Auf die jüngste Premiere von Franz Lehárs Spieloper Giuditta in einer Fassung von Christoph Marthaler und Malte Ubenauf folgen im verbleibenden Jahr noch weitere Vorstellungen der Produktion, wie am Silvesterabend und zu Beginn des Jahres.
Am Mittwoch, 26. Januar 2022, 19 Uhr wird eine Aufzeichnung der Premiere auf STAATSOPER.TV ausgestrahlt.
 
Bereits am Sonntag, 30. Januar 2022 feiert die Bayerische Staatsoper die Premiere von Leoš Janáčeks Das schlaue FüchsleinBarrie Kosky kehrt nach seiner letzten Inszenierung von Richard Strauss' Der Rosenkavalier zurück nach München. Gemeinsam mit Mirga Gražinytė-Tyla am Pult des Bayerischen Staatsorchesters und mit einem Bühnenbild von Michael Levine, erarbeitet er nun die Oper in drei Akten. Wolfgang Koch ist in einem Rollendebüt als Förster und Angela Brower als Fuchs zu erleben.
 
Neben dem 3. Akademiekonzert unter Christian Măcelaru am 10. und 11. Januar 2022, gibt Lise Davidsen mit Leif Ove Andsnes am Klavier einen Liederabend am 9. Januar 2022.
Giuseppe Verdis La traviata und La bohème von Giacomo Puccini mit unter anderem Angel Blue, die ihr Hausdebüt in der Rolle der Mimi gibt, gestalten den Spielplan zu Beginn des neuen Jahres.
 
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche und gesunde Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!
Ihr Pressebüro der Bayerischen Staatsoper

BARRIE KOSKY INSZENIERT LEOŠ JANÁČEK – „DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN” PREMIERE AM 30. JANUAR 2022

Am Sonntag, 30. Januar 2022, 19 Uhr, kommt Leoš Janáčeks Das schlaue Füchslein, in einer Inszenierung von Barrie Kosky und unter der Musikalischen Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla zur Premiere.
Die Dirigentin und Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchestras steht erstmals am Pult des Bayerischen Staatsorchesters.
Michael Levine entwirft das Bühnenbild und arbeitet zum ersten Mal mit Barrie Kosky im Rahmen dieser Produktion zusammen.
Wolfgang Koch gibt als Förster sein Rollendebüt. Angela Brower ist als Fuchs zu erleben.
 
Janáček kreierte mit dieser Oper eine anrührende und eher unsentimentale Liebesszene für die Operngeschichte. Jedoch spielt diese sich nicht zwischen Menschen ab, sondern zwischen zwei jungen, erotisch unerfahrenen Füchsen.
Leoš Janáček verleiht ihrer Begegnung den unwiederholbaren Zauber des Zum-ersten-Mal. Sein nach einer Bildergeschichte verfasstes Libretto handelt von einer jungen Füchsin, die vom Förster gefangen wird, auf seinem Hof die Hühner zur Revolution aufwiegelt, bevor sie ihnen die Kehle durchbeißt, Reißaus nimmt, den Dachs aus seiner Höhle vertreibt, den Fuchs heiratet, eine unüberschaubare Anzahl von Nachkommen in die Welt setzt und schließlich vom Wilderer erschossen wird.
Die ganze Oper erzählt von der Sehnucht nach einer großen Versöhnung zwischen den Sphären der Natur und der Kultur, die das Werk musikalisch vielschichtig ineinander spiegelt.
 
Nach seiner letzten Inszenierung für Der Rosenkavalier (2021) an der Bayerischen Staatsoper, kehrt Barrie Kosky für die Regie dieser Produktion bereits für seine fünfte Produktion zurück nach München. In einem Bühnenbild von Michael Levine inszeniert er Janáčeks Oper in drei Akten. Kosky sieht in der Tierfabel die Möglichkeit, die Intelligenz der Umwelt wahrzunehmen. Fernab von einer natürlichen Waldnostalgie interpretiert er die tierischen Aspekte der Oper über Einsamkeit und menschliche Verbindung mit dem Tod, als eine Haltung für Freiheit und Unmoral.
Er erhebt die Metamorphose zum Prinzip seiner Inszenierung und beschwört in traumgleichen Bildern die verwandelnde Kraft der Erinnerung.
 
"Das Fundament von Janáčeks Stück ist die Natur und die menschliche Beziehung zur Natur. Darum geht es nicht nur in der Handlung, sondern auch in der Musik. Im Theater sehe ich meine Aufgabe als Regisseur nicht darin, ein realistisches Bild von der Natur auf die Bühne zu bringen. Es geht mir darum, eine szenische Metapher zu entwickeln."

