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3. Akademiekonzert 25/26: Vladimir Jurowski

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Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski interpretiert das Bayerische Staatsorchester drei europäische Werke vom Fin de siècle bis zu den 1920er Jahren, die in ihrer Gegensätzlichkeit die Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts spiegeln. Sergej  Rachmaninows symphonische Dichtung Die Toteninsel, inspiriert von der eindringlichen Düsternis des gleichnamigen Gemäldes von Arnold Böcklin, wird durch Maurice Ravels Klavierkonzert G-Dur kontrastiert, mit dem der Pianist Francesco Piemontesi an die Bayerischen Staatsoper zurückkehrt. Das klassizistisch formvollendete Konzert verkörpert mit Elementen des Blues und Jazz den strahlenden Optimismus der Zwanziger. Zwischen Melancholie des Jenseits und Lebensbejahung steht Richard Straussʼ Also sprach Zarathustra: 1896 im endenden 19. Jahrhundert uraufgeführt, weist die kontrastreiche, in ihren Konflikten unaufgelöste Tondichtung schon auf das kommende voraus. Die Modernität der Komposition, die in ihrer Zeit mit Misstrauen erwartet und mit Staunen aufgenommen wurde, beweist sich nicht zuletzt in ihrer Verwendung in Stanley Kubricks monumentalem Film 2001: A Space Odyssey, der seinerseits weit in die Zukunft weist.

Gastspiele in Antwerpen (15. Januar; Hélène Grimaud Klavier), Luxemburg (16. Januar; Francesco Piemontesi Klavier) und Paris (17. Januar; Hélène Grimaud Klavier)