Markus Lehtinen

Der Dezember 1959 in Helsinki geborene Dirigent und Pianist studierte Klavier bei Meri Louhos und Orchesterleitung bei Jorma Panula an der Sibelius-Akademie in seiner Heimatstadt. Bei Aulis Sallinen und Einojuhani Rautavaara nahm er Kompositionsunterricht. Er gewann 1987 in Stockholm den Nordischen Dirigentenwettbewerb und wurde von 1988 bis 1993 als Dirigent an die Königliche Oper in Kopenhagen engagiert. Lehtinen war von 1985 bis 1988 und von 1992 bis 1997 an der Finnischen Nationaloper engagiert und trat danach dort als Gastdirigent auf. Markus Lehtinen war von 1999 bis 2002 Chefdirigent der Jyväskylä Sinfonia, mit der er 2002 die Oper Aleksis Kivi seines Lehrers Sallinen für das Label Ondine einspielte. Auch dem Malmö Symfoniorkester war er als Gast verbunden. Seit 2004 ist er Professor an der Opernschule der Sibelius-Akademie, wo er zahlreiche Opernproduktionen als musikalischer Leiter begleitete.

Als Ballettdirigent ist er eng mit dem Schaffen John Neumeiers verbunden: Er dirigierte in jüngster Zeit Vorstellungen von Die Kameliendame unter anderem beim Ballet de l’Opéra national de Paris und beim Wiener Staatsballett, außerdem Romeo und Julia, Odyssee und Dornröschen beim Hamburg Ballett. Seine Verbindung zu dieser Compagnie reicht zurück ins Jahre 1993, also er dort erstmals das Orchester in A Cinderella Story von John Neumeier dirigierte. Beim Bayerischen Staatsballett hat Lehtinen im Jahre 1999 Igor Strawinskys Ballettmusiken Petruschka und Le Sacre du printemps Rahmen eines dreiteiligen Abends dirigiert, zu dem Amir Hosseinpour und Saburo Teshigawara die entsprechenden Choreographien schufen.

(Stand: März 2026)