Thomas Martino
Der aus Italien stammende Tänzer, Choreograph nund Ballettmeister begann seine professionelle Ausbildung im Jahr 2011 im Rahmen des Agora-Coaching-Projekts unter der Leitung von Michele Merola und Enrico Morelli. Zwischen 2012 und 2015 arbeitete er als Tänzer bei mehreren italienischen zeitgenössischen Tanzkompanien und unabhängigen Produktionen, . Im Jahr 2016 trat er dem Ballettensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München unter der Leitung von Karl Alfred Schreiner bei. Während seiner Zeit bei diesem Ensemble arbeitete er mit Choreografen wie William Forsythe, Marco Goecke, Damien Jalet, Marina Mascarell, Lukas Timulak, Eyal Dadon und Stijn Celis zusammen. Im Jahr 2019 wechselte er zum Ballett Theater Basel. Dort tanzte er u.a. in Werken von Richard Wherlock, Johan Inger, Alexander Ekman, Sharon Eyal, Sidi Larbi Cherkaoui, Andonis Foniadakis, Hofesh Shechter, Imre und Marne van Opstal sowie Marcos Morau. Ab 2023 erweiterte er seine künstlerische Praxis durch die Zusammenarbeit sowohl als Tänzer als auch als choreographischer Assistent mit Choreograph:innen wie Edward Clug, Imre & Marne van Opstal und Drew Jacoby, während er gleichzeitig seinen eigenen choreographischen Stil entwickelte. Im selben Jahr schloss er sich der Ishida Dance Company in Austin, Texas, an und begründete damit eine bis heute andauernde Zusammenarbeit, die seine internationale Präsenz weiter stärkte.
Ebenfalls im Jahr 2023 gab er sein choreografisches Debüt mit Lighea, einem Duett, das schnell internationale Anerkennung erlangte. Das Werk wurde in Hannover, bei der Straybird Platform in Taiwan und beim Internationalen Choreografie-Wettbewerb Burgos–New York ausgezeichnet und wurde zudem für den Internationalen Choreographie-Wettbewerb Rotterdam (RICC) ausgewählt. Im Jahr 2025 schuf Thomas Martino Red Dots für das Ekodance Project unter der Leitung von Pompea Santoro. Im selben Jahr wurde er eingeladen, am DNAND-Projekt an der Nationalen Tanzakademie in Rom teilzunehmen, wo er SEN für die Bachelor-Studierenden choreografierte. Nach dem Erfolg des Projekts wurde er eingeladen, die Abschlussproduktion 2026/2027 der Akademie zu choreografieren, sie erhielt den Titel Blind Wave. Im Jahr 2026 choreografierte er Purgatorio für die Szeged Contemporary Dance Company unter der Leitung von Tamás Juronics. Im selben Jahr arbeitete er als Assistent und Tänzer mit Edward Clug an der Oper Castor & Pollux in Genf zusammen und studierte Mommy, Look! von Imre & Marne van Opstal am Nationaltheater Mannheim ein. Im Jahr 2027 wird er für die Einstudierung von Edward Clugs Faust beim Ballett Dortmund verantwortlich zeichnen.
(Stand: Juli 2026)