Oberon, König der Elfen

Komponist Carl Maria von Weber. Libretto von James Robinson Planché, ins Deutsche übersetzt von Theodor Hell.

Romantische Feenoper in drei Aufzügen

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Dauer ca. 3 Stunden 20 Minuten

Die Rahmenhandlung in Carl Maria von Webers Romantischer Feenoper, die 1826 am Londoner Covent Garden uraufgeführt wurde, ist ganz erstaunlich: Nachdem sich der Elfenkönig Oberon mit seiner Gattin Titania verstritten hat, sollen es ausgerechnet Menschen wieder richten. Denn Titania will sich nur wieder versöhnen, wenn ein Menschenpaar auf Leben und Tod die Wahrhaftigkeit der Liebe unter Beweis stellt. Oberons Diener Puck hat auch schon jemanden im Auge: den Kreuzritter Hüon von Bordeaux, der die Kalifentochter Rezia liebt. 


Doch deren Liebe, die einen Europäer mit einer Orientalin verbindet, ist kulturbedingt bedroht – zweimal soll Rezia zwangsverheiratet werden, und dazwischen wird sie von Seeräubern entführt und auf dem Sklavenmarkt verkauft. Selbst der mutige Hüon kann aus eigener Kraft den Gefahren nicht begegnen – Oberons Zauberhorn kommt den beiden Liebenden in äußerster Not zu Hilfe, entreißt sie gar dem Tod. Titania scheint nichts gegen diese Einflussnahme zu haben: Sie erscheint am Ende der Oper versöhnt an der Seite ihres Gatten Oberon – zwei Dei ex machina, die beweisen, dass die Welt der Phantasie mit der Realität der Welt fest verbunden ist, und das über alle kulturellen Grenzen hinweg.