt, Soldatenchören die Bittgesänge im Gottesdienst. Nicht zuletzt dank seiner unvergänglichen Arien ist Gounods Faust zu der nach Georges Bizets Carmen erfolgreichsten französischen Oper geworden.

Cast

  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chorus of the Bayerische Staatsoper

Upcoming Shows

Timeline

  1. 1480-08-16
  2. 1500-02-07
  3. 1537-05-12
  4. 1587-12-23
  5. 1604-08-25
  6. 1746-05-18
    1749-06-25
  7. 1765-03-06
    1769-10-30
  8. 1770-01-10
    1771-08-28
    1772-02-12
    1775-09-13
  9. 1786-01-16
    1788-03-12
    1789-06-18
  10. 1791-07-18
    1797-11-15
  11. 1805-02-20
    1806-01-06
    1808-05-18
  12. 1816-06-14
    1818-07-28
  13. 1821-10-08
    1823-05-21
    1825-05-18
    1826-02-08
    1829-12-16
  14. 1830-03-12
    1832-12-12
    1836-02-10
    1838-09-13
    1839-01-07
  15. 1840-04-13
    1841-05-12
    1842-08-24
    1846-11-18
    1847-01-12
    1848-03-24
    1849-12-12
  16. 1850-04-15
    1851-10-14
    1852-01-13
    1856-02-13
    1858-11-24
    1859-05-11
  17. 1860-01-09
    1861-05-15
    1862-03-06
    1863-10-13
    1864-07-26
    1866-05-23
    1867-09-26
    1869-12-22
  18. 1870-08-31
    1871-08-23
    1872-05-15
    1874-02-11
    1875-03-17
  19. 1881-12-29
    1883-02-14
    1885-03-18
  20. 1893-05-17
  21. 1901-05-08
  22. 1913-11-12
  23. 1927-04-11
  24. 1943-09-01
  25. 1971-06-17
    1974-05-22
  26. 1998-05-13
  27. 2021-12-14
    2022-03-17
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  1. Production relevant event
    1480

    Johann Georg Faustus wird in Knittlingen geboren. Er studiert ab 1438 in Heidelberg. Laut seiner Visitenkarte ist er „Magister Georg Sabellicus, Faustus iunior. fons necromanticorum, astrologus, magus secundus, chiromanticus, agromanticus, pyromanticus, in hydra arte secundus“. Zu seinem wirklichen Beruf, seiner Ausbildung und seiner Herkunft ist wenig bekannt. Als umherwandernder Astrologe, Magier, Wahrsager und Alchemist zieht er mit Auftritten z. B. in Wirtshäusern immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Die wenigen erhaltenen Quellen über sein Leben, neun an der Zahl, sind widersprüchlich. Keine berichtet von einer persönlichen Begegnung mit Faustus, vielmehr geben sie Eindrücke anderer oder bereits über ihn kursierende Geschichten wieder. Faustus gilt als Pseudogelehrter ,mit zwielichtigen Absichten, als Schwindler und Betrüger. Dies trägt zur Fiktionalisierung seines Lebens und zur Entstehung des Faust-Mythos bei, der nach seinem Tod (um 1541) weitergesponnen wird.

    BN : Landesarchiv Baden-Württemberg,  Hauptstaatsarchiv Stuttgart - H 107/16 Bd. 5 Bl7 Bild 1 -http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-513345 

  2. Production relevant event
    1500

    In den sogenannten Höllenzwängen (Zauberbüchern) finden sich Zauber ca. 1500 sprüche, die von Johann Georg Faustus stammen sollen. Mit dem Ende des Mittelalters und der Abnahme des Wunderglaubens wächst das Interesse an Faustus als literarischer Figur.

    BN: Wikimedia Commons/Gemeinfrei 

  3. Production relevant event
    1537

    Martin Luther erwähnt Faustus in seinen Tischreden und nennt ihn einen „Teufelsbündler“.

  4. Production relevant event
    1587

    Der Verleger und Drucker Johann Spies veröffentlicht sein bekanntestes Druck-Erzeugnis: Das Volksbuch Historia von D. Johann Fausten. Dieses Volksbuch versammelt Geschichten aus Fausts Leben, wobei der christliche Verfasser ein negatives Faust-Bild zeichnet. Das Buch wird in den folgenden elf Jahren 19 Mal aufgelegt. Es ist Ausgangspunkt für die fortdauernde Beschäftigung mit der Figur des Faust in der Literatur und Kunst.

    BN:Historia von D. Johann Fausten,  Gedruckt von Johann Spies, 1587
    - Goethe-Museum Düsseldorf / Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung - Invno: KK / GB 4

  5. Historic event
    1604

    Christopher Marlowes Tragödie The Tragical History of the Life and Death of Doctor Faustus erscheint in Großbritannien. Sie gilt als erste literarischeAuseinandersetzung mit dem Faust-Stoff.

