La Juive

Oper in fünf Akten

Komponist Fromental Halévy. Libretto von Eugène Scribe.
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Premiere am 26. Juni 2016

Sie gehörte im 19. Jahrhundert zu den meistgespielten Werken: Fromental Halévys Grand Opéra La Juive. Während der Nazidiktatur verschwand sie jedoch von den Spielplänen und gelangte erst in den vergangenen 25 Jahren wieder vermehrt auf die Bühne. Zwischen den eindrucksvollen Tableaus, die das Konstanzer Konzil 1414-18 zeigen, entfaltet die Oper einen fatalen Religionskonflikt zwischen dem Kardinal Brogni und dem jüdischen Goldschmied Éléazar. 


Bevor Brogni Kardinal wurde, war er in Rom Statthalter. Als die Neapolitaner kamen, fiel sein Haus den Flammen zum Opfer. Dabei starb seine Frau. Éléazar rettete damals Brognis Tochter. Brogni ahnt jedoch nicht, dass Éléazar seine Tochter bei sich als Rachel aufgezogen hat. Éléazar aber weiß, dass Rachel keine Jüdin ist, und trotzdem lässt er sie über ihre Herkunft bis am Ende im Unklaren. Rachel verliebt sich in den Reichsfürsten Léopold. Auf Grund von Intrigen wird sie am Ende grausam öffentlich hingerichtet. Und die Menge geifert gierig dazu: "Ja, es ist geschehen! An den Juden sind wir gerächt!" Was ist das für eine Gesellschaft, die erst zur Katharsis gelangen kann, wenn ein Sündenbock gefunden und getötet wird?