Andrew Manze

Nach seinem Studium der Klassischen Musik an der Universität Cambridge studierte Andrew Manze Violine und wurde schnell zu einem führenden Spezialisten für historische Aufführungspraxis. 1996 wurde er stellvertretender Direktor der Academy of Ancient Music und dann von 2003 bis 2007 künstlerischer Leiter des English Concert. Als Geiger hat Manze eine erstaunliche Vielzahl von Aufnahmen veröffentlicht, von denen viele preisgekrönt sind. Von 2006 bis 2014 war Manze Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Helsingborg Symphony Orchestra, von 2008 bis 2011 außerdem Erster Gastdirigent des Norwegischen Radio-Sinfonieorchesters. Vier Spielzeiten lang hatte er den Titel eines stellvertretenden Gastdirigenten des BBC Scottish Symphony Orchestra inne. Seit September 2014 ist Manze Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie Hannover. In der Saison 2018/19 wurde er zum Principal Guest Conductor des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra ernannt. Als gefragter Gastdirigent auf der ganzen Welt unterhält Manze langjährige Beziehungen zu führenden Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Royal Stockholm Philharmonic, der Camerata Salzburg und dem Scottish Chamber Orchestra. Außerdem ist er regelmäßig Gast beim Mostly Mozart Festival in New York City. Zu den jüngsten und kommenden Highlights als Gastdirigent gehören Engagements beim Los Angeles Philharmonic Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Concertgebouw, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Schwedischen Radio-Sinfonieorchester, Oslo Philharmonic und dem London Philharmonic Orchestra, dem Hallé und Chamber Orchestra of Europe. Manze ist Mitglied der Royal Academy of Music, Gastprofessor an der Osloer Akademie und hat zu neuen Ausgaben von Sonaten und Konzerten von Bach und Mozart beigetragen, die bei Bärenreiter, Breitkopf und Härtel erschienen sind. Er unterrichtet, schreibt und redigiert außerdem Musik und tritt regelmäßig in Rundfunk und Fernsehen auf. Im November 2011 wurde Andrew Manze in Stockholm mit dem renommierten Rolf-Schock-Preis ausgezeichnet.