  6. Production relevant event
    1746

    8. Februar: Susanna Margaretha Brandt wird in Frankfurt am Main geboren

  7. Production relevant event
    1749

    28. August: Johann Wolfgang Goethe wird in Frankfurt am Main geboren.

    BN: Wikimedia Commons/ aus: Hans Wahl , Anton Kippenberg:
    Goethe und seine Welt; Insel-Verlag; Leipzig 1932, S. 5 - Public Domain

  8. Production relevant event
    1765

    Goethe beginnt sein Jura-Studium in Leipzig. In der damaligen Weltstadt beschäftigt er sich neben dem Studium mit Musik, Poesie und Kunst.

  9. Production relevant event
    1769

    Der Arzt Johann Friedrich Metz, der später Brandt bis zu ihrer Hinrichtung medizinisch betreuen wird, behandelt bei Goethe eine tuberkulöse Geschwulst am Hals. Nebenbei hilft er ihm bei der Einrichtung eines kleinen Labors. Darin führen er, Goethe und die Stiftsdame Susanne von Klettenberg zu ihrer Unterhaltung alchemistische Experimente durch, bei denen sie aus Mineralien Organisches herzustellen versuchen.

  10. Production relevant event
    1770

    Brandt wird von einem niederländischen Goldschmiedegesellen, der auf der Durchreise in Frankfurt ist, mutmaßlich vergewaltigt und ungewollt schwanger. Im Prozess sagt sie aus, dass er ihr "etliche Gläser Wein zu trinken gegeben [...] [und] sie auf das Bett gezerret" habe.

  11. Production relevant event
    1771

    Im Sommer schließt Goethe sein Studium in Straßburg mit der Lizentiatenwürde ab. Zuvor war seine eingereichte Dissertation, die sich mit dem Verhältnis von Staat und Kirche befasste, aufgrund ihrer religionskritischen Haltung abgelehnt worden.
    1. August: Brandt bringt nach ihrer unbemerkten Schwangerschaft heimlich ein Kind zur Welt. Nach der Sturzgeburt tötet sie in ihrer Verzweiflung das Neugeborene.
    3. August: Nachdem sie am Vortag nach Mainz geflohen war, kehrt Brandt nach Frankfurt zurück, wo sie steckbrieflich gesucht wird. Am Bockenheimer Tor nimmt man sie fest. Zwei Tage später gesteht sie, das Kind erdrosselt zu haben.
    23. November: Brandts Verteidiger Schaaf legt im Prozess seine Verteidigungsschrift vor. Darin argumentiert er, dass Brandt ihr Kind aus Verzweiflung getötet habe, um ihre Ehre zu retten und dass der Schuldige der Verführer sei. Er plädiert für eine Strafmilderung und fordert die Einrichtung eines Findelhauses in Frankfurt. Aufgrund von Brandts Geständnis wird die Anklage jedoch beibehalten.

  12. Production relevant event
    1772

    7. Januar: Das Urteil gegen Brandt wird gefällt: Hinrichtung durch das Schwert.
    14. Januar: Nachdem ihr Gnadengesuch abgelehnt worden ist, wird die Hinrichtung Brandts vor der Hauptwache vollzogen. Goethe, der sich zu der Zeit in Frankfurt aufhält und den Prozess verfolgt, erlebt die Hinrichtung. Er arbeitet als Rechtsanwalt und kennt viele der am Brandt-Prozess Beteiligten. Er lässt sich Abschriften von den Akten anfertigen und beginnt mit der Arbeit am Urfaust, der in den folgenden drei Jahren entsteht (erste Arbeitsphase).

    BN: Wikimedia Commons/ Gemälde: "Hauptwache mit Blick auf die Katharinenkirche und Zeil"
    um 1760, von Christian  Georg Schütz d. Ältere - Public Domain 

  13. Production relevant event
    1775

    Goethe liest am Hof zu Weimar erstmals aus dem Urfaust vor.

  14. Production relevant event
    1786

    Mai: Goethe kehrt nach Weimar zurück. Im September reist Goethe nach Italien. Seine Italienreise hilft ihm aus einer persönlichen Krise und inspiriert sein künstlerisches Schaffen.

  15. Production relevant event
    1788

    In den folgenden zwei Jahren arbeitet er erneut an Faust (zweite Arbeitsphase). In Rudolstadt lernt er Friedrich Schiller kennen. Die erste Begegnung verläuft distanziert, erst im Sommer 1794 beginnt ihr freundschaftlicher Austausch.

