Milko Lazar

Der 1965 in Marburg an der Drau geborene Komponist und Multiinstrumentalist studierte Jazz, klassisches Klavier und Saxophon an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz sowie Cembalo am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Fünfzehn Jahre lang war er als Saxophonist, Dirigent und Komponist mit der Big Band des öffentlich-rechtlichen Senders RTV Slovenija verbunden, die 2001 auch sein Konzert für Klavier und Jazz-Orchester auf CD einspielte. Als Jazzmusiker hat er unter anderem Maria Schneider, Herb Pomeroy, Peter Herbolzheimer und Mathias Rüegg zusammengearbeitet. Neben Werken in Orchester- oder Kammermusikbesetzung komponiert er regelmäßig Musik für Filme, Theater, Tanz- und Multimediaprojekte. 2010 bis 2012 erschienen auf dem Label Mettis vier CDs, die einen umfassenden Einblick in Lazars Kammermusikschaffen gewähren, 2024 kam schließlich beim Label ZKP CD-Einspielung seiner Musik für Matjaž Faričs Ballett Moški Z Nožem (Der Mann mit dem Messer) durch das Slowenische Radio-Symphonieorchester. Die Slowenische Philharmonie unter Uroš Lajovichob im April 2025 in Laibach sein Ballet Imaginaire für Akkordeon, Lazaronator (ein elektro-akustisches Instrument) und Orchester aus der Taufe.

Milko Lazars Zusammenarbeit mit Edward Clug begann mit der Komposition Musik für Clugs Stücke Prêt-à-porter und Four Reasons, die 2008 in Lissabon durch die Companhia Nacional de Bailado uraufgeführt wurden. Originalkompositionen Lazars entstanden in der Folge unter anderem für Clugs Handlungsballette Faust (Zürich 2018), Der Meister und Margarita (Moskau 2021) und Ein Sommernachtstraum (Berlin 2025) sowie zahlreiche kürzere Stücke. Für Clugs Produktion von Coppélia (Basel 2023) komponierte er zur Originalmusik von Léo Delibes zusätzliche Stücke hinzu.

Neben anderen Auszeichnungen erhielt Milko Lazar 2005 den vom slowenischen Staat ausgelobten Preis der Prešeren-Stiftung, 2010 den Župančič-Preis der Stadt Laibach, 2021 den Ksenija Hribar-Preis des Slowenischen Verbandes für zeitgenössischen Tanz und 2024 beim Artists Forum Festival of the Moving Image den Preis für die beste Originalmusik, komponiert für das Projekt Misericorde der Videokünstlerin Nataša Prosenc Stearns.

(Stand: Dezember 2025)