Leoš Janáčeks
DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN
So, 30.01.22, 19.00 Uhr Premiere
Do, 03.02.22, 19.30 Uhr
So, 06.02.22, 17.00 Uhr
Mo, 07.02.22, 11.00 Uhr
Do, 10.02.22, 19.30 Uhr
Sa, 12.02.22, 19.00 Uhr
Di, 15.02.22, 19.00 Uhr
Nationaltheater
 
EINFÜHRUNGSMATINEE
So, 23.01.22, 11.00 Uhr
Nationaltheater

Musikalische Leitung – Mirga Gražinytė-Tyla
Inszenierung – Barrie Kosky
Bühne – Michael Levine
Kostüme – Victoria Behr
Licht – Franck Evin
Chöre – Stellario Fagone
Dramaturgie – Katja Leclerc

Förster – Wolfgang Koch
Die Frau Försterin -– Lindsay Ammann
Der Schulmeister – Jonas Hacker
Der Pfarrer – Martin Snell
Haraschta – Milan Siljanov
Pasek – Caspar Singh
Füchslein Schlaukopf – Elena Tsallagova
Frau Pasek – Mirjam Mesak
Fuchs – Angela Brower
Das junge Füchslein Schlaukopf – Solist des Kinderchors
Frantik – Solist des Kinderchors
Pepik – Solist des Kinderchors
Dackel – Yajie Zhang
Hahn – Armando Elizondo
Schopfhenne – Eliza Boom
Grille – Solist des Kinderchors
Heuschreck – Solist des Kinderchors
Frosch – Solist des Kinderchors
Specht – Yajie Zhang
Mücke –Jonas Hacker
Dachs – Martin Snell
Eule – Lindsay Ammann
Häher- Mirjam Mesak
Junge Füchse– Kinderchor der Bayerischen Staatsoper
Bayerisches Staatsorchester
Bayerischer Staatsopernchor
Kinderchor der Bayerischen Staatsoper

DER BEGINN DES JAHRES 2022 AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER

Lise Davidsen gibt gemeinsam mit Leif Ove Andsnes am Klavier am Sonntag, 9. Januar 2022 einen Liederabend.
Giuseppe Verdis La traviata und La bohème von Giacomo Puccini, mit unter anderem Angel Blue, die ihr Hausdebüt in der Rolle der Mimi gibt, gestalten den Spieplan zu Beginn des neuen Jahres.
 
Zudem findet an zwei Abenden das 3. Akademiekonzert unter Christian Măcelaru, am 10. und 11. Januar 2022, statt.
Cristian Măcelaru dirgiert zum zweiten Mal ein Akademiekonzert an der Bayerischen Staatsoper. Das thematisch an Russland angelehnte Programm vespricht eine Stimmung berstender Energie im Nationaltheater.
Mili Balakirew, eines der fünf Mitglieder des sogenannten „Mächtigen Häufleins“, die eine neue, volkstümliche, genuin russische Musik schaffen wollte, hat mit Islamey ein im Original irrwitzig virtuoses Klavierstück geschrieben, eine von tscherkessischer Volksmusik des Nordkaukasus inspirierte „orientalische Fantasie“. In einer Orchesterfassung von Sergej Ljapunow erklingt diese, neben Strawinskys Symphonie in drei Sätzen. Seine Komposition wurde 1945 in Amerika vollendet und knüpft an frühe Vorbilder, wie an das Concerto grosso, an, wobei zeitgenössische Zwischenschnitte diese Anspielungen schärften. Strawinsky selbst begründete diese Einflüsse durch eigene Kriegerlebnisse und bezeichnete die Symphonie „als Folge von Verzweiflung und Hoffnung, in die Bilder des Krieges eingegangen seien, wie er sie aus Filmen kennen gelernt“ habe. Sergej Rachmaninow verfasste bereits ein Jahrzehnt zuvor im schweizerischen Exil noch einmal eine große viersätzige Form, seine dritte sowie letzte Symphonie, ein großes Panorama, welches in Tradition schwelgt und zugleich persönlich wirkt. Entschlackt um überbordende Romantik feiert der Komponist hier die Liebe zu seiner Heimat in all ihrer Ambivalenz, kontrastreich, reflektiert und selbstbewusst.

3. AKADEMIEKONZERT: CHRISTIAN MĂCELARU
Mo, 10.01.22, 20.00 Uhr
Di, 11.01.22, 20.00 Uhr
Nationaltheater
 
Musikalische Leitung – Cristian Măcelaru

PROGRAMM
 
Mili Alexejewitsch Balakirew (1836–1910)
Islamey. Orientalische Fantasie op. 18 (Orchestrierung: Sergej Michailowitsch Ljapunow)
 
Igor Strawinsky (1882–1971)
Symphony in three movements (Symphonie in drei Sätzen) für Orchester (1945)
 
Sergej Wassiljewitsch Rachmaninow (1873–1943)
Symphonie Nr. 3, a-Moll op. 44

WEITERE VORSTELLUNGEN:
SPIELPLAN JANUAR 2022 IM ÜBERBLICK

GIUDITTA
So, 02.01.22, 18.00 Uhr
Do, 06.01.22, 18.00 Uhr
Nationaltheater
 
LA BOHÈME
Mi, 05.01.22, 19.30 Uhr
Fr, 07.01.22, 19.00 Uhr
So 09.01.22, 18.00 Uhr
Nationaltheater
 
LA TRAVIATA
Sa, 08.01.22, 19.00 Uhr
Mi, 12.01.22, 19.00 Uhr
Sa, 15.01.22, 19.00 Uhr
Mo, 17.01.22, 19.30 Uhr
Fr, 21.01.22, 19.00 Uhr
Nationaltheater

ARIADNE AUF NAXOS
Di, 18.01.22, 19.30 Uhr
So, 23.01.22, 19.00 Uhr
Mi, 26.01.22, 19.00 Uhr
Nationaltheater
 
DIE SCHWEIGSAME FRAU
Sa, 29.01.22, 18.00 Uhr
Nationaltheater
 
LIEDERABEND LISE DAVIDSEN/
LEIF OVE ANDSNES
So, 09.01.22, 20.00 Uhr
Cuvilliés-Theater