    BN: Wikimedia Commons/Illustration, nach Originalzeichnung von Andr. Müller:  
    Schiller, Wilhelm und Alexander von Humboldt und Goethe in Jena, aus:
    Die Gartenlaube, Leipzig, 1860, S. 229 - Public Domain 

  16. Production relevant event
    1789

    14. Juli: Sturm auf die Bastille, Beginn der Französischen Revolution.
    25. Dezember: August, unehelicher Sohn von Goethe und Christiane Vulpius, wird geboren. Die beiden kennen sich erst seit dem Vorjahr. Sie leben 18 Jahre unverheiratet zusammen. August ist das erste und einzige Kind des Paares, das nicht im Säuglingsalter stirbt.

  17. Production relevant event
    1791

    Goethe wird Direktor des Weimarer Hoftheaters (bis 1817). Er lässt hauptsächlich eigene Werke sowie Werke von Schiller und William Shakespeare aufführen.

  18. Production relevant event
    1797

    Schillers Drängen, Goethe möge Faust vollenden, trägt Früchte: im Juni beginnt Goethe mit der dritten Arbeitsphase, die bis 1803 andauert. Schiller hatte seit 1794 versucht, Goethe zur Wiederaufnahme zu überreden.

  19. Historic event
    1805

    9. Mai: Schiller stirbt in Weimar, vermutlich an einer Lungenentzündung.

  20. Production relevant event
    1806

    19. Oktober: Goethe und Christiane Vulpius lassen sich in Weimar trauen.

  21. Production relevant event
    1808

    Goethes Tragödie Faust I erscheint.

    BN: Wikimedia Commons/Foto H.-P.Haack - CC BY-SA 3.0 -
    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Goethe_Faust_I_1808.jpg

  22. Production relevant event
    1816

    6. Juni: Christiane von Goethe (geb. Vulpius) stirbt.

  23. Production relevant event
    1818

    Charles François Gounod wird als Sohn des Malers François-Louis Gounod und der Pianistin Victoire Gounod (geb. Lemachois) in Paris geboren. Gounods Familie lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen und war von 1730 bis 1805 im Louvre, der Heimstätte von Handwerkern und Künstlern, ansässig.

    BN: Wikimedia Commons/ Charles Gounod, Foto von Bayard & Bertall, restauriert von Adam Cuerden, 1860, - Bibliothèque national de France - département Musique, ESTMACNUTT091 -  Id no btv1b84542916_1 - https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b84542916.r=btv1b84542916?rk=21459;2

  24. Production relevant event
    1821

    20. Oktober: Michel Carré wird in Besançon geboren.

  25. Production relevant event
    1823

    Gounods Vater stirbt, als Gounod fünf Jahre alt ist. Fortan ist seine Mutter für ihn die wichtigste Bezugsperson. Sie sorgt dafür, dass Gounod eine gute, teils private, Schulausbildung erhält und wird seine musikalische Karriere zielstrebig fördern.

  26. Production relevant event
    1825

    Goethe entschließt sich zur Vollendung des zweiten Faust-Teils. Diese vierte Arbeitsphase basiert auf früheren Notizen und dauert bis 1831 an.
    8. März: Jules Barbier wird in Paris geboren.

  27. Production relevant event
    1826

    Die Faust-Übersetzung des französischen Schriftstellers Gérard de Nerval erscheint. Sie trägt entscheidend zur Verbreitung von Goethes Faust in Frankreich bei.

  28. Production relevant event
    1829

    19. Januar: Goethes Faust wird in Braunschweig uraufgeführt.
    Hector Berlioz komponiert auf Basis der Nerval-Übersetzung als sein Opus 1 die Schauspielmusik Huit scènes de Faust.

    BN: Wikimedia Commons/Theaterzettel vom 19.1.1829 - gemeinfrei 

  29. Historic event
    1830

    Julirevolution: Seit Ende der Napoleonischen Kriege (1792–1815) war Frankreich eine konstitutionelle Monarchie. König Karl X. will den Einfluss des Adels vergrößern und die Presse zensieren. Nach Barrikadenkämpfen in Paris dankt Karl X. ab und flieht nach England. Der neue König der sogenannten Julimonarchie (1830–1848), Louis-Philippe I., erhält den Namen „Bürgerkönig“. In Frankreich schreiten Industrialisierung und Kapitalisierung voran.

  30. Production relevant event
    1832

    22. März: Goethe stirbt in Weimar. Einige Monate später wird Faust II von seinem Vertrauten Johann Peter Eckermann und seinem Sekretär Friedrich Wilhelm Riemer veröffentlicht.

    BN: Zeichnung: Johann Wolfgang von Goethe am 26.3.1832, von Friedrich  Preller der Ältere,
    - Goethe Museum Düsseldorf/ Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung -  Invno: KK 205

  31. Production relevant event
    1836

    Nach dem Tod seines privaten Musiklehrers wird Gounod Kontrapunkt und Kompositionsschüler am Pariser Konservatorium.

