EIN SOMMERNACHTSTRAUM
Choreographie John Neumeier. Musik Felix Mendelssohn Bartholdy, György Ligeti.
Ballett in zwei Akten und einem Prolog nach William Shakespeare (1977)
empfohlen ab 10 Jahren
Dauer ca. 2 Stunden 40 Minuten
Während der Theaterferien sind die Tageskasse, der telefonische Kartenverkauf sowie das Abonnementbüro vom 1. August bis einschließlich 31. August 2026 geschlossen. Schriftliche Bestellungen werden weiterhin bearbeitet. Auch online können Sie weiterhin Karten erwerben.
Choreographie John Neumeier. Musik Felix Mendelssohn Bartholdy, György Ligeti.
Dauer ca. 2 Stunden 40 Minuten
Choreograph John Neumeier schuf seine Version von Ein Sommernachtstraum 1977 und bringt damit Shakespeares gleichnamige Komödie auf die Ballettbühne. Sie besticht durch ihre einzigartige, durchdachte und virtuose Herangehensweise an die Entwicklung des Dramas und die faszinierend-komplexe Mischung musikalischer Schichten: Felix Mendelssohn Bartholdys stimmungsvolle Partitur für den Sommernachtstraum spiegelt die Welt der Sterblichen wider, während Györgi Ligetis sirenenhafte Orgelstücke an das Feenreich in Shakespeares Stück erinnern. Der Tanz der Handwerker wird durch dominante Opernparaphrasen für die Drehorgel unterstrichen, die selbst die edelsten Melodien persiflieren. Wie bei den musikalischen Ebenen mischt Neumeier zusammen mit seinem Bühnen- und Kostümbildner Jürgen Rose die historischen Kulissen geschickt. Zu den Klängen von Mendelssohns Partitur fügt sich stimmig die liebliche Biedermeierkulisse des Hofes. Die angedeuteten Olivenbäume sind ein perfektes Symbol für die Antike, Mythologie und Märchen in einem. John Neumeiers Ein Sommernachtstraum ist eine wunderbare Darstellung eines abendfüllenden klassischen Balletts, wie es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland entstanden ist. 1993 wurde es erstmals in München aufgeführt.
Prolog
Vorabend der Hochzeit - Hippolytas Zimmer: Am Vorabend der Hochzeit von Hippolyta und Theseus, Herzog von Athen, sind die letzten Vorbereitungen im Gange. Hippolytas Freundinnen Helena und Hermia helfen ihr bei der Fertigstellung des Brautkleides. Philostrat, Aufseher der Lustbarkeiten am Hofe des Theseus, überwacht alles.
Der Schatzmeister überreicht Hippolyta den Hochzeitsschmuck. Er wird begleitet von dem Offizier Demetrius, dem ehemaligen Verlobten von Helena, der jetzt vergeblich um Hermia wirbt. Helena aber liebt Demetrius immer noch. Der Gärtner Lysander bringt einige Proben der Hochzeitsblumen. Er ist ebenfalls in Hermia verliebt, wie sie in ihn. Heimlich gibt Lysander Hermia einen Brief, in dem er um ein Rendezvous im Wald bittet, und einen Zweig des Olivenbaums, unter dem sie sich treffen sollen. Die eifersüchtige Helena findet den Brief und zeigt ihn Demetrius. Theseus besucht Hippolyta. Er schenkt ihr eine Rose, flirtet aber gleichzeitig mit den schönen Hofdamen. Hippolyta bemerkt alles und zweifelt an seiner – und ihrer Liebe zu dem für sie erwählten Ehemann Theseus.
Eine Gruppe von Handwerkern, angeführt von dem Weber Zettel, tritt ein und bittet um die Genehmigung, das Stück Pyramus und Thisbe bei dem Hochzeitsfest aufführen zu dürfen. Allein gelassen, findet Hippolyta Lysanders Liebesbrief an Hermia. Nachdenklich schläft sie ein. Sie träumt...
1. Akt
Der Traum - Nacht im Walde: Titania, Königin der Feen, streitet sich mit dem Elfenkönig Oberon. Im Zorn gibt Oberon seinem vertrauten Elf Puck eine Blume, die eine Zauberwirkung hat. Wenn man sie über den Augen eines Schlafenden schüttelt, verliebt sich dieser in den ersten, den er beim Aufwachen sieht. Im Auftrag von Oberon soll Puck Titania einen Schabernack spielen.
Glücklich treffen sich Lysander und Hermia im Wald. Demetrius sucht Hermia, Helena folgt Demetrius. Oberon beobachtet sie alle. Aus Mitleid mit Helena fordert Oberon Puck auf, die Liebesblume auf Demetrius zu verwenden, damit er sich wieder in Helena verlieben kann.
Lysander und Hermia haben sich im Wald verloren. Sie schlafen getrennt voneinander ein. Aus Versehen hält Puck die Liebesblume über Lysander. Lysander wird zufällig von Helena aufgeweckt. Sogleich verliebt er sich leidenschaftlich in sie. Verwirrt läuft Helena vor ihm davon. Hermia wacht auf und sucht Lysander.
Zettel und seine Kameraden suchen einen Platz im Wald, um ihr Stück zu probieren. Die Rollen werden verteilt und Zettel leitet die Probe. Puck schaut belustigt zu. Aus Spass verwandelt er den Kopf Zettels in den eines Esels. Die anderen Handwerker schrecken zurück.
Titania und ihr Gefolge schlafen ein. Puck verwendet nun die Liebesblume auf Titania. Von Zettel mit dem Eselskopf zufällig aufgeweckt, verliebt sie sich leidenschaftlich in ihn. Während Oberon Demetrius beobachtet, der immer noch in Hermia verliebt ist, erkennt er Pucks Fehler. Um diesen Fehler zu korrigieren, verwendet Puck die Blume nochmals, jetzt tatsächlich auf Demetrius. Helena stolpert über den Schlafenden und weckt ihn auf. Er verliebt sich auch in sie.
Oberon erkennt die totale Verwirrung und befiehlt Puck, alles wieder in Ordnung zu bringen. Puck arrangiert die schlafenden Liebhaber nebeneinander und verwendet nochmals die Liebesblume.
2. Akt
Morgendämmerung - Im Wald: Helena, Hermia, Lysander und Demetrius wachen auf und finden zueinander. Die Handwerker finden Zettel, von seinem Eselskopf befreit.
Hippolytas Zimmer: Die noch auf ihrem Sofa träumende Hippolyta wird von Theseus beobachtet. Zärtlich weckt er sie auf. Beide erkennen, dass sie sich verliebt haben
Die anderen Liebespaare treten ein und bitten darum, auch gleich heiraten zu dürfen. Theseus gibt ihnen seinen Segen.
Festsaal im Schloss von Theseus: Das Hochzeitsfest wird gefeiert. Die Handwerker führen ihr Stück Pyramus und Thisbe auf. Nachdem die Hochzeitsgäste sich entfernt haben, befreit Oberon Titania von dem Zauber, und sie gestehen einander ihre Liebe.
Ein Sommernachtstraum (Programm)