Plácido Domingo

Plácido Domingo, geboren in Madrid, studierte am Konservatorium in Mexiko-Stadt Gesang, Klavier und Dirigieren. Sein Repertoire umfasst über einhundert Partien, wie die Titelpartien von Mozarts Idomeneo und Verdis Otello bis hin zu Siegmund (Die Walküre). Seit seinem Stimmfachwechsel zum Bariton gehören zu seinem Repertoire außerdem Partien wie Athanaël (Thaïs) und die Titelpartien in Simon Boccanegra, Nabucco, Macbeth und Gianni Schicchi. Er hat in mehreren Opernverfilmungen mitgewirkt, seinen eigenen Gesangswettbewerb Operalia initiiert und ist Preisträger zahlreicher Auszeichnungen, u. a. 12 Grammys und die Freiheitsmedaille des US-Präsidenten; zuletzt erhielt er 2025 den Premio Puccini. Auch als Dirigent arbeitet er an den großen Opernhäusern der Welt. Er war Musikdirektor der Washington National Opera, der Los Angeles Opera sowie Honorary Artistic Director vom Arena di Verona Centennial Festival. An der Bayerischen Staatsoper debütierte er 1972 als Rodolfo in La bohème und hat hier an Dutzenden Vorstellungen mitgewirkt, beispielsweise als Radamès (Aida), Cavaradossi (Tosca), Canio (Cavalleria rusticana), Turiddu (Pagliacci), Don José (Carmen), Siegmund und Hermann (Pique Dame) sowie in den Titelpartien von Otello und Werther. Außerdem dirigierte er hier Vorstellungen von La forza del destino und Die Fledermaus. Zuletzt gastierte er hier bei den Opernfestspielen 2022 als Giorgio Germont (La traviata) und 2023 in einem Liederabend. (Stand: 2026)