  32. Production relevant event
    1838

    Gounod liest mit 20 Jahren Goethes Faust in der Nerval-Übersetzung.

  33. Production relevant event
    1839

    Mit 21 Jahren gewinnt Gounod mit seiner Kantate Fernand den 1. Preis beim Prix de Rome. Der Kompositionswettbewerb ist der bedeutendste für junge französische Komponist:innen und wurde von 1795 bis 1968 bis auf wenige Ausnahmen jährlich ausgetragen. Der 1. Preis beinhaltet u. a. einen längeren Aufenthalt in Italien.

  34. Production relevant event
    1840

    Gounods Rom-Aufenthalt von Januar 1840 bis Mai 1842 prägt ihn nachhaltig. Er bleibt sechs Monate länger als geplant. Erstmals ist er von seiner Mutter getrennt und findet andere Bezugspersonen, z. B. Dominikanerprediger Jean Baptiste Henri Lacordaire. Neben den kirchlichen Einflüssen kommt er mit der Musik Palestrinas und gregorianischen Chorälen sowie mit Kunstwerken von Raffael und Michelangelo in Berührung. Außerdem lernt er die Sängerin Pauline Viardot-García und die Pianistin Fanny Hensel kennen. Letztere macht ihn mit der deutschen Instrumentalmusik von Bach und Beethoven bekannt.
    Zwischen 1840 und 1842 fertigt Gounod Skizzen für eine geplante Faust- Oper an. Zudem komponiert er das Klavierstück A la lune, das eine Melodie enthält, die er später in seiner Faust-Oper für das Garten-Duett zwischen Faust und Marguerite verwendet.

  35. Production relevant event
    1841

    Gounod schreibt seinem Bruder von ersten musikalischen Skizzen für Faust in der Hoffnung, daraus eine Oper zu machen, für die er den berühmten Librettisten Mélesville gewinnen möchte.

    BN: Wikimedia Commons/Zeichnung: Charles Gounot au piano, á la Villa Médicis/Yes et Barret d´aprésIngres, von Jean-Auguste-Dominique Ingres, 1880 -  Bibliothèque nationale de France, département Musique, Est.GounodC.003 - idno btv1b8420433c -  https://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb39605843b

  36. Production relevant event
    1842

    und 1843: Gounod reist nach Wien und besucht Hensel in Berlin. Von dort fährt er nach Leipzig zu ihrem Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy und wohnt der Aufführung von dessen dritter Symphonie durch das Gewandhausorchester bei. Zurück in Paris erhält Gounod eine Anstellung als Maître de chapelle an der Église des Missions étrangères. Er erwägt, Priester zu werden.

  37. Historic event
    1846

    6. Dezember: konzertante Uraufführung von Berlioz’ Légende-dramatique La Damnation de Faust an der Pariser Opéra-Comique.

  38. Production relevant event
    1847

    Theologie-Studium Gounods im Karmeliterseminar Saint-Sulpice, das er nach fünf Monaten abbricht.

  39. Historic event
    1848

    Gounod wendet sich wieder dem Musiktheater zu. Zudem beschäftigt er sich erneut mit Goethes Faust (in der Übersetzung von Blaze de Bury): Gounod notiert erste Ideen für die Walpurgisnacht.
    24. Februar: In Frankreich erzwingt die bürgerlich-demokratische Februarrevolution die Abdankung des „Bürgerkönigs“ Louis-Philippe I., woraufhin die Zweite Französische Republik ausgerufen wird. Die Unruhen in Frankreich greifen auf den Deutschen Bund über, dort kommt es zur Märzrevolution.
    18. Mai: Eröffnung der Verfassungsgebenden Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche.
    10. Dezember: Louis-Napoléon Bonaparte, Neffe des ehemaligen Kaisers Napoléon Bonaparte, wird zum französischen Staatspräsidenten gewählt.

  40. Production relevant event
    1849

    Gounod komponiert eine musikalische Skizze mit dem Titel Marguerite à l’église, deren Musik sich jedoch gänzlich von der späteren Opernszenein der Kirche unterscheidet.

  41. Production relevant event
    1850

    19. August: Michel Carrés Drama Faust et Marguerite wird am Gymnase-Dramatique uraufgeführt. Er verleiht der Figur von Siébel mehr Gewicht, indem dieser als Student von Faust dessen Konkurrent beim Umwerben Marguerites wird. Auch Valentin bekommt mehr Bedeutung, wohingegen Carré den Kindsmord Marguerites ausspart.

