Victorien Vanoosten

Victorien Vanoosten ist Chefdirigent der Opéra de Toulon und Erster Gastdirigent des Litauischen Nationalen Symphonieorchesters. Zudem ist er künstlerischer und musikalischer Leiter des Ensemble Symphonique de Neuchâtel. Im Frühjahr 2025 dirigierte er das Orchester der Deutschen Oper Berlin in Edward Clugs neuem Handlungsballett Ein Sommernachtstraum, einer Produktion des Staatsballetts Berlin. Bereits 2022 hatte er Aufführungen von Clugs Ballett Peer Gynt an der Oper Zürich dirigiert, 2025 auch an der Mailänder Scala. Im Oktober 2025 leitete er das Orchestre national du Capitole de Toulouse bei Aufführungen von Thierry Malandains Ballett Daphnis et Chloé mit dem Ballet du Capitole.

An der Opéra de Toulon dirigierte er im Februar 2026 zwei konzertante Aufführungen von Richard Wagners Der fliegende Holländer, gefolgt von Aufführungen von Giacomo Puccinis Madama Butterfly im Juni 2026 in einer Inszenierung der Opéra de Toulon, die im historischen Amphitheater Châteauvallon in Ollioules im französischen Departement Var stattfinden. Im April 2025 dirigierte er eine Aufführung von Jules Massenets Werther am Nationaltheater in Prag. Im Konzertbereich arbeitete Victorien Vanoosten zuletzt unter anderem mit dem Orchestre du Pays basque, dem Polnischen Nationalen Rundfunk-Sinfonieorchester in Kattowitz und dem National Taiwan Symphony Orchestra zusammen.

Victorien Vanoosten war Assistent von Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und zuvor Assistent von Lawrence Foster an der Opéra de Marseille. Er studierte Klavier bei Michel Béroff am Pariser Konservatorium und Dirigieren in Paris und Helsinki bei Esa-Pekka Salonen, Alain Altinoglu, Leif Segerstam, David Zinman, Peter Eötvös und Pierre Boulez. Im Jahr 2016 gewann er den ADAMI-Dirigierwettbewerb. Er war Chefdirigent von DEMOS, einem von der Philharmonie de Paris gegründeten Jugendorchesterprojekt. Im Jahr 2023 wurde er von der französischen Regierung in Anerkennung seiner Verdienste um die Künste zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.

(Stand: März 2026)