José Carreras
José Carreras wurde in Barcelona geboren und studierte Musik in seiner Heimatstadt. 1970 begann er seine berufliche Laufbahn am Gran Teatre del Liceu in Barcelona als Ismaele in Nabucco und als Gennaro in Lucrezia Borgia. Es folgten unzählige Auftritte an den großen Opernbühnen der Welt. Er hat die Hauptrollen in mehreren Opernfilmen für Fernsehen, Kino und Video gespielt. Neben seinen Opernaktivitäten hat er Konzerte in den berühmtesten Sälen der Welt gegeben. Sein umfangreiches Konzertrepertoire umfasst über 600 Titel unterschiedlichster Stilrichtungen, von Barock bis zu zeitgenössischer Musik. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, beispielsweise den Grammy, den Brit Award, den Laurence Olivier Award, den Crystal Award und den Goldenen Ring der Staatsoper Wien. Immer verbunden mit seiner Heimatstadt Barcelona, wurde er 1992 als musikalischer Leiter der dortigen Olympischen Spiele engagiert. Die Konzerte der „Drei Tenöre“, die er zusammen mit seinen Kollegen Plácido Domingo und Luciano Pavarotti gab – die ersten beiden, 1990 und 1994, unter der Musikalischen Leitung von Zubin Mehta –, sind bis heute legendär. Seit 1995 leitet er mit großem Engagement die José Carreras Internationale Leukämie-Stiftung in Barcelona und die José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. in Deutschland, die derzeit eine seiner wichtigsten Prioritäten sind. An der Bayerischen Staatsoper gab er sein Debüt 1974 als Mario Cavaradossi in Tosca. Seither sang er hier viele weitere Vorstellungen, in dieser Partie wie auch als Rodolfo (La bohème), als Gustavo III. (Un ballo in maschera) und in den Titelpartien von Don Carlos und Werther. (Stand: 2025)