Ein Plädoyer für den Frieden in Europa

Wir sind zutiefst bestürzt über die aktuellen Ereignisse in der Ukraine. 
Als Kulturinstitution ist für uns der Respekt füreinander, Integrität zueinander und Dialog untereinander absolut essentiell. Nur so kann Frieden und Humanität gewährleistet werden. Um unserer aufrichtigen Solidarität Ausdruck zu verleihen, halten wir das kommende 4.  Akademiekonzert am Montag, 7. und 8. März 2022, 20 Uhr, unter dem Titel „Plädoyer für den Frieden“ ab.
 
Das Programm des Friedenskonzerts ist gleichermaßen Appell gegen jede Art militärischer Auseinandersetzung sowie eine Aufforderung, uns die Hoffnung zu bewahren, dass die Menschheit zu einem friedlichen Miteinander gelangt.
 
Was der Krieg mit den Menschen macht, haben die Künste, zumal die Musik, eindringlich geschildert. In La valse griff Maurice Ravel, der sich nie zu nationalistischen Äußerungen hat hinreißen lassen, die Schrecknisse des Ersten Weltkriegs auf. In dieser Hommage an den Wiener Walzer zittern die erlebten Gräuel nach; wer diese Musik gehört hat, wird nie in Kriegsgeheul einstimmen können.
 
Als der Pazifist und Kriegsdienstverweigerer Benjamin Britten 1939 den Auftrag erhielt, ein Werk zum Jubiläum der japanischen Kaiserdynastie zu schreiben, spürte er sofort, dass die Zeit nach anderem als nach Festmusiken schrie. „I’m making it as anti-war as possible”, so Britten während der Komposition. Brittens Sinfonia da Requiem ist erfüllt vom Grauen des Krieges, ihr düsterer Ton, ihre apokalyptischen Klangballungen weichen erst am Schluss einer zaghaften Hoffnung.

In diesem Zeitraum gibt es keine Vorstellungen