AUFTAKT ZUR BALLETTFESTWOCHE 2022

Am Samstag, 26. März 2022, hebt sich beim Bayerischen Staatsballett der Vorhang zum Auftakt der diesjährigen Ballettfestwoche für die Premiere von Passagen. Der moderne Triple Bill vereint das Werk Bilder einer Ausstellung von Alexei Ratmansky sowie zwei Uraufführungen von Marco Goecke und David Dawson. Die folgenden acht Tage bringen die Höhepunkte des Repertoires 2022–22 und verspricht mehrere Rollendebüts. Für alle Vorstellungen gilt wieder eine Saalbelegung von 100 Prozent.

URAUFFÜHRUNGEN ZUM FESTWOCHENSTART

Zum Auftakt der Ballettfestwoche 2022 feiern mit Marco Goecke und David Dawson am Samstag, 26. März 2022, zwei der weltweit gefragtesten Choreographen Hausdebüt beim Bayerischen Staatsballett. Im Rahmen der dreiteiligen Produktion Passagen zeigen sie im Nationaltheater ihre Kreationen Sweet Bones‘ Melody und Affairs of the Heart. Daneben werden Alexei Ratmanskys Bilder einer Ausstellung zur deutschen Erstaufführung gebracht.

Alle drei Produktionen beschäftigen sich auf ganz eigene Weise mit unterschiedlichen Facetten des Übergangshaften, also mit „Passagen“: mit der Entwicklung von Seelen- und Körperzuständen bei David Dawson und Marco Goecke bis hin zum Auflösen und Neuformieren von Körperbildern bei Alexei Ratmansky.

Bis zuletzt haben alle drei Choreographen selbst mit der Compagnie geprobt und gearbeitet. Dirigiert wird der Ballettabend von Tom Seligman. Bei Bilder einer Ausstellung werden die Tänzer:innen am Flügel von Dmitry Mayboroda begleitet. Die Besetzungen der drei Werke sind hier einzusehen.

PASSAGEN-PREMIERE

Affairs of the Heart – David Dawson

David Dawson hat seine Kreation für 12 Tänzerinnen und Tänzer des Bayerischen Staatsballetts zu Marjan Mozetichs Violinkonzert Affairs of the Heart entwickelt. Wie stets war dabei die Musik Ausgangspunkt und Quelle der Kreation: Die Partitur „ist weitläufig, universell und voller schöner Rhythmen und Impulse, die einfach zum Tanzen einladen. Der Titel der Musik selbst suggeriert eine Geschichte des Herzens, eine Reise und all die Emotionen, von denen das Herz im Laufe eines Lebens beeinflusst wird“, so der Choreograph. Entstanden ist ein Werk, das von Liebe und einem permanenten Gefühl der Sehnsucht angetrieben wird. Die ursprünglich schon für 2020 geplante und pandemiebedingt verschobene Uraufführung wurde schließlich in mehreren Phasen zwischen Januar und März 2022 kreiert.

Bilder einer Ausstellung – Alexei Ratmansky

Die Bilder einer Ausstellung des russisch-amerikanischen Choreographen Alexei Ratmansky zum gleichnamigen Klavierwerk von Modest Mussorgski wurden 2014 beim New York City-Ballet uraufgeführt. Beim Bayerischen Staatsballett feiert das neoklassisch anmutende Werk nun seine Deutschlandpremiere. Inspiriert wurde der Choreograph auch von Wassily Kandinskys Gemälden und insbesondere von der Farbstudie Quadrate und konzentrische Ringe, das – im Münchner Lenbachhaus hängend – die Bühnenbild- und Kostümgestaltung maßgeblich geprägt hat.
 
Aufgrund einer Erkrankung im Ensemble wird der einstudierende Ballettmeister von Bilder einer Ausstellung, Amar Ramasar, kurzfristig eine der Partien des 30-minütigen Werkes übernehmen.

Sweat Bones' Melody – Marco Goecke

Der langjährige Hauschoreograph des Stuttgarter Balletts und heutige Leiter des Staatsballetts Hannover Marco Goecke hat im Laufe der Jahre eine ganz eigene, sehr gestische und detailreiche Bewegungssprache entwickelt. Diese kommt auch in seinem für das Bayerische Staatsballett kreierten Werk Sweet Bones´ Melody zum Einsatz, in dem er zum Orchesterwerk Mannequin der Komponistin Unsuk Chin unterschiedlichen Körpermelodien und Facetten des Überganghaften nachforscht. Die aktuellen geopolitischen Ereignisse sind dabei atmosphärisch in das Stück mit eingeflossen.

OBSERVATIONS

Das Videoformat Observations mit spannenden Backstage-Einblicken rund um die Entstehung und Konzeption von Passagen ist hier in der Pressemediathek anzusehen. In der aktuellen Version steht der Tanzteppich als Ausgangspunkt und Grundlage aller getanzten „Passagen“ im Mittelpunkt.

DAS WEITERE FESTWOCHENPROGRAMM

Neben der Passagen-Premiere auf dem Spielplan stehen die beiden Klassiker Schwanensee in der Version von Ray Barra und Giselle nach Peter Wright. Als Giselle gibt Demi-Solistin Jeanette Kakareka ihr lang erwartetes Rollendebüt. Weitere Debüts verspricht Christopher Wheeldons Cinderella, in der am Sonntag, 3. April 2022 erstmals Maria Baranova in der Titelpartie und Dmitrii Vyskubenko als Prinz Guillaume auftreten werden.
 
Nach mehrmonatiger Babypause auf die Bühne zurück kehrt Ksenia Ryzhkova in Liam Scarletts With a Chance of Rain und als Marja in Andrey Kaydanovskiys Zweiakter Der Schneesturm. Vervollständigt wird das Festwochenprogramm durch den modernen Triple Bill Paradigma mit Werken von Russell Maliphant, Sharon Eyal und Liam Scarlett sowie George Balanchines neoklassisches Meisterwerk Jewels. Natürlich dürfen sich auch die Nachwuchstänzer:innen der Heinz-Bosl-Stiftung wieder mit einer Matinee beteiligen.

Programmüberblick
Samstag, 26. März 2022, 19.30 Uhr, Passagen (PREMIERE)
Sonntag, 27. März 2022, 19.30 Uhr, Passagen
Montag, 28. März 2022, 19.30 Uhr, Paradigma
Dienstag, 29. März 2022, 19.30 Uhr, Jewels
Mittwoch, 30. März 2022, Schwanensee
Donnerstag, 31. März 2022, 19.30 Uhr, Der Schneesturm
Freitag, 1. April 2022, 19.30 Uhr, Giselle
Samstag, 2. April 2022, 19.30 Uhr, Cinderella
Sonntag, 3. April 2022, 11.00 Uhr, Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung
Sonntag, 3. April 2022, 18.00 Uhr, Cinderella

AKTUELLE CORONA-VORGABEN

Seit Inkrafttreten der neuesten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt an der Bayerischen Staatsoper wieder eine Vollauslastung aller Spielstätten. Das Nationaltheater kann im Rahmen der Ballettfestwoche 2022 somit wieder zu 100 Prozent besetzt werden. Weiterhin gilt die 2G-Regel und die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, auch am Platz. Alle Informationen zu den aktuellen Regelungen an der Bayerischen Staatsoper sind hier zu finden.