Mirandolina (Opernstudio 2014)
Komponist Bohuslav Martinů. Libretto vom Komponisten nach Carlo Goldoni.
Dauer ca. 3 Stunden 00 Minuten
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Mirandolina (Opernstudio 2014)
Bohuslav Martinů
Komponist Bohuslav Martinů. Libretto vom Komponisten nach Carlo Goldoni.
Dauer ca. 3 Stunden 00 Minuten

Noch bevor Mirandolina die Bühne betritt, gibt es einen Streit zwischen dem Marchese und dem Conte: Beide sind in die attraktive Wirtin verliebt. Mirandolina lässt aber sowohl die Protektion des Marchese als auch das Geld des Conte kühl. Sie fühlt sich vielmehr hingezogen zu einem Frauenhasser, dem Cavaliere. Seine abweisende Haltung gegenüber allen Frauen fasziniert sie - am Ende kommt aber dennoch alles anders.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts komponierte Bohuslav Martinů seine einzige Oper in italienischer Sprache nach einer Komödie von Carlo Goldoni, die ziemlich genau 200 Jahre davor ihre Uraufführung erlebte. Mit Hilfe von raffinierten Effekten und einer genau kalkulierten Orchestrierung zeichnet Martinů hier seinen unverkennbaren, eigenen Stil.
1. Akt
Der Marchese und der Conte wohnen in Mirandolinas Hotel. Sie streiten ständig, welcher von beiden mehr Geld besitzt. Dahinter steckt, dass beide in die äußerst attraktive Wirtin verliebt sind. Der Cavaliere, der sich auch im Hotel aufhält, will schlichten. Als Frauenhasser findet er es völlig lächerlich, sich wegen einer Frau zu streiten. Als Mirandolina putzend in der Eingangshalle umherschweift, verschlägt es angesichts ihrer Schönheit allen Dreien die Sprache. Der treue Kellner Fabrizio verrichtet schon seit Jahren zuverlässig seine Arbeit und ist stets eifersüchtig, wie seine Chefin die männlichen Gäste bezirzt. Trotzdem erledigt er ehrlich seine Aufgaben.
2. Akt
Zwei vornehme Damen, Ortensia und Deianira, wollen bei Fabrizio ein Zimmer buchen. Doch die schlaue Mirandolina demaskiert die beiden Damen – als Flittchen. Der Marchese versucht anhand eines gefälschten Seidentuchs die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Mirandolina lässt es sich nicht nehmen, den Cavaliere persönlich zu bedienen und verführt ihn dabei. Der ruppige Cavaliere lässt sich um den Finger wickeln. Nach dem Essen singen die beiden ein heiteres Trinklied und es wird immer intimer... Mirandolina greift zu ihrer letzten Waffe: einer fiktiven Ohnmacht. Die übrigen Hotelgäste eilen herbei und lachen den Cavaliere als unglaubwürdig aus.
3. Akt
Mirandolina ist mit der Wäsche beschäftigt. Fabrizio bringt ihr das Bügeleisen. Als der Cavaliere sich erkundigen will, ob sich die Wirtin erholt hat, entdeckt er, wie Mirandolina sich allmählich mehr für den Diener Fabrizio interessiert und wird daher wütend. Er will handgreiflich werden, doch Fabrizio schützt heldenhaft seine Chefin. Als die stets schaulustigen Gäste die Szene beobachten wollen, verkündet Mirandolina ihre Heirat mit Fabrizio. Der Cavaliere stürzt rasend hinaus.