    BN: Foto - Michel Carré, Fotograf unbekannt, 1894  -  Bibliothèque nationale de France, département Bibliothèque-musée de l'opéra, ESTAMPES SCENES Faust (33,2) -
    Idno Btv1b8438870s - https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b8438870s.r=michel%20Carre?rk=21459;2

  42. Production relevant event
    1851

    Sapho, Gounods erste Oper, wird in der Salle Le Peletier in Paris uraufgeführt. Viardot hatte dem damals in der Musikszene unbekannten Gounod den Librettisten Émile Augier vermittelt und übernahm die Titelpartie. Die Librettisten Jules Barbier und Michael Carré, die später mit Gounod zusammenarbeiten werden, schreiben auf der Basis von verschiedenen Erzählungen E. T. A. Hoffmanns das Drama Les contes d’Hoffmann. Es ist die Grundlage für das Libretto der 1881 uraufgeführten gleichnamigen Oper von Jacques Offenbach.
    In Aufzeichnungen vom Jahresende 1851 finden sich Hinweise, dass Gounod wieder über eine Faust-Oper nachdenkt und dafür mit dem Librettisten Augier zusammenarbeiten möchte.

    BN:  Zeichnung: Sapho : six maquettes de costumes, Paul Dormier, 1851  Bibliothèque nationale de France, D216-17 (13-19) - Idno: btv1b84545932 - https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b84545932/f2.item.r=btv1b84545932

  43. Production relevant event
    1852

    April: Gounod heiratet Anna Zimmermann, die Tochter seines Klavierlehrers am Konservatorium.
    Gounod wird Direktor (bis 1859) der Pariser Chorvereinigung Orphéon.
    2. Dezember: Louis-Napoléon Bonaparte lässt sich zum Kaiser Napoléon III. ernennen. Beginn des Zweiten Kaiserreichs (Second Empire), das 1870 im Deutsch-Französischen Krieg endet.

  44. Production relevant event
    1856

    Mitte der 1850er Jahre ist Gounod eine arrivierte Persönlichkeit. Wahrscheinlich haben Léon Carvalho, der Direktor des Pariser Théâtre-Lyrique, und Jules Barbier Gounod ungefähr zur selben Zeit vorgeschlagen, eine Faust-Oper zu schreiben (dazu existieren widersprüchliche Aussagen). Diese soll an Carvalhos Theater gespielt werden. Barbier entwirft auf Basis des Theaterstücks von Carré das Libretto für Gounod, der mit der Komposition beginnt. Als sich herausstellt, dass ein Konkurrenztheater, das Théâtre de la Porte Saint-Martin, ebenfalls ein Faust-Stück plant (von Adolphe d’Ennery), drängt Carvalho auf einen anderen Stoff, und die Arbeit an Faust wird unterbrochen. Zudem erleidet Gounod einen ersten psychischen Krankheitsanfall.

  45. Production relevant event
    1858

    14. Januar: Felice Orsini verübt ein Attentat auf Napoleón III., das dieser überlebt.
    15. Januar: Die Oper Le médecin malgré lui (Musik von Gounod, Libretto von Barbier und Carré) wird am Théâtre-Lyrique uraufgeführt. Die Premiere von Adolphe d’Ennerys Drame fantastique Faust am nahegelegenen Théâtre de la Porte Saint-Martin fällt durch. Gounod, Barbier und Carré setzen daraufhin die Arbeit an ihrem Faust fort.

  46. Production relevant event
    1859

    19. März: Uraufführung von Gounods Faust am Pariser Théâtre-Lyrique, wie dort üblich mit gesprochenen Dialogen. Die bei der Uraufführung gespielte Fassung ist bereits die zweite Fassung der Oper, da die erste zu lang war und Gounod sie während der Proben adaptiert hat. Das Werk wird bis 1860 im Théâtre-Lyrique gespielt.

    BN: Lithographie: Faust, acte V, 2e tableau, le palais de Méphistophélès, von Victor Goindre,1859   -  Bibliothèque nationale de France, département Bibliothèque-musée de l'opéra, ESTAMPES SCENES Faust (5) - Idno: btv1b84388412_1c - https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b84388412.r=btv1b84388412?rk=21459;2

  47. Production relevant event
    1860

    Gounod erarbeitet die Rezitativfassung seines Faust.
    17. März: Gounod reist zu einer Faust-Aufführung nach Straßburg. Dort wird er vor seinem Hotel von Fackelträgern, Orchester und Chor empfangen, die drei Stücke aus der Oper spielen. Am Tag darauf ehren ihn der Dirigent der Vorstellungen sowie der Direktor des Theaters mit der Übergabe einer goldenen Krone. Der Erfolg in Straßburg führt das Werk auf die Bühnen der wichtigsten Städte in Frankreich.
    März: Belgische Erstaufführung von Gounods Faust.

