2. Akademiekonzert: Vladimir Jurowski
Bürger:innenkonzert der Freunde des Nationaltheaters e. V.
Während der Theaterferien sind die Tageskasse, der telefonische Kartenverkauf sowie das Abonnementbüro vom 1. August bis einschließlich 31. August 2026 geschlossen. Schriftliche Bestellungen werden weiterhin bearbeitet. Auch online können Sie weiterhin Karten erwerben.
2. Akademiekonzert: Vladimir Jurowski
Bürger:innenkonzert der Freunde des Nationaltheaters e. V.


Dmitri D. Schostakowitsch
Scherzo op. 7
Zwei Stücke für Streichoktett op. 11
Tahiti-Trott op. 16
Zwei Stücke von Domenico Scarlatti op. 17
Auszüge aus der Musik zum Stummfilm Das neue Babylon op. 18
Auszüge aus der Schauspielmusik Die Wanze op. 19
Rund um die Eröffnungspremiere der Spielzeit, Dmitri Schostakowitschs doppelbödige Groteske Die Nase, gestaltet GMD Vladimir Jurowski ein symphonisches Konzertprogramm, das die stilistische Vielseitigkeit des jungen Komponisten in ihrer aufregenden Bandbreite auffächert. Er präsentiert Werke, denen man anhört, dass Schostakowitsch als Jugendlicher im Kino jobbte und dort als Stummfilmpianist blitzschnell den bewegten Bildern plastische Klänge hinzuerfinden musste. Man merkt, mit welcher Lust er das ganze musikgeschichtliche Erbe in seine Gegenwart integriert. Und überall kommt seine so früh ausgeprägte fulminante Orchestrierungskunst zur Geltung: von den Bearbeitungen zweier Cembalosonaten von Scarlatti über die freche Schauspielmusik zu Wladimir Majakowskis „Zauberkomödie“ Die Wanze und die Musik zum Stummfilmdrama Das neue Babylon bis zuJazz-Paraphrasen wie den Tahiti-Trott und manch anderem mehr. Die obligaten Klavierparts übernimmt die Münchner Pianistin Sophie Pacini. Die erschütternde Tiefe von Schostakowitschs späterem Schaffen, die ganze Tragik seines Lebens: Hier, in diesem übersprudelnden Musizieren, nimmt sie ihren Anfang, und diese selten zu hörenden Werke sind ein wesentlicher Teil seiner schöpferischen Persönlichkeit.