Nathan Brock
Der in Kanada geborene Dirigent ist mit dem Stil und der Ästhetik der traditionellen europäischen Meisterwerke in allen Disziplinen – Oper, Konzert und Ballett – bestens vertraut, da er seine Ausbildung auf dem europäischen Kontinent absolviert und dort den größten Teil seiner Karriere verbracht hat. Brock schloss 2008 sein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik und Theater Zürich bei Johannes Schlaefli ab. Weitere wichtige Einflüsse erhielt er während seiner zwei Sommer als Dirigierstipendiat an der Academy of Conducting, Aspen Music Festival, von David Zinman und beim Lucerne Festival von Bernard Haitink sowie in Meisterkursen in Finnland bei Jorma Panula.
Brock begann seine Karriere 2009 als "chef assistant" beim Orchestre Symphonique de Montréal und wurde kurz darauf zum " chef en résidence" befördert. Während seiner fünfjährigen Amtszeit war er maßgeblich an der Etablierung des Orchesters in seinem neuen Saal La Maison Symphonique beteiligt und wurde für seine Programmgestaltung, Konzerte und Öffentlichkeitsarbeit vom Conseil des arts et des lettres du Québec sowie dem Ontario Arts Council und dem Canada Council for the Arts/Conseil des arts du Canada mit mehreren Preisen ausgezeichnet. In dieser Zeit trat er über 125 Mal mit dem Orchester auf und stand mit vielen renommierten Künstlern wie Maxim Vengerov und Stephen Hough auf der Bühne.
2015 kehrte er nach Europa zurück, um als Kapellmeister zum Musikteam der Hamburgischen Staatsoper zu stoßen. Während seiner vier Spielzeiten in Hamburg dirigierte er ein umfangreiches Repertoire, das sowohl Repertoireproduktionen wie L’elisir d’Amore, Il barbiere di Siviglia, Le nozze di Figaro, Hänsel und Gretel, La Belle Hélène und Eugen Onegin als auch Neuproduktionen wie Erzittre, feiger Bösewicht! und Der kleine Schornsteinfeger reichte. Außerdem arbeitete er regelmäßig mit dem Choreographen John Neumeier und dem Hamburg Ballett zusammen und dirigierte sowohl Neuproduktionen wie Eleonora Duse und Anna Karenina als auch Wiederaufnahmen von Giselle, Chopin-Tänze, Don Quixote, Die Kameliendame und Liliom.
(Stand: Januar 2026)