Akademiekonzerte 2026/27

Zu den Schwerpunkten in den Akademiekonzerten der Spielzeit 2026/27 gehören die Tradition der Klassik und Romantik im deutschsprachigen Raum, Begegnungen mit der frühen Moderne des 20. Jahrhunderts und ein besonderes Augenmerk aufs französische Repertoire. Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski dirigiert drei der Programme. Bei den drei anderen stehen Dirigenten am Pult, die erstmals ein Konzert mit dem Bayerischen Staatsorchester leiten. Robin Ticciati, Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und (als Nachfolger Vladimir Jurowskis) Musikdirektor des Glyndebourne-Festivals, dirigiert kurz vor seinem Akademiekonzert eine Vorstellungsserie von Ariadne auf Naxos und wird sich auch am Konzertpult mit dem Heldenleben der Musik von Richard Strauss widmen; außerdem präsentiert er eine kostbare Rarität von Jean Sibelius. Stéphane Denève, der weltweit an bedeutenden Häusern gastiert, gibt mit seinem Konzert zugleich sein Staatsoperndebüt und kombiniert Ballettsuiten von Francis Poulenc, Maurice Ravel und Igor Strawinsky. Edward Gardner, Musikdirektor der Norwegischen Nationaloper in Oslo, hat sich dem Münchner Publikum mit der Premierenserie von Peter Grimes vorgestellt, dirigiert in der Spielzeit 2026/27 eine weitere Britten-Oper (die Festspiel-Produktion Death in Venice) und bringt im Konzert zwei weitere Pariser Ballettmusiken zum Klingen, Paul Dukas’ La Péri und Igor Strawinskys Feuervogel. Als Solisten kehren zwei wohlvertraute Gäste zurück: Frank Peter Zimmermann und Truls Mørk – ersterer mit Paul Hindemiths Violinkonzert, letzterer mit dem 1. Cellokonzert von Camille Saints-Saëns. Zwei junge Geiger aus eigenen Reihen – David Schultheiß, 1. Konzertmeister des Bayerischen Staatsorchesters, und Matjaž Bogataj, Stimmführer der Zweiten Violinen – verbünden sich in schönster Kollegialität für eine Komposition des belgischen Violinvirtuosen Eugène Ysaÿe, die die Freundschaft schon im Titel führt: Amitié für zwei Violinen und Orchester. Mit Mitsuko Uchida debütiert eine lebende Legende; die japanische Pianistin interpretiert zum Saisonbeginn Beethovens viertes Klavierkonzert. Vladimir Jurowski spannt mit seinen Konzerten einen Bogen über die Spielzeit und stellt an ihren Beginn und an ihr Ende zwei romantische Symphonien: im 1. Akademiekonzert die dritte Symphonie von Johannes Brahms und im 6. die neunte von Gustav Mahler. Außerdem widmet er sich Arthur Honeggers Symphonie liturgique: eine erschütternde Anklage gegen den Krieg und ergreifender Ausdruck des Wunsches nach seiner dauerhaften Überwindung.