  48. Production relevant event
    1861

    10. August: Deutsche Erstaufführung von Gounods Faust in Weimar. Im gleichen Jahr folgen Aufführungen in Stuttgart, Darmstadt und Dresden (dort erstmals als Margarethe). Für die Aufführungen in Deutschland erweitert Gounod Marguerites Lied vom König in Thule um 21 Takte.

    BN: Bayerische Staatsbibliothek; München - Abt.  Musica practica - Musikalien (Notendrucke)- Signatur: 
    4 Mus.pr. 44811 - Idno. No bsb11148824 - CC0 1.0 Universell

  49. Production relevant event
    1862

    12. Januar: Münchner Erstaufführung von Gounods Faust am Königlichen Hof- und Nationaltheater unter dem Titel Margarethe.
    19. April: In Paris wird zur Eröffnung des Neubaus des Théâtre-Lyrique an der Place du Châtelet (Direktor: Carvalho) Gounods Faust wiederaufgenommen. Es erfolgen inszenatorische Anpassungen an die veränderte Bühnensituation sowie diverse Änderungen durch den Komponisten, u. a. ist in der Kirchenszene statt Méphistophélès nun die „Stimme des Gewissens“ zu hören. Gounod gewinnt den Verleger Antoine de Choudens für den Druck seines Werkes.
    11. November: An der Mailänder Scala wird Gounods Faust auf Italienisch (in einer vom Komponisten kritisierten Übersetzung) aufgeführt. Für die Aufführung in Italien streicht Gounod die Walpurgisnacht, baut dafür aber das Duett im Kerker aus.

    BN: Bayerische Staatsbibliothek, München - Abt.
    Bavarica - Alles auf Bayern Bezügliche - Signatur: 
    2 Bavar. 827-1862 - Idno: bsb10317342 - CC0 1.0 Universell 

  50. Production relevant event
    1863

    11. Juni: Am Her Majesty’s Theatre in London wird Faust auf Englisch aufgeführt, kurz darauf am Covent Garden. Für Constance Nantier-Didiée, die die Partie des Siébel übernimmt, ergänzt Gounod die Romance „Si le bonheur à sourire t’invite“.

  51. Production relevant event
    1864

    Für die Wiederaufnahme am Her Majesty’s Theatre in London komponiert Gounod auf Wunsch das Baritons Charles Santley die Valentin-Arie „Even bravest heart may swell“, die sich trotz ihrer unschönen Übersetzung („Avant de quitter ces lieux“) aufgrund ihres großen Effektes auch im Ausland verbreitete. Angeblich hat Gounod die Wiedergabe dieser Arie in Paris verboten – woran sich seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gehalten wird.

  52. Production relevant event
    1866

    Gounod wird Mitglied der Légion d’honneur und des Institut de France (Académie des beaux arts).

  53. Production relevant event
    1867

    Gounods Oper Roméo et Juliette wird – nach dem Misserfolg seiner Oper La Reine da Saba fünf Jahre zuvor – zur Pariser Weltausstellung erfolgreich uraufgeführt.

  54. Production relevant event
    1869

    Gounods Faust wird als Grand opéra in der Salle Le Peletier der Pariser Opéra aufgeführt – erweitert um die für die Aufführung in der Pariser Opéra obligatorische Ballettmusik. Diese neue Rezitativfassung von Gounods Oper mit der Ballettmusik wird am meisten gespielt werden. Mit seinen verschiedenen Fassungen trägt das Werk zum Gattungswandel bei. Als neuer Typus der Opéra-lyrique, geht Faust aus der Synthese der Opéra-comique mit gesprochenen Dialogen und der repräsentativen Grand opéra mit Ballettmusik hervor. Neu ist, dass neben dem Lyrisch- Sentimentalen Platz für Volkstümliches und Humor bleibt.
    23. April: Die Operette Le Petit Faust von Hervé mit einem Libretto von Adolphe Jaime und Hector Crémieux wird im Théâtre des Folies-Dramatiques uraufgeführt. Sie parodiert Goethes und Gounods Faust-Schöpfungen.

    BN: Lithographie: Jean-Baptiste Faure dans le rôle de Méphistophélès du "Faust" de Gounod , von A. Morlon, 1869 - Bibliothèque nationale de France, département Musique, Est. Faure J-B. 020 - idno: btv1b84178646_1 - https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b84178646.r=btv1b84178646_1?rk=42918;4

  55. Production relevant event
    1870

    19. Juli: Beginn des Deutsch-Französischen Krieges. Infolge der preußischen Belagerung Straßburgs wird das Opernhaus stark beschädigt und alle musikalischen Quellen von Gounods Faust-Aufführungen von vor zehn Jahren verbrennen.
    2. September: Gefangennahme des Kaisers Napoléon III. in Sedan. Zwei Tage später wird die Dritte Französische Republik proklamiert. Im Herbst siedelt Gounod mit seiner Familie infolge des Deutsch-Französischen Krieges nach London über. Dort kennt man ihn bereits als Komponisten des Faust und seiner Oper Roméo et Juliette und sieht ihn aufgrund seiner geistlichen Musik als Nachfolger Händels und Mendelssohns. Auch Queen Victoria schätzt ihn. Gounod komponiert in London geistliche Werke, hauptsächlich Chormessen, Oratorien und Psalmvertonungen.

  56. Production relevant event
    1871

    1. Mai: Aufführung von Gounods Motette Gallia zur Eröffnung der Royal Albert Hall. Nach der erfolgreichen Aufführung wird Gounod für ein Jahr der erste Dirigent der Royal Albert Hall Choral Society.
    10. Mai: Nachdem im Februar zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich der Vorfrieden von Versailles geschlossen worden ist, endet der Deutsch-Französische Krieg offiziell mit dem Frieden von Frankfurt. Gounod lernt in London die Amateur-Sängerin Georgina Weldon kennen und beginnt eine Affäre mit ihr. Seine Frau Anna kehrt zwei Monate später nach Paris zurück, wo die Presse über Gounods Affäre spottet. Gounod lebt drei Jahre bei Weldon, die 1875 nicht nur seine Autobiografie herausgibt, sondern zunehmend seine Geschäfte mit Verlegern verwaltet. Letzteres sorgt nach der Trennung der beiden im Jahr 1874 für einen mehrere Jahre andauernden Rechtsstreit, ausgelöst durch Gounods Rückkehr nach Paris.
    Das Erste Deutsche Strafgesetzbuch löst die Constitutio Criminalis Carolina, auf deren Grundlage Susanna Margaretha Brandt vor 100 Jahren verurteilt und hingerichtet worden ist, ab. In das Strafgesetzbuch des Deutschen Reiches wird unter § 218 das normierte Abtreibungsverbot aufgenommen. Der Grundstein für den Schwangerschaftsabbruch als Tötungsdelikt ist gelegt. Seither ist das Abtreibungsverbot Gegenstand politischer und gesellschaftlicher Diskussionen.

  57. Production relevant event
    1872

    27. Juni: Carré stirbt in Argenteuil.

  58. Production relevant event
    1874

    Schwere psychische Erkrankung Gounods. Im Juni kehrt er mit Hilfe von Freunden nach Paris zurück.

  59. Production relevant event
    1875

    Faust wird am Palais Garnier (der neuen, am 5. Januar desselben Jahres eingeweihten Spielstätte der Pariser Opéra) ins Repertoire übernommen. Bis zur Eröffnung der Opéra Bastille im Jahr 1989 wird Faust im Palais Garnier rund 3000 Mal gespielt.

  60. Production relevant event
    1881

    1. April: Gounods letzte Oper, Le tribut de Zamora, wird im Palais Garnier uraufgeführt, kann jedoch nicht an den Erfolg früherer Werke anknüpfen.

  61. Production relevant event
    1883

    22. Oktober: Das Metropolitan Opera House in New York (Vorgänger der heutigen Metropolitan Opera) wird mit einer Inszenierung von Gounods Faust eröffnet.

    BN: Source: Metropolitan Opera Archives Collection 

  62. Production relevant event
    1885

    Queen Victoria lädt Gounod ein. Er soll in Birmingham sein neues Oratorium Mors et Vita dirigieren, doch er kann nicht nach Großbritannien zurück, da ihm dort eine Verhaftung droht: Weldon hat Gounod auf einen hohen Schadensersatz für ihre Arbeit verklagt.

  63. Production relevant event
    1893

    18. Februar: erste szenische Aufführung von Berlioz’ La damnation de Faust an der Opéra de Monte Carlo in Monaco.
    18. Oktober: Gounod stirbt in Saint-Cloud bei Paris. Frankreich trauert umeinen führenden Komponisten des Second Empire (1852–1870). Seineletzte Schaffensphase weist einen religiösen Schwerpunkt auf: Er schriebein Dutzend Messen sowie Chorwerke und vertonte liturgische Texte.

    BN: Fotografie von Dornac -  Charles Gounod à l'orgue de son domicile - 1893
    - Bibliothèque nationale de France, département Musique, Est. Gounod C. 057 -
    idno: btv1b8420487x - https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b8420487x.r=btv1b8420487x_1?rk=21459;2

  64. Production relevant event
    1901

    16. Januar: Barbier stirbt in Paris.

  65. Historic event
    1913

    22. August: Im Veranstaltungslokal Neue Welt in Berlin wird auf Einladung des Berliner SPD-Vorstands zum Gebärstreik debattiert. Clara Zetkin und Rosa Luxemburg sprechen sich zum Ärger vieler Arbeiterinnen gegen den Gebärstreik aus, weil – so Zetkin – für den Befreiungskampf der Arbeiterklasse „die große Masse von ausschlaggebender Bedeutung“ sei. Im gleichen Jahr wird die sozialdemokratische Politikerin und Frauenrechtlerin Alma Wartenberg nach § 184 des Strafgesetzbuchs zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie über Verhütungsmethoden aufklärt. Wartenberg vertritt die Position, dass allein Frauen über die Zahl ihrer Geburten und über ihren Körper zu bestimmen haben.

  66. Historic event
    1927

    11. März: In einem Urteil bestätigt das Reichsgericht die Zulässigkeit eines der Ärzteschaft vorbehaltenen Schwangerschaftsabbruchs aus medizinischen Gründen unter Heranziehung des Güterabwägungsprinzips.

  67. Historic event
    1943

    Während des Zweiten Weltkriegs wird Gounods Faust unter dem Titel Margarethe im Münchner Nationaltheater gespielt.
    In der Verordnung zum Schutz von Ehe, Familie und Mutterschaft wird die Todesstrafe für alle eingeführt, die einen Schwangerschaftsabbruch planen oder durchführen. 1936 ist im nationalsozialistischen Strafgesetzbuch die Abtreibung von dem Abschnitt zu Tötungsdelikten unter dem Abschnitt „Angriffe auf Rasse und Erbgut“ eingeordnet worden.

  68. Historic event
    1971

    6. Juni: In der Titelgeschichte des neu erscheinenden Magazins Stern verkünden 374 Frauen, darunter viele Prominente, „Wir haben abgetrieben“.Mit ihrer öffentlichen Erklärung, dass sie gegen § 218 verstoßenhaben, wollen sie ein Verbot des Paragrafen herbeiführen und lösen einenbundesweiten Skandal aus.

  69. Historic event
    1974

    18. Juni: Der Bundestag beschließt im Fünften Gesetz zur Reform des Strafrechts (5. StrRG) die Straffreiheit bei einem Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche. Ein Jahr später kippt das Bundesverfassungsgericht die Regelung.

  70. Historic event
    1998

    1. April: Das Sechste Gesetz zur Reform des Strafrechts (6. StrRG) tritt in Kraft. Damit wird § 217 gestrichen, der bis dahin für der Tötung eines nichtehelichen Kindes in oder direkt nach der Geburt durch die Mutter eine mildere Strafe vorsah als bei Totschlag.

  71. Production relevant event
    2021

    10. September: In Frankfurt wird ein Gedenkstein für Brandt aufgestellt. Er trägt die Inschrift: „Susanna Margaretha Brandt 1772 als ,Kindsmörderin‘ verurteilt und auf der Hauptwache hingerichtet. Hier im ehemaligen Friedhof des Gutleuthofes bestattet. Als Gretchen in Goethes Faust unsterblich.“

    BN: Wikimedia Commons/RolfS -  CC BY-SA 4.0 -  https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gedenkstein_Susanna_Margaretha_Brand.jpg

  72. Historic event
    2022

    24. Juni: Der Deutsche Bundestag beschließt, das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche nach § 219a StGB aufzuheben. Ärztinnen und Ärzte können von nun an nicht nur im persönlichen Gespräch, sondern auch medial, z. B. auf ihrer Webseite darüber informieren, ob und mit welcher Methode sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

What the press says

dpa

Britta Schultejans

„Star des Abend ist Tetelman, der das Publikum in der Art eines jungen Jonas Kaufmann mit seinem ebenso warmen wie kraftvollen Tenor ganz in seinen Bann zieht.“

Neue Zürcher Zeitung

Marco Frei

„Rein musikalisch markierte diese Premiere einen Höhepunkt in der bisherigen Staatsopern-Intendanz von Serge Dorny.“

Szenenbild Faust: Marguerite sitzt in ihrem Haus, Faust steht auf dem DachSzenenbild Faust: Ein Mann in einer Taverne tanzt auf einem TischSzenenbild Faust: Valentin mit MusketeSzenenbild Faust: Méphistophélès spricht mit FaustSzenenbild Faust: Marguerite sitzt alleine auf einer Matratze am Boden Szenenbild FaustSzenenbild Faust: Viele Personen umgeben einen Mann am BodenSzenenbild Faust: Marguerite und Faust unterhalten sich, Méphistophélès hört zuSzenenbild Faust: Soldaten ergeben sichSzenenbild Faust: Marguerite unterhält sich mit Marthe

SCRIBBLE

FAUST

Motive © Huanhuan Wang