Laurent Guilbaud
In Clermont-Ferrand (Frankreich) geboren, wurde Laurent Guilbaud an der École de danse de l’Opéra national de Paris und am Conservatoire in Avignon zum Tänzer ausgebildet. 1997 erhielt er sein erstes Engagement beim Ballet national de Lorraine in Nancy, ein Jahr später wechselte er zum Ballet national de Marseille. Nach einer Station beim Ballett der Staatsoper unter den Linden in Berlin (2000-2004) wurde er Mitglied des Stuttgarter Balletts, wo er zur Spielzeit 2009/10 zum Demi-Solisten befördert wurde unter anderem an den Kreationen Hamlet (Kevin O'Day, 2008), Bravo Charlie (Marco Goecke, 2009) und Letters of Others (Bridget Breiner, 2010) beteiligt war. Zur Spielzeit 2010/11 wechselte er zum Semperoper Ballett nach Dresden, wo er als Solist neben Rollen wie dem Aufseher in Manon (Kenneth MacMillan), Hilarion in Giselle (David Dawson) und Tybalt in Romeo und Julia (Stijn Celis) auch in neu kreierten Rollen wie Morold in David Dawsons Tristan + Isolde (2015) zum Einsatz kam. In der Spielzeit 2017/18 tanzte er als Gastsolist beim Ballett des Saarländischen Staatstheaters die Partie des Francesco in Gerhard Bohners Die Folterungen der Beatrice Cenci. Seit dem Erwerb eines Tanzpädagogik-Diploms in Paris im Jahre 2016 arbeitet Laurent Guilbaud als Ballettmeister, von 2019 bis 2025 wirkte er in dieser Funktion festangestellt beim English National Ballet in London. Als Gastballettmeister trainierte er unter anderem das Ballett Basel, die Dresden Frankfurt Dance Company, das Ballet National de Bordeaux, Aterbaletto und Rambert Dance.
Zur Spielzeit 2025/26 wurde er als Ballettmeister an das Bayerische Staatsballett engagiert.
(Stand